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Die Innerschweizer sind die stärkste Mannschaft am Eidgenössischen Schwingfest

Die Innerschweizer Schwinger sind so stark einzustufen wie schon lange nicht mehr.
Jonas von Flüe
Benji von Ah mit seinen ISV-Teamkollegen beim Medientreffen am letzten Samstag in Zug. (Bild: Manuel Jans-Koch)

Benji von Ah mit seinen ISV-Teamkollegen beim Medientreffen am letzten Samstag in Zug. (Bild: Manuel Jans-Koch)

Quantitativ schwingen die Innerschweizer obenaus. 949 der 2869 aktiven Schwinger sind Teil des Innerschweizer Schwingerverbandes. Die Nordostschweizer als zweitgrösster Teilverband haben 678 Aktive in ihren Reihen. Qualitativ mussten «unsere» Schwinger aber lange Zeit unten durch. Es ist hinlänglich bekannt, dass Harry Knüsel einziger Innerschweizer Schwingerkönig ist – bei 44 Austragungen. Ja, die Berner in den letzten Jahren und die Nordostschweizer während der Ära Abderhalden haben die Innerschweizer stets auf die Ehrenplätze verwiesen. Seit dem Unspunnen-Sieg von Martin Grab 2006 wartet die Innerschweiz auf einen Grosserfolg, seit 1986 auf einen neuen König.

Die Gründe für die Baisse sind vielschichtig: fehlende Spitzen­athleten, mangelhafter Zusammenhalt zwischen den einzelnen Kantonalverbänden, sportliches Versagen. Vieles spricht jedoch dafür, dass in Zug eine neue Zeitrechnung beginnen wird.

Die Spitze

Mit Joel Wicki und Pirmin Reichmuth gehören zwei Innerschweizer zum engsten Favoritenkreis. Beide sind ehrgeizig genug für den Königstitel. Doch der Luzerner und der Zuger sind auch Kameraden genug, um füreinander zu schwingen. Wicki und Reichmuth haben denselben Manager, sie pushen sich gegenseitig zu Höchstleistungen. Dass sie sich neben dem Sägemehl gut verstehen, wurde etwa auf dem Brünig nach dem gestellten Schlussgang ersichtlich. Beide wissen: Wollen sie Schwingerkönig werden, sind sie auf eine starke Mannschaft im Rücken und gute Kameradschaft angewiesen.

Das Mittelfeld

Matthias Glarner hat 2016 vom starken Berner Mittelfeld profitiert, das viele Mitfavoriten während der acht Gänge zurückgebunden hat. Über ein solch starkes Mittelfeld verfügen heuer die Innerschweizer. Allen voran die Luzerner Sven Schurtenberger, Philipp Gloggner und Erich Fankhauser, aber auch die Schwyzer Christian Schuler und Mike Müllestein, der Obwaldner Benji von Ah sowie der Zuger Marcel Bieri können für eine Überraschung sorgen und ihre Kollegen an der Spitze unterstützen – sofern sie nicht selber dort anzutreffen sind. Wie stark die «zweite Reihe» ist, war auf dem Brünig ersichtlich. Vor dem Mittag waren nur Innerschweizer an der Spitze.

Die Aussenseiter

Wer gewinnt seinen ersten eidgenössischen Kranz? Wer wird in den Ranglisten künftig mit drei Sternen aufgeführt? Die stärksten Nicht- Eidgenossen unter den Innerschweizern sind Joel Wicki, Marcel Bieri und Lutz Scheuber, der den eidgenössischen Kranz schon zwei Mal um einen Viertelpunkt verpasst hat. Bislang eine gute Saison absolviert haben unter anderen der Luzerner Joel Ambühl (sieben Kränze), der Urner Matthias Herger, der Schwyzer Michael Gwerder (fünf Kränze) oder der Obwaldner Stefan Ettlin (vier Kränze). Gespannt darf man den Auftritt des 17-jährigen Zugers Noe van Messel verfolgen, der auf dem Stoos überraschend Dritter wurde.

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