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Die geschlagenen Europameister

Die 10 Europameister von Berlin hatten in den Diamond-League-Finals von Zürich wie erwartet einen schweren Stand. Einzig zwei Frauen setzten sich durch.
Hans Leuenberger (SDA), Zürich
Dina Asher-Smith wurde ihrer Favoritenrolle nicht gerecht (Bild: Walter Bieri / Keystone)

Dina Asher-Smith wurde ihrer Favoritenrolle nicht gerecht (Bild: Walter Bieri / Keystone)

Die 10 Europameister von Berlin hatten in den Diamond-League-Finals von Zürich wie erwartet einen schweren Stand. Einzig zwei Frauen setzten sich durch. Etwa die Griechin Ekaterini Stefanidi, die nicht nur Europameisterin, sondern auch Olympiasiegerin und Weltmeisterin ist. Sie wurde ihrer Favoritenrolle mit der persönlichen Saisonbesthöhe von 4,87 m gerecht. Nichts anbrennen liess auch die Russin Maria Lasizkene im Hochsprung. Bis und mit 1,94 m nahm sie jede Höhe im ersten Versuch, mit 1,97 m sicherte sie sich den Sieg definitiv.

Die Liste der bei Weltklasse Zürich bezwungenen acht Siegerinnen und Sieger von Berlin führte Lea Sprunger an. Es erwischte allerdings auch weitaus prominentere Namen. Im Sprint der Frauen wird seit Berlin von einer Wachablösung gesprochen, Dina Asher-Smith sei der künftige Star. Die Britin liess im Letzigrund diese Prophezeiung nicht in Erfüllung gehen. Murielle Ahouré von der Elfenbeinküste war klar schneller.

Röhler kommt nicht auf Touren

Auch im Sprint der Männer nahm Europa Platz 2 ein. Der Türke Ramil Guliyev fand in einem überragenden Noah Lyles (19,67 Sekunden) seinen Bezwinger. Der 400-m-Europameister Matthew Hudson-Smith aus Grossbritannien machte zwar das Rennen, wurde aber auf der Zielgeraden noch von zwei US-Boys in die Schranken gewiesen.

Karsten Warholm aus Norwegen hielt gute Karten in der Hand, denn es fehlten die Jahresschnellsten Abderrahman Samba aus Katar (Asienspiele) und Rej Benjamin aus Antigua und Barbuda. Schnellstarter Warholm wurde auf der Zielgeraden noch um zwei Hundertstel von Kyron McMaster von den britischen Jungfern-Inseln abgefangen.

Speerwerfer Thomas Röhler kam nicht auf Touren, möglicherweise war er leicht handicapiert. Allerdings hätte er wohl auch in Bestform den Sieg verpasst. Denn die 91,44 m seines Landsmannes Andreas Hofmann waren Extraklasse.

Sifan Hassan aus den Niederlanden fand über 5000 m in der Kenianerin Hellen Obiri ihre Bezwingerin. Der Goldmann Michael Haratyk aus Polen stand im Kugelstossen auf verlorenem Posten. Der Sieger von Berlin hatte gegen eine äusserst starke Konkurrenz keine Chance. Der Neuseeländer Tomas Walsh tilgte mit 22,60 m sogar den Uralt-Meeting-Rekord von Randy Barnes aus den USA. Auch die Amerikaner Darrell Hill und Ryan Crouser stiessen über 22 m.

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