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Die Nations League vergibt vier EM-Startplätze

Noch ein Wettbewerb mehr: der Nations Cup. Doch wie funktioniert er eigentlich? Neun Fragen zur Nations League und die Antworten dazu.
Etienne Wullemin
Sieger-Pokal der neuen Nations League. (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Lausanne, 24. Januar 2018))

Sieger-Pokal der neuen Nations League. (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Lausanne, 24. Januar 2018))

Um was geht es in der Nations League?

Zunächst einmal: Die Nations League ist ein Fussball-Länderwettbewerb. Ziel ist es, die verhassten Testspiele zu ersetzen mit einem Turnier, in dem es sportlich um etwas geht – via Nations League werden fortan vier EM-Startplätze vergeben.

Wo spielt die Schweiz?

Die 55 Fussball-Länder Europas wurden aufgrund der Fifa-Weltrangliste eingeteilt in vier Ligen – A bis D. Die Schweiz gehört in die beste Liga. Sie wurde in die Gruppe A2 gelost, mit Belgien und Island. Das bedeutet: Zwischen September und November 2018 bestreitet das Team von Vladimir Petkovic je ein Heim- und Auswärtsspiel gegen die beiden Kontrahenten. Der Gruppenletzte steigt in die Division B ab. Der Gruppensieger bestreitet im Juni 2019 das Finalturnier mit den anderen Gruppensiegern.

Ist der Sieger der Nations League direkt für die EM qualifiziert?

Hier wird es ein erstes Mal kompliziert. Die Antwort lautet: Nein! Der Nations-League-Sieger erhält Ruhm, Ehre und und Geld – aber noch keinen garantierten EM-Startplatz.

Was kann die Schweiz in der Nations League verdienen?

Das Startgeld in der Liga A beträgt 1,5 Millionen Euro. Gewinnt die Schweiz die Gruppe, erhält sie nochmals 1,5 Millionen Euro. Dazu kämen dann die Prämien für das Finalturnier (4. Platz 1,5 Millionen; 3. Platz 2,5 Millionen; Finalist 3,5 Millionen; Sieger 4,5 Millionen). Insgesamt locken also maximal 7,5 Millionen Euro. Die Uefa schüttet total 76,25 Millionen Euro Preisgeld aus.

Wie muss sich die Schweiz für die EM 2020 qualifizieren?

Am besten über den «normalen» Weg. Es wird eine EM-Qualifikation geben mit zehn Gruppen (Auslosung am 2.Dezember 2018). Die Spiele finden zwischen März und November 2019 statt. Die Gruppenersten und Gruppenzweiten nehmen an der EM teil.

Was ist der Vorteil der Nations League für die kleinen Fussball-Länder?

Die letzten vier EM-Startplätze werden via Nations League vergeben. Jede Liga hat dabei einen garantierten Teilnehmer. Das bedeutet: Die Gruppensieger der Klassen B, C und D bestreiten einen «Final 4» (Halbfinal + Final, nur je ein Spiel), der Sieger darf an die EM. Heisst: Eine der 16 schlechtesten Mannschaften Europas wird an die EM reisen.

Gibt es auch in der Klasse A einen «Final 4» um einen letzten EM-Startplatz?

Hier wird es ein zweites Mal kompliziert. Falls es aus der Liga A Mannschaften gibt, die über den «normalen» Weg noch nicht qualifiziert sind (wir denken spontan an Holland ...), bestreiten diese ebenfalls einen «Final 4». Wenn es weniger als vier noch nicht qualifizierte Mannschaften aus der Liga A gibt, dann dürfen die nächsten bestklassierten Teams aus der Klasse B nachrutschen und diesen «Final 4» bestreiten.

Gelten die Spiele in der Nations League als offizielle Pflichtspiele?

Ja. Das bedeutet: Es gibt nur drei Einwechslungen, so wie bei einem Qualifikationsspiel auch. Und auch: Wer für die Schweiz ein Spiel in der Nations League bestreitet, kann später nicht mehr für eine andere Nation spielen. Aktuell wäre das bei Kevin Mbabu und Albian Ajeti der Fall.

Wie ist die Ausgangslage in der Nations League für die Schweiz?

Nach der WM geht es für die Schweiz im Herbst 2018 vor allem um die Zukunft. Nationaltrainer Vladimir Petkovic muss beweisen, dass er noch der richtige Trainer für diese Equipe ist. Verschiedene jüngere Spieler werden Einsatzchancen erhalten und zeigen können, ob sie eine Alternative zu arrivierten Kräften sind. Die Nations League ist für Petkovic die Gelegenheit, den Umbruch einzuleiten. Los geht es für die Schweiz mit dem Heimspiel an diesem Samstag gegen Island. Favorit auf den Gruppensieg sind natürlich die Belgier.

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