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Die schnelle Beförderung von Livio Langenegger

Livio Langenegger schafft es im Schnellzug von der EVZ Academy in die erste Mannschaft des EV Zug.
Sven Aregger
Livio Langenegger steht nun vermehrt im EVZ-Rampenlicht. Bild: PD

Livio Langenegger steht nun vermehrt im EVZ-Rampenlicht. Bild: PD

Manchmal kann es schnell gehen im Leben: Anfang Saison stand Livio Langenegger noch in der Swiss League im Einsatz – als Captain der EVZ Academy. Aber vor knapp zwei Wochen ist der Stürmer kurzerhand befördert worden. Als er am Montag vor einer Woche zum Academy-Training kam, hiess es, dass er mit der ersten Mannschaft aufs Eis gehe. Und bereits einen Tag später gab der 21-jährige Schwyzer beim 5:1-Sieg gegen Servette seinen Einstand in der National League. Es waren aufregende Tage für Langenegger. Er sagt: «Ich konnte mir gar nicht viele Gedanken machen, alles ging so schnell. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.»

Seither hat er drei Spiele mit Zug absolviert, am Mittwoch in der Champions League glückte ihm das erste Tor zum 5:2-Endstand gegen Pilsen. «Es war ein spezieller Moment, gerade auch weil Yannick Zehnder und Sven Leuenberger mit mir auf dem Eis standen», erzählt Langenegger. «Mit ihnen habe ich lange im Nachwuchs gespielt.»

Verbundenheit mit dem Stammverein

Langenegger wechselte 2013 vom EHC Seewen zum EV Zug. Er stammt aus einer sportverrückten Familie. Seine verstorbene Mutter war Kunstturnerin. Der Vater, ein ehemaliger Fussballer des FC Ibach, amtete als Nachwuchschef im EHC Seewen. Mit seinem Stammverein verbindet Livio Langenegger immer noch viel, er hat Kollegen in Seewen und schaut sich, wenn immer möglich, die Spiele des Klubs in der drittklassigen MySports-League an. Aber seine persönlichen Ziele liegen im Profi-Eishockey. «Ich will die Gelegenheit in der National League packen», sagt der Flügel, der in der Zuger Hockey Academy die KV-Lehre absolviert hat und gegenwärtig die Berufsmatura nachschiebt.

Am Beispiel von Langenegger zeigt sich, wie der EVZ als Ausbildungsverein funktionieren will. Er hat sich das sportliche Ziel gesetzt, jede Saison eines bis zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs im National-League-Team zu integrieren. Sie sollen im Kader für die Breite sorgen. Trainer Dan Tangnes sagt: «Ich erwarte, dass einer der Jungen am Saisonende ein Spieler ist, der den Unterschied machen kann. Einer, den man vorher nicht auf der Rechnung hatte.» Langenegger ist ein Kandidat, genauso wie Goalie Luca Hollenstein (19) und Verteidiger Dario Wüthrich (20).

In der Vorsaison war Stürmer Sven Leuenberger (20) die positive Überraschung. Neben Leuenberger sind in der jüngeren Vergangenheit die früheren Academy-Spieler Tobias Geisser (20), der mittlerweile in Nordamerika sein Glück versucht, Yannick Zehnder (21), Livio Stadler (21) und Thomas Thiry (22) in der ersten Mannschaft eingegliedert worden. Im Klub hofft man nun, dass sie den nächsten Schritt machen, mehr Verantwortung übernehmen. «In der ersten Saison sind die Erwartungen niedrig, die Jungen können befreit auftreten», sagt Tangnes. «In der zweiten Saison, wenn die Ansprüche steigen, wird es üblicherweise etwas schwieriger. Mental ist das ein Unterschied.» Aber Tangnes ist wie so häufig optimistisch. «Sie entwickeln sich positiv und stehen für die Glaubwürdigkeit des EV Zug. Schliesslich gehört die Nachwuchsförderung zur Identität der Organisation. Wir geben jungen Spielern das Vertrauen.» Das spürt jetzt auch Stürmer Livio Langenegger.

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