Champions League

Die Viertelfinals der Königsklasse stehen fest – die Reaktionen der Fussballwelt

Bayern München gegen Real Madrid oder Juventus gegen Barcelona. Allein diese zwei Duelle lassen das Herz eines jedes Fussballfans höher schlagen. Am Donnerstag wurden die Viertelfinals der Champions League ausgelost. Twitter lief daraufhin heiss.

Anes Filan und Leo Eiholzer
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Die Viertelfinal-Duelle versprechen viel.

Die Viertelfinal-Duelle versprechen viel.

Keystone

Borussia Dortmund - AS Monaco

Der Bundesligist Borussia Dortmund wird auf die AS Monaco aus der französischen Ligue 1 treffen. Trotz der kleinen Fläche des Stadtstaates sollte die AS nicht unterschätzt werden. Unter anderem haben sie Radamel Falcao in ihren Reihen, der diese Saison wieder richtig auf Touren gekommen ist. In 29 Spielen für Monaco erzielte er 22 Tore und vier Assists. Falcao, der auf Social Media sehr aktiv ist, freut sich auf die Deutschen.

Die portugiesischen Nationalmannschaftskollegen Raphaël Guerreiro (Dortmund) und Bernardo Silva (Monaco) freuen sich ebenfalls auf das Duell.

Atletico Madrid - Leicester City

Der englische Überraschungs-Meister bekommt es nach dem FC Sevilla mit dem nächsten spanischen Team zu tun. Die «Foxes» treffen auf Atletico Madrid. Die Mannschaft von Diego Simeone spielt einen ähnlichen Fussball wie Leicester. Hart, direkt und schnell. Die englische Fussball-Ikone Gary Lineker (194 Spiele für Leicester) hätte jedoch lieber den FC Barcelona als Viertelfinal-Gegner gehabt (Lineker spielte auch Dress des FC Barcelona). «Das muss bis ins Halbfinal warten.»

Real Madrid - FC Bayern München

Jetzt sind die echten Klassiker an der Reihe. Real Madrid gewann die Champions League elf Mal, Bayern München fünf Mal. Von den zehn K.-o.-Spielen, die die Klubs gegeneinander ausgetragen haben, gewannen beide je fünf. Javi Martinez hofft dieses Gleichgewicht auf die Seite der Deutschen zu kippen.

Die Bilder zum Duell 2014:

Der Captain von Real Madrid, Sergio Ramos, jubelt mit seinen Mitspielern über das zweite Tor der Spanier.
5 Bilder
C. Ronaldo schiesst das 4:0 per Freistoss.
Die Königlichen bejubeln den Triumph über die Münchner.
Enttäuschte Gesichter bei den Bayern.
Enttäuschte Gesichter bei den Bayern.

Der Captain von Real Madrid, Sergio Ramos, jubelt mit seinen Mitspielern über das zweite Tor der Spanier.

Keystone

Teamkollege Mats Hummels freut sich auf das Wiedersehen mit den Madrilenen. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in der Champions League liegt nicht weit zurück. 2014 konnte Real Madrid die Münchner mit einem Gesamtskore von 5:0 aus dem Halbfinal der Königsklasse werfen. Hummels spielte damals noch bei Dortmund. Aber auch er traf 2014 mit den Dortmundern auf die Königlichen. Im Viertelfinal verlor er aber insgesamt mit 2:3 gegen Real Madrid.

Der Spanier Xabi Alonso freut sich ebenfalls auf die Viertelfinal-Spiele gegen die alten Teamkameraden aus Madrid. Nach seinem Engagement bei Liverpool (2004 bis 2009, Champions League-Titel 2004) spielte der Spanier fünf Jahre bei Real Madrid (158 Spiele, vier Tore), wo er 2014 die Champions League zum zweiten Mal gewinnen konnte. Xabi Alonso hat für das Ende dieser Saison seinen Rücktritt angekündigt. Es ist also gut möglich, dass er seine Champions-League-Karriere in seiner alten Heimstädte, dem Estadio Santiago Bernabéu, beenden wird.

Lothar Matthäus (113 Spiele und 57 Tore für die Bayern):

«Bayern München kann Madrid bezwingen. Dazu gehören aber zwei Top-Leistungen - da muss alles stimmen. Wenn der FC Bayern an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpft, dann gehen sie als leichter Favorit in das Viertelfinale.»

Juventus Turin - FC Barcelona

Juventus bekommt schon im Viertelfinal der Champions League die Chance, sich wegen der 1:3-Niederlage am FC Barcelona zu rächen. die tschechische Klub-Legende Pavel Nedved freut sich auf das Spiel und meint, dass sich Juventus seit 2015 stark verbessert hat und dass sie ohne Angst gegen die Katalonier spielen können.

Gleichzeitig kommt es beim Duell zu einem emotionalen Wiedersehen. Juve-Rechtsverteidiger Dani Alves wird seine alten Freunde aus Barcelona auf dem Fussballplatz wiedersehen. Der Brasilianer spielte von 2008 bis 2016 für die Spanier (247 Spiele, 14 Tore). Dani Alves hätte aber lieber eine andere Mannschaft zugelost bekommen. «Das Duell mit Barcelona wird sich komisch anfühlen.»