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Die grosse Vorschau auf die Premier League: Alle gegen Manchester City

Manchester United und Leicester eröffnen am Freitag die Saison in der Premier League. Der Titel wird wohl erneut über Manchester City führen. Ein Überblick über die 20 Mannschaften, ihre Hoffnungsträger und ihre Ziele.
Sergio Dudli
Manchester City geht als Titelverteidiger und Favorit in die Saison. (Bild: EPA)

Manchester City geht als Titelverteidiger und Favorit in die Saison. (Bild: EPA)

Arsenal

Unai Emery hat neu das Sagen bei Arsenal. (Bild: AP)

Unai Emery hat neu das Sagen bei Arsenal. (Bild: AP)

Saison eins nach Arsène Wenger. Sein Nachfolger Unai Emery hat die Aufgabe, den Verein wieder in die Champions League zu führen, die zuletzt zwei- mal verpasst wurde. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, verstärkten die Londoner ihre Defensive. Neben Stefan Lichtsteiner verpflichtete Arsenal noch Dortmunds Sokratis, Goalie Bernd Leno von Leverkusen und den defensiven Mittelfeldspieler Lucas Torreira von Samporia. Entscheidend wird sein, wie schnell die Ideen von Emery umgesetzt werden.

Bournemouth

Steve Cook (rechts) und Bournemouth gehen in die vierte Saison im Oberhaus. (Bild: EPA)

Steve Cook (rechts) und Bournemouth gehen in die vierte Saison im Oberhaus. (Bild: EPA)

Der Club mit dem kleinsten Stadion der Liga mit Platz für rund 11 500 Zuschauer hat sich seit dem ­Aufstieg vor drei Jahren in der Premier League etabliert. Star des Teams ist Trainer Eddie Howe. Der 40-jährige Engländer steht in seinem sechsten Jahr unter Vertrag und ist damit der dienstälteste Coach der Liga. Auf der Insel ist Howe dank seines Offensivfussballs hoch angesehen und wird immer wieder mit grossen Clubs oder dem Posten des englischen Nationaltrainers in Verbindung gebracht.

Brighton

Brightons Captain ist der 37-jährige Brasilianer Bruno (Bild: Alamy)

Brightons Captain ist der 37-jährige Brasilianer Bruno (Bild: Alamy)

Der Testspielgegner des FC St. Gallen (1:1) geht in seine zweite Saison im Oberhaus. Das Team agiert aus einer stabilen Abwehr heraus, die von Australiens Nummer eins Matthew Ryan dirigiert wird. Der Deutsche Pascal Gross gehörte mit 15 Torbeteiligungen zu den Entdeckungen der Vorsaison. Fleissigster Abnehmer seiner Vorlagen: Glenn Murray. Der 34-Jährige war mit zwölf Toren bester Torschütze des Clubs und nach Harry Kane, Jamie Vardy und Raheem Sterling der treffsicherste Engländer.

Burnley

Burnley Trainer Sean Dyche (rechts) wird auf der Insel "Ginger Mourinho" genannt. (Bild: Epa)

Burnley Trainer Sean Dyche (rechts) wird auf der Insel "Ginger Mourinho" genannt. (Bild: Epa)

Das Team aus dem Norden war 2017/2018 das Überraschungsteam. Wie Bournemouth profitiert auch Burnley vom Wirken des Mannes an der Seitenlinie. Sean Dyche, aufgrund seines roten Bartes auch «Ginger Mourinho» genannt, führte Burnley auf Rang sieben. Nur die fünf Spitzenteams liessen in den 38 Spielen weniger Gegentore zu als deren 39, die Burnley zu verzeichnen hatte. Prominentester Neuzugang ist Goalie Joe Hart, der sich mit dem derzeit verletzten Nick Pope um die Nummer eins streiten wird.

Cardiff

Neil Warnock hat nur ein Ziel mit Cardiff: den Klassenerhalt. (Bild: KEY)

Neil Warnock hat nur ein Ziel mit Cardiff: den Klassenerhalt. (Bild: KEY)

Der Aufsteiger gilt als Abstiegsaspirant Nummer eins. Die Waliser spielen einen Fussball, der noch aus den Jungendzeiten ihres 69-jährigen Trainers Neil Warnock stammen dürfte: weite Bälle, hohe Laufbereitschaft, harte Zweikämpfe. Mit diesem Spielstil pflügte sich Cardiff durch die zweitklassige Championship. Verstärkt hat sich der Club bisher ausschliesslich mit Spielern aus ebendieser Liga. Das ist konsequent, aber letztlich fehlt die spielerische Klasse für den Klassenerhalt.

Chelsea

Goalie Kepa Arrizabalaga hütet anstelle von Thibaut Courtois das Chelsea-Tor. (Bild: EPA)

Goalie Kepa Arrizabalaga hütet anstelle von Thibaut Courtois das Chelsea-Tor. (Bild: EPA)

Nachdem der Titelverteidiger die vergangene Saison nur auf Platz fünf beendet hatte, musste Trainer Antonio Conte seinem italienischen Landsmann Maurizio Sarri weichen. Der 59-Jährige kam aus Neapel und ist ein atypischer Chelsea-Trainer: ruhig, ­zurückhaltend und ohne vorzuweisende Erfolge. Neben seiner Verpflichtung gab es eine Rotation auf der Goalie-Position: Thibaut Courtois wechselte zu Real Madrid, dafür kam für die Rekordsumme von 92 Millionen Franken Kepa Arrizabalaga aus Bilbao.

Crystal Palace

Kein Wilfried Zaha, keine Punkte - Zaha ist die grosse Figur bei den Londonern. (Bild: AP)

Kein Wilfried Zaha, keine Punkte - Zaha ist die grosse Figur bei den Londonern. (Bild: AP)

Das Team des ehemaligen Schweizer Nationaltrainers Roy Hodgson lebt von der Klasse von Wilfried Zaha. Der 25-Jährige von der Elfenbeinküste spielt am liebsten auf dem Flügel, dort kommen seine Schnelligkeit und die Stärke im Dribbling am besten zur Geltung. Dazu ist Zaha sehr torgefährlich, er traf in der ­vorherigen Saison in jedem dritten Spiel. Allerdings gilt er als verletzungsanfällig. Schlecht für Crystal Palace: In der Vorsaison holte der Club aus London in den neun Spielen ohne Zaha keinen Punkt.

Everton

Everton möchte den Rivalen Liverpool überflügeln (Bild: AP)

Everton möchte den Rivalen Liverpool überflügeln (Bild: AP)

Rund 60 Millionen Franken hat Everton für den brasilianischen Mittelfeldspieler Richarlison an Watford gezahlt. Weitere 35 Millionen für den Kolumbianer Yerry Mina von Barcelona. Bereits vor einem Jahr warfen die Liverpooler mit Geld um sich. Kurz darauf fand sich das zusammengewürfelte Team im Tabellenkeller wieder, Trainer Ronald Koeman wurde entlassen. Sam Allardyce führte den Verein noch auf Platz acht – und musste gehen. Jetzt soll Marcos Silva verhindern, dass sich alles wiederholt.

Fulham

Der 18-jährige Ryan Sessegnon ist eines der grössten Talente Englands. (Bild: KEY)

Der 18-jährige Ryan Sessegnon ist eines der grössten Talente Englands. (Bild: KEY)

Der Aufsteiger ist einer der Transfersieger. Mit Jean Michaël Seri kam ein Mittelfeldspieler für 40 Millionen Franken aus Nizza, den einst Barcelona auf dem Zettel hatte. Dazu kommen weitere Neuzugänge wie der Deutsche André Schürrle oder Aleksandar Mitrovic, der an der WM für Serbien gegen die Schweiz einen Treffer verbuchte. Aushängeschild ist der erst 18-jährige Ryan Sessegnon, der bereits über 70 Profispiele absolviert und in der Aufstiegssaison 15 Tore erzielt hat. Marktwert: 30 Millionen Franken.

