Die positiven Erinnerungen der Biathletin Lena Häcki

Die Engelberger Biathletin Lena Häcki will beim Weltcup-Auftakt in Östersund ihren Aufstieg fortsetzen.

Jörg Greb
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Zuversicht vor dem Saisonstart: Lena Häcki.

Zuversicht vor dem Saisonstart: Lena Häcki.

Gian Ehrenzeller, Keystone

Mit dem Ort verbindet Lena Häcki vorzügliche Erinnerungen. In Östersund, dem Biathlon-Mekka in Schweden, glückte der 24-Jährigen vor drei Jahren der erste Exploit bei der ­Elite. Rang 4 belegte sie im Weltcuprennen, 20-mal traf sie ins Schwarze. Sie blieb ohne Fehlschuss. Viele Athletinnen mit grossen Namen gratulierten ihr. Seither zählt die Obwaldnerin zu den Leistungs- wie Hoffnungsträgerinnen im Schweizer Team.

An diesem Wochenende kehrt Häcki nach Östersund ­zurück. Denn dort startet die Weltcupsaison. «Die Vorfreude ist riesig», sagt sie. Wohl fühlt sie sich nicht nur des einstigen Erfolgserlebnisses wegen. Entscheidend trägt auch bei, was bei ihr in den letzten Monaten gelaufen ist. Einen «extrem guten Sommer ohne Verletzung, ohne gesundheitlichen Rückschlag mit qualitativ vorzüglichen Trainings» hat sie hinter sich. Sie machte Fortschritte und sah diese auch in den drei standardisierten Leistungstests im Herbst bestätigt. Überall gelangen ihr persönliche Bestleistungen.

2016 gelang Lena Häcki in Östersund der Durchbruch.

2016 gelang Lena Häcki in Östersund der Durchbruch.  

Christian Manzoni/Freshfocus

Mehr Konstanz beim Schiessen

Für Zuversicht haben die letzten Monate generell gesorgt. Vielfach trainierte sie im deutschen Ruhpolding und schloss sich den deutschen Biathleten an, zu denen auch ihr Freund zählt. Der Standort war auch vorteilhaft für den Austausch mit der Schweizer Nationaltrainerin Sandra Flunger. Die Österreicherin lebt in der Nähe von Ruhpolding. Dies ermöglichte ein enges Zusammenarbeiten ohne grossen Aufwand auch neben den offiziellen Trainingslagern. Profitiert hat sie dabei vor allem im Schiessen.

Noch mehr Konstanz erwartet und erhofft sich Häcki dadurch im Liegend- und Stehendschiessen und natürlich hinsichtlich ihres Gesamtauftritts. In der Vergangenheit glückten ihr immer wieder herausragende Ergebnisse. Gleichzeitig musste sie aber auch oft enttäuschende Klassierungen hinnehmen. Das soll sich nun ändern. Regelmässig Klassierungen in den besten 20 sollen gelingen. Und die Ausreisser nach oben sollen natürlich bestehen bleiben oder sogar noch häufiger werden.

Kaum Sonne in Schweden

Beginnen wird die Weltcupsaison heute mit der Mixed-Staffel: «Ein toller Auftakt, da liegt einiges drin», sagt Häcki. Sie rechnet sich gute Chancen auf einen Spitzenrang aus. Und ebenso gilt das für den Einzel-­Sprint am Sonntag: «Mein Gefühl stimmt und ich hoffe, die Lockerheit ins Rennen zu nehmen.» Ihr Optimismus wurde während der letzten zehn Tagen grösser. Sie trainierte mit der Weltcup-Equipe (ohne Selina Gasparin) in Idre, in Schweden. «Tolle Loipen, viel Schnee, die perfekte Einstimmung», sagt sie dazu. Da liess sich auch verkraften, dass sich die Sonne tagsüber kaum noch zeigte. «Grau in Grau» war vorherrschend. Doch um den letzten Schliff zu holen, passte der Ort vorzüglich. Zwei Testrennen gegen die Schweizerinnen und die Schwedinnen haben ihren Optimismus zusätzlich untermauert. «Es lief wie gewünscht.» Lena Häcki ist bereit.

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