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Die heissesten Spiele der Geschichte

Swiss Olympic gewährt Einblicke in die speziellen Anforderungen für Olympia 2020 in Tokio. Vor allem die klimatischen Bedingungen sorgen für viel wissenschaftliche Denkarbeit.
Rainer Sommerhalder
Eine japanische Beachvolley-Spielerin kühlt sich während des Olympischen Testevents mit einem Eisbeutel. (Bild: Jae C. Hong/AP Photo, Tokio, 26. Juli 2019)

Eine japanische Beachvolley-Spielerin kühlt sich während des Olympischen Testevents mit einem Eisbeutel. (Bild: Jae C. Hong/AP Photo, Tokio, 26. Juli 2019)

Es ist die Stunde der Wissenschafter. Wenn Swiss Olympic elf Monate vor Beginn der Olympischen Sommerspiele (24. Juli - 9. August 2020) über den Weg nach Tokio informiert, dreht sich vieles um die klimatischen Herausforderungen des japanischen Sommers. Und darum, wie die Schweizer Olympioniken am besten damit umgehen.

«Beat the Heat» – werde mit der Hitze fertig – nennt sich das Projekt, das die Taskforce unter der Leitung von Sportarzt Patrik Noack und unterstützt von der geballten Feuerkraft der Magglinger Sportwissenschaft ins Leben gerufen hat.

In Tokio werden die heissesten Spiele in der olympischen Geschichte erwartet, mit Temperaturen bis 40 Grad und einer Luftfeuchtigkeit nahe dem Maximum. Voraussetzungen, bei denen man jedem Breitensportler dringend von Training und Wettkampf abrät. Die Schweizer Medaillenhoffnungen hingegen müssen nicht nur unter diesen Extrembedingungen antreten, sie sollen wenn möglich besser damit zurechtkommen als die Konkurrenz. Oder wie es Baspo-Direktor Matthias Remund im Wissen um die Kompetenz seiner Fachleute ausdrückt: «Der Kampf gegen Unwegsamkeiten bietet der Schweiz immer auch gewisse Chancen.»

Für Noack ist der wichtigste Schritt die Sensibilisierung der Sportler. Es geht dabei nicht nur um den Wettkampf und die Zeit davor. Bei solchen Bedingungen leide auch die Erholungsfähigkeit zwischen zwei Einsätzen. Zudem bergen die extrem runtergekühlten Räume im Athletendorf und Transportbusse ins Stadion die grosse Gefahr eines Atemweginfekts.

Mindestens zwei Wochen Akklimatisation und sich dabei täglich eine Stunde trainingshalber der Hitze aussetzen, lautet die Empfehlung an die Schweizer Olympioniken. Für 14 Sportarten wurden spezifische Richtlinien ausgearbeitet. An den vorolympischen Wettkämpfen der letzten Wochen testeten Schweizer Sportwissenschafter auch verschiedene Vorkühlungs-Massnahmen unmittelbar vor dem Wettkampf an Ort und Stelle.

Erschwerend für den personellen Zusatzaufwand kommt hinzu, dass die Wettkampfstätten dezentral verteilt sind – weil man im Rahmen der Agenda 2020 wenn möglich bestehende Infrastruktur benützt. Da pro Athlet nur ein halber Betreuer offiziell angemeldet werden darf, bringt auch der logistische Aufwand Swiss Olympic ziemlich ins Schwitzen.

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