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Die Niederlagen gleichen sich

Auch das dritte Spiel im Jahr 2019 verliert der FC Luzern, diesmal gleich mit 0:3 gegen Lugano. Und erneut muss ein Luzerner vorzeitig unter die Dusche – selbst der Goalie patzt trotz Wechsel erneut.
Raphael Gutzwiller
Blessing Eleke muss den Platz nach gelb-roter Karte verlassen – bereits der dritte Luzerner Feldverweis der Rückrunde. (Bild: M. Meienberger/Freshfocus (Luzern, 16. Februar 2019))

Blessing Eleke muss den Platz nach gelb-roter Karte verlassen – bereits der dritte Luzerner Feldverweis der Rückrunde. (Bild: M. Meienberger/Freshfocus (Luzern, 16. Februar 2019))

Derzeit braucht es offensichtlich wenig, um die Spieler des FC Luzern so richtig zu verunsichern. Ein Gegentor reicht dazu schon. Dies zeigte sich gestern bei der Partie gegen Lugano. Eigentlich war der FCL gut gestartet und hatte gezeigt, dass er unbedingt eine Reaktion zeigen möchte. Doch statt eine der vielen Torchancen zu verwerten, war es der Gegner aus dem Tessin mit seiner ersten Möglichkeit gewesen, der den Führungstreffer erzielte. Luganos Rückkehrer Armando Sadiku köpfelte an Mirko Salvi vorbei ins Luzerner Tor.

Und nach jener Aktion war es, als habe jemand bei den Luzernern einen Hebel umgeschaltet: von totaler Energie noch maximal auf Sparflamme. Voller Selbstvertrauen, Offensivdrang und Energie waren die Innerschweizer in die Partie gestartet, danach stotterte aber der FCL-Angriffsmotor, und in der Defensive wirkte man ängstlich und verunsichert. Zum Schluss des Spiels stand ein 0:3 – und die dritte Niederlage im dritten Rückrundenspiel.

«Wir sind auseinandergefallen», konstatierte nach der Partie Routinier Christian Schwegler. Auf die Frage, wie das passieren konnte, meinte er: «Vielleicht befinden wir uns in einem Reifeprozess. Wir haben derzeit aber bestimmt ein Mentalitätsproblem. Nach dem 0:1 hatte ich das Gefühl, dass viele Spieler von uns den Kopf hängen liessen. Wir haben zu früh den Glauben verloren, diese Partie noch gewinnen zu können.»

«Müssen uns viel cleverer verhalten»

Nutzniesser der Luzerner Krise waren gestern die Gäste aus dem Tessin. Noam Baumann, der Hünenberger im Tor des FC Lugano, strahlte nach der Partie, liess sich von Freunden und Familie feiern. Zu Recht: Der 22-Jährige hatte grossen Anteil am Sieg der Tessiner. In einer Startphase, die Luzern deutlich dominiert hatte, rettete der ehemalige Luzerner Junior, der im FCL-Nachwuchs einst aussortiert worden war, Mal um Mal entscheidend. Später war er weniger ge­fordert, weil Luzern den Mut in der Offensive verlor und Lugano mit gut gespielten Kontern dank Gerndt und Sabbatini zwei weitere Tore erzielen konnte.

Während Luganos Goalie gefeiert wurde, präsentierte sich der Torhüter im Dress des FC Luzern erneut unglücklich. Dabei hatte Trainer René Weiler nach zwei Goaliefehlern im Spiel gegen Sion (1:3) seine Torhüter ausgetauscht. Statt David Zibung stand Mirko Salvi im Tor. Doch der ehemalige Lugano-Goalie zog einen schlechten Abend ein und sah bei allen drei Gegentoren schlecht aus.

Aber fast noch mehr zu denken geben als die Torhüterposition dürfte Trainer René Weiler die Parallelen der drei Niederlagen zum Rückrundenauftakt. Gegen Xamax (1:2), Sion (1:3) und gegen Lugano beendete der FCL das Spiel nur mit zehn Spielern. Blessing Eleke sah in der 69. Minute die gelb-rote Karte. Waren die beiden ersten Platzverweise spät (Simon Grether gegen Xamax) oder umstritten (Ruben Vargas gegen Sion) gewesen, war der Fall bei Eleke klar. Zweimal fuhr er seine Ellenbogen unnötigerweise vor Standardsituationen aus, zweimal sah er die gelbe Karte. Spätestens da war das Spiel entschieden. «Das ist unglaublich», fand Captain Christian Schneuwly. «Es kann nicht sein, dass wir jedes Spiel zu zehnt beenden. Wir müssen uns viel cleverer verhalten.» Christian Schwegler ergänzte: «Wenn man schon Gelb hat, muss man sich dieser Tatsache bewusst sein und entsprechend anders in die Zweikämpfe steigen. Da müssen wir uns das Wort Disziplin wieder auf die Fahne schreiben.»

Nach drei Niederlagen innerhalb von sieben Tagen ist für den FCL der Fehlstart in die Rückrunde definitiv perfekt.

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