Huddersfield

Huddersfields Aaron Moy (links) war mit Australien an der WM. (Bild: KEY)

Huddersfields Aaron Moy (links) war mit Australien an der WM. (Bild: KEY)

Bis Ende Mai war der Aufstieg der grösste ­Erfolg in der Vereinsgeschichte. Seither ist es der Klassenerhalt. Das Team des deutschen Trainers David Wagner behauptete sich entgegen allen Prognosen in der Premier League – trotz des schwächsten Sturms und des zweitschlechtesten Torverhältnisses. Fester Bestandteil der Startelf ist der Schweizer Florent Hadergjonaj. Huddersfield verzichtete grösstenteils auf Neuzugänge und setzt auf bewährte Kräfte. Das harmonische Umfeld ist die grosse Stärke.

Leicester

Jamie Vardy gehört zu den treffsichersten Stürmer der Premier League. (Bild: AP)

Jamie Vardy gehört zu den treffsichersten Stürmer der Premier League. (Bild: AP)

Der Meister der Saison 2015/2016 muss den Abgang von Riyad Mahrez verkraften. Im Meisterjahr zum besten Spieler der Liga gewählt, schnürt der Algerier seine Schuhe künftig für Manchester City. Dennoch verfügt Leicester mit Jamie Vardy nach wie vor über einen Stürmer mit eingebauter Torgarantie und mit Kasper Schmeichel über einen sicheren Rückhalt. Nehmen die Konterspezialisten einmal Tempo auf, können sie jede Mannschaft vor Probleme stellen. Ein einstelliger Tabellenplatz liegt drin.

Liverpool

Xherdan Shaqiri spielt seit dieser Saison bei Liverpool. (Bild: EPA)

Xherdan Shaqiri spielt seit dieser Saison bei Liverpool. (Bild: EPA)

Der Club von Xherdan Shaqiri hat sein Problem für 72 Millionen Franken behoben: Mit Alisson, der aus Rom gekommen ist, verfügt Liverpool erstmals seit Jahren über einen Weltklassetor­hüter. Zusammen mit Naby Keita, der von Leipzig verpflichtet wurde, soll Alisson die defensiven Schwächen des Teams von Jürgen Klopp ausmerzen. Mit der gefestigten Abwehr und dem Offensivtrio Mohamed Salah, Roberto Firmino und Saido Mané verfügt Liverpool über die Mittel, um Manchester City herauszufordern.

Manchester City

Sergio Agüero ist einer der vielen Stars bei Manchester City (Bild: AP)

Sergio Agüero ist einer der vielen Stars bei Manchester City (Bild: AP)

100 Punkte, 106 Tore und 19 Punkte Vorsprung – das waren die eindrücklichen Zahlen von Meister Manchester City in der vergangenen Saison. Der Meistertitel war für das Team von Pep Guardiola nie in Gefahr. Kevin De Bruyne, Sergio Agüero, David Silva – die Liste der Stars ist lang. Ein Team, das nicht zahlreiche Verstärkungen braucht, sondern mehr Zeit, um Guardiolas Ideen zu perfektionieren. Gelingt das, führt kein Weg an Manchester City vorbei. Auch in der Champions League liegt einiges drin.

Manchester United

José Mourinho steht bei Manchester United unter Druck. (Bild: EPA)

José Mourinho steht bei Manchester United unter Druck. (Bild: EPA)

Trotz Platz zwei in der Vorsaison ist die Stimmung gedrückt: José Mourinho stänkerte in der Vorbereitung, weil er – wie alle anderen Trainer auch – ohne seine WM-Stars trainieren musste. Dazu löst die defensive Spielweise des Teams unter dem Portugiesen keine Euphorieschübe aus. Die glorreichen Zeiten scheinen weit entfernt, der einst unbedeutende Stadtrivale mit Mourinhos Gegenpol Guardiola an der Seitenlinie ist dem grossen Manchester United den Rang abgelaufen. Mourinho muss liefern.

Newcastle

Newcastle-Trainer Rafael Benitez gewann 2005 mit Liverpool die Champions League. (Bild: KEY)

Newcastle-Trainer Rafael Benitez gewann 2005 mit Liverpool die Champions League. (Bild: KEY)

Das grösste Problem bei Newcastle heisst Mike Ashley. Die Fans sprechen dem Eigentümer des Clubs sämtlichen Fussballfachverstand ab. Unter ihm gab es zwei Abstiege. Zudem weigert sich der Besitzer, Geld für Transfers auszugeben, da er den Club verkaufen will. Grösster Trumpf Newcastles ist Trainer Rafael Benitez. Der ehemalige Coach von Real Madrid und Liverpool muss sich auch in dieser Saison mit dem Abstiegskampf beschäftigen. Das ändert auch die Verpflichtung von Fabian Schär nicht.

