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FCL-Trainer Thomas Häberli: «Jede Vertragsverlängerung ist für mich ein grosser Erfolg.»

Thomas Häberli bleibt Trainer des FC Luzern und verlängert seinen Vertrag bis 2020. Sein erstes Ziel für die nächste Saison: Die Heimschwäche in eine Heimstärke verwandeln.
Raphael Gutzwiller
Daumen hoch bei Thomas Häberli: Sein FCL-Kontrakt wurde um ein Jahr verlängert. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (20. April 2019))

Daumen hoch bei Thomas Häberli: Sein FCL-Kontrakt wurde um ein Jahr verlängert. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (20. April 2019))

Es ist eine entspannte Atmosphäre, in der sich die Luzerner Sportverantwortlichen an diesem Montag nach dem letzten Meisterschaftsspiel bewegen. Zwar sind viele Fussballjournalisten an der Medienkonferenz anwesend, doch als Sportchef Remo Meyer kurz nach 10 Uhr die längst erwartete Vertragsverlängerung mit Thomas Häberli verkündete, ist sie nicht überraschend.

Die wichtigste sportliche Personalie kann der FC Luzern diesmal ohne Polemik verkünden. Es ist ein riesiger Kontrast zu jener Medienkonferenz im Februar, als der FCL die Entlassung von René Weiler kommuniziert hatte. Damals musste Meyer einen grossen Fehler einräumen, der den FC Luzern über eine Million Franken kostete. Weiler steht noch bis 2021 beim FCL unter Vertrag.

Vertrag am Sonntag unterschrieben

Diesmal aber ist man zufrieden in Luzern mit der Arbeit des Cheftrainers. «Er hat Stabilität reingebracht», bilanziert Meyer die fast 100 Tage von Häberlis Amtszeit. Tatsächlich sehen dies im Saal offenbar alle gleich. Meyer muss zur Vertragsverlängerung keine kritische Fragen beantworten. Zu reden gibt lediglich der Zeitpunkt bereits nach Saisonende. Zur Unterschrift sei es erst am Sonntag gekommen. «Wir wollten zuerst die Saison gut abschliessen», begründet Meyer. Häberli selber sagte: «Es soll nicht um mich gehen, sondern darum, was das Beste für den FC Luzern ist. Deshalb war es mir wichtig, dass wir im Hintergrund fast keine Energie für den Vertrag aufwendeten. Der Sport stand für uns klar im Vordergrund. Da war für mich auch die Vertragsdauer nicht so wichtig.»

Erneut präsentiert sich Häberli als einfacher Vertragspartner für den FC Luzern. Der Ballwiler, der bisher in Bern und Basel Assistenz- und Nachwuchstrainer war, schätzt offenbar die Chance, die er in Luzern erhält. Und er kennt auch genau die Mechanismen des Geschäfts. Er sagt: «Als ich hier angefangen habe, setzte ich mir als Ziel, so lange wie möglich zu bleiben. Damit ist jede Vertragsverlängerung ein grosser Erfolg.»

Die Vertragsverlängerung stellt keine Diskussion dar, obwohl Häberli noch die Konstanz fehlt. Ohne Zweifel hat er seine Ziele erreicht, mit dem Abstieg hatte er nie ernsthaft etwas zu tun. Am Ende reichte es für den fünften Platz, was immerhin die Europa-League-Qualifikation bedeutet.

Neben dem sportlichen Abschneiden sind auch andere Gründe entscheidend für die Verlängerung. Häberli ist ein Innerschweizer und kommt mit seiner bescheidenden Art gut an. Zudem setzt er, wie von Meyer erwartet, auf den eigenen Nachwuchs. Die jungen Talente haben unter Häberli weiter Fortschritte gemacht. Silvan Sidler ist als Linksverteidiger gesetzt, Idriz Voca bekommt mehr Vertrauen als noch unter Weiler und Ruben Vargas ist förmlich aufgeblüht. Der 20-jährige Flügelspieler darf übrigens in den nächsten Tagen mit der A-Nationalmannschaft trainieren. Es wird jedoch erwartet, dass er am 7. Juni statt in der Nations League mit dem U21-Nationalteam gegen Slowenien spielt. Natürlich hofft FCL-Trainer Thomas Häberli darauf, dass er auch auf Vargas in der kommenden Saison zählen kann.

Bereits jetzt freut sich Häberli auf diese nächste Saison. Und er weiss auch schon, wo er den Hebel ansetzen will: «Wir müssen gegnerische Standards besser verteidigen.» Und vor allem auch das dürfte das Publikum in Luzern freuen: «Wir wollen unbedingt wieder zu einer Heimmacht werden.» Der FCL war schliesslich das einzige Team der Super League, das auswärts mehr Punkte sammelte als zu Hause. Häberli wird die Arbeit also bestimmt nicht ausgehen.

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