Aerobic
Taktgefühl allein reicht nicht aus: So spektakulär war der Zuger Aerobic-Cup

Vor den Schweizer Meisterschaften holten sich die Turnerinnen und Turner den letzten Schliff am Zuger Aerobic-Cup.

Stefanie Meier
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Die Schlussformation des DTV Küssnacht.
8 Bilder
Fröhliche Gesichter beim DTV Küssnacht.
Auch die Bodenübungen gehören dazu.
Die Jury bei der Arbeit
Viel Enthusiasmus beim DTV Küssnacht.
Trotz körperlicher Anstrengung bleibt das Lachen in den Gesichtern.
Eine Athletin des DTV Küssnacht.
Körperbeherrschung pur.

Die Schlussformation des DTV Küssnacht.

Bilder: Christian Herbert Hildebrand

Dynamisch, vielfältig, ausdrucksstark – so lässt sich die Disziplin Aerobic gut beschreiben. Nach einer coronabedingten Absage und einer Lightversion im vergangenen Jahr lud das sechsköpfige Organisationskomitee um Präsident Roland Aschwanden heuer zur 17. Austragung des Zuger Aerobic-Cups. Rund 50 Vereine mit 420 Athletinnen und Athleten überzeugten mit tänzerischen, akrobatischen und koordinativ hochstehenden Darbietungen.

Für die meisten von ihnen war es die letzte Standortbestimmung im Hinblick auf die Schweizer Meisterschaften von Ende Oktober in Pfäffikon SZ. Dabei zeigte sich schnell: Taktgefühl allein reicht nicht aus, um ganz vorne mitzumischen. Nebst einer sauberen Ausführung und koordinativen Fähigkeiten ist im Aerobic die Ausstrahlung von grosser Bedeutung. Mit der notwendigen Wettkampfsicherheit und Routine wollen die Teams in vier Wochen in Pfäffikon reüssieren.

Küssnachterinnen werden knapp geschlagen

Hat man noch nicht sonderlich viel Wettkampferfahrung, kann der Nervositätspegel schon mal in die Höhe schiessen. Der Maturaarbeit von Lea Schwindl ist es zu verdanken, dass sie und ihre Kolleginnen Larissa Marty, Nadja Dettling und Nicole Hadinata (TA Brunnen) in der Kategorie 3er–5er Aktive teilnehmen. «Unser Team gibt es seit zwei Jahren. Ich habe anlässlich meiner Maturaarbeit ein Aerobic-Programm choreografiert», erzählt Schwindl. «Wir haben dann entschieden, weiterzumachen und heuer an den Schweizer Meisterschaften anzutreten. In erster Linie möchten wir Wettkampferfahrung sammeln und uns von anderen Teams und deren Choreografien inspirieren lassen.» Auch in den Kategorien Jugend und Aktive ist der Turnverein Brunnen vertreten.

Mit dem DTV Küssnacht startete ein weiterer Zentralschweizer Verein am Zuger Aerobic-Cup. Das Team, bestehend aus 14 Turnerinnen, zog als Leader der Hauptrunde in den Final der Kategorie Aktive ein. Im Finaldurchgang mussten sich die Küssnachterinnen dann nur knapp dem DTV Laupersdorf Aktive 2 geschlagen geben. Doch mit Rang 2 zeigte sich allen voran das Trainer-Duo Olivia Konrad und Patricia Pellaton mehr als zufrieden. «Wir haben im Sommer aufgrund von drei Verletzungen das gesamte Programm umgeschrieben. Und so war das nun unser erster Wettkampf in dieser neuen Konstellation.» Noch vier Wochen bleiben bis zu den Schweizer Meisterschaften. Worauf legen die Küssnachterinnen in den nächsten Trainings ein besonderes Augenmerk? «Wir sehen Verbesserungspotenzial im Bereich der Synchronität und der korrekten Ausführung der Schritte. Zudem wollen wir noch etwas mehr Sicherheit bei den Akrobatik-Elementen gewinnen.» Gelingt ihnen in vier Wochen eine zufriedenstellende Darbietung, sollten sie ihrem Ziel, dem Finaleinzug, einen grossen Schritt näherkommen.

Der Zuger Aerobic-Cup ist und bleibt ein beliebter Wettkampf in der Szene. Das eingespielte Organisationskomitee profitiert von einem guten Ruf, einem attraktiven Teilnehmerfeld und den optimalen Wettkampfbedingungen in der Zuger Sporthalle Herti. «Unser grösster Lohn ist die einzigartige Wettkampfstimmung und die zufriedenen Gesichter der Athletinnen und Athleten», sagt Patricia Imbach, Verantwortliche Sponsoring. «Wir sind ein sehr beständiges OK und konnten dank unserer Erfahrung und den vielen persönlichen Kontakten im Vorjahr eine Light-Version auf die Beine stellen. Viele Vereine haben sich gefreut, trotz Corona einen Wettkampf zu absolvieren.»

Kopf und Körper bereiten sich vor

Bestens vorbereitet richten die Vereine den Blick in Richtung Saisonhighlight. Es wird nun fleissig an der Technik gefeilt. Kopf und Körper bereiten sich entsprechend auf den Wettkampf aller Wettkämpfe vor. Und dann heisst es: In sich gehen, tief durchatmen, abrufen, was gelernt ist, und dabei ganz viel Spass haben. Die nationalen Titelkämpfe können kommen.

Hinweis: Resultate finden Sie unter www.zugeraerobiccup.ch