Southampton

Southampton hofft nach einer schwierigen Saison auf ruhigere Zeiten. (Bild: AP)

Southampton hofft nach einer schwierigen Saison auf ruhigere Zeiten. (Bild: AP)

Ralph Krueger, der ehemalige Trainer des Schweizer Eishockey­nationalteams, ist Vorstandsvorsitzender des Clubs. Sein teuerster Neuzugang ist der frühere Basler Mohamed Elyounoussi, der rund 24 Millionen Franken kostete. Southampton profitierte jahrelang von der guten Jugendarbeit. Gareth Bale, Adam Lallana, Theo Walcott – sie alle durchliefen in der Hafenstadt die Nachwuchsteams. Doch dieser Jungbrunnen ist versiegt, die Abstiegsangst geht um.

Tottenham

Tottenham ist Harry Kane. 108 Tore in 153 Spielen in der Premier League machen den Stürmer zu einem der wertvollsten Spieler der Welt. Im Sommer verlängerte er seinen Vertrag vorzeitig bis 2024 – ein Zeichen an die Konkurrenz, dass er mit den Londonern den Titel holen will. Vor zehn Jahren gewann der Club den unwichtigen Ligapokal. Der letzte Meistertitel? 1961. Auf Transfers wurde verzichtet. Das könnte sich aufgrund der vielen Spiele rächen.

Watford

Watfords Captain Troy Deeney (Mitte) war einst mehrere Monate lang im Gefängnis. (Bild: AP)

Watfords Captain Troy Deeney (Mitte) war einst mehrere Monate lang im Gefängnis. (Bild: AP)

Angeführt wird Watford, dessen Präsident einst Elton John war, von Troy Deeney. Der 30-Jährige geriet er in seiner Jugend immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt und war dem Alkohol nicht abgeneigt. Mit 18 Jahren arbeitete Deeney als Maurer, bevor er alkoholisiert in einem Amateurspiel sieben Tore erzielte und einen Profivertrag erhielt. 2012 verprügelte er einen Studenten und musste ins Gefängnis. Heute ist er ein Vorzeigeprofi und soll Watford vor dem Abstieg bewahren.

West Ham

Jack Wilshere (links) und Felipe Anderson spielen neu bei West Ham. (Bild: AP)

Jack Wilshere (links) und Felipe Anderson spielen neu bei West Ham. (Bild: AP)

An West Ham lässt sich aufzeigen, welche Mittel die Premier League hat: Weit über 100 Millionen Franken gaben die Londoner für Neuzugänge aus. Dafür gab es unter anderem Andriy Yarmolenko von Dortmund, Jack Wilshere von Arsenal oder Lazios Felipe Anderson. Allein Letzterer kostete 44 Millionen. Durch den Einzug ins moderne Olympiastadion litt das Image des Arbeiterclubs. Mit gekauftem Erfolg wollen die Verantwortlichen die Gunst der Fans zurückgewinnen.

Wolverhampton

Nuno Espírito Santo ist Trainer bei Wolverhampton und einer von zahlreichen Portugiesen im Team. (Bild: EPA)

Nuno Espírito Santo ist Trainer bei Wolverhampton und einer von zahlreichen Portugiesen im Team. (Bild: EPA)

Scherzhaft wird der Aufsteiger «die Nationalmannschaft Portugals» genannt. Nicht weniger als sieben Portugiesen stehen bei Wolverhampton unter Vertrag. Trainer Nuno Espírito Santo? Ebenfalls ein Portugiese. Im Kader finden sich unter anderem Portugals Nationalgoalie Rui Patricio und der alternde Europameister Joao Moutinho. In der zweithöchsten Liga konnte dem Club niemand das Wasser reichen. Experten rechnen mit dem souveränen Klassenerhalt.

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