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Die Weibels laufen mit neuen Schuhen für den kranken Vater

Die Weibels aus Willisau nahmen am 10-km-Lauf teil – wenn auch ein wenig dezimiert.
Turi Bucher
Gratulationswünsche der Töchter Nadja (links) und Fiona (rechts) für Papa Reto und Grossmutter Romy Weibel. (Bild: Corinne Glanzmann)

Gratulationswünsche der Töchter Nadja (links) und Fiona (rechts) für Papa Reto und Grossmutter Romy Weibel. (Bild: Corinne Glanzmann)

Eigentlich hätte Reto Weibel aus Willisau am Luzerner Marathon den 10-km-Lauf, der von Horw nach Luzern zum Verkehrshaus führt, als familienintern grossumfänglichen Generationenlauf bestritten. Doch letztlich lief der 49-jährige Weibel «nur» zusammen mit seiner 74-jährigen Mutter Romy. Die drei Töchter Nadja (21), Fiona (15) und Paula (11) fehlten an diesem Sonntagmittag auf der Strecke. «Nadja mag nicht so lange Distanzen laufen, das ist zu viel für sie», erzählt Weibel. Fiona musste sich nach einem Misstritt kurzfristig mit einer Knöchelverletzung am Fuss abmelden. Und Paula setzte eine andere sportliche Priorität, nahm am Sonntag in Luzern mit den Handballerinnen des STV Willisau an einem Turnier teil.

Mutter Romy ist richtig polysportiv

Auch Weibels Bruder Peter aus Ebikon musste wegen Problemen an der Ferse passen. Und trotzdem: Am Sonntag steckte sehr, sehr viel «Familiengeist» in den Läufen beziehungsweise in den Beinen von Reto und Romy Weibel. «Wir sind symbolisch für Franz gelaufen», sagt Reto Weibel. Franz – das ist der Vater von Reto und Peter, der Ehemann von Romy, der Grossvater von Nadja, Fiona und Paula. Der 75-jährige Franz Weibel ist vor einiger Zeit schwer erkrankt und darf auch der heutigen Marathon-Zeitungsbeilage entnehmen, dass die ganze Familie Weibel in dieser schweren Zeit an ihn denkt, dass Sohn und Gattin ihren Lauf vom Sonntag ihm, dem lieben Franz daheim, widmen. Reto Weibel hatte schon 2018 am 10-km-Lauf teilgenommen. Das war eine schwierige Angelegenheit. «Ich bin mit rund zehn Jahre alten Turnschuhen gelaufen», sagt Weibel. «Für den Lauf von diesem Jahr habe ich mir und der Mutter in Willisau extra neue Turnschuhe gepostet.» Romy Weibel, das war von vornherein klar, startete ziemlich fit in den Sonntagslauf: «Sie joggt, sie spielt Tennis, sie praktiziert Yoga und Pilates», sagt Sohn Reto bewundernd.

In der Freizeit mit Töff und Gitarre

Er selber, der einstige Mittelstürmer des FC Willisau und des FC Grosswangen, beruflich als Gemeindeschreiber in Schenkon tätig, ist in der Freizeit viel lieber mit seinem Töff, dem 1300er-Chopper Marke Royal Star auf den Schweizer Strassen unterwegs. «Und ich spiele neuerdings wieder auf der elektrischen Gitarre», erzählt Weibel eifrig, der im Hard- und Heavyrock-Bereich so vieles gerne hört, zum Beispiel AC/DC, ­Great White oder Mötley Crüe.

Seit letzten Freitag plötzlich erkältet

Und seit einigen Wochen gehört auch der weibliche Bulldoggen-Welpe Malaya mit zur Familie, nachdem die Töchter früher mit Hasen, Schildkröten oder Katzen den Weibel-Zoo führten.

Um 11 Uhr vormittags waren die Weibels am Sonntag von Willisau mit dem Zug nach Luzern gefahren, kurz vor halb zwei fiel in Horw der Startschuss. Doch seit letzten Freitag spürte Reto Weibel plötzlich, wie sich eine Erkältung unliebsam anmeldete. «Ich bin mit Schluckweh und einer ‹Schnodernase› gelaufen», sagte Weibel nach dem 10-km-Lauf. «Aber es lief alles gut.» Und Mama Romy ruft aus dem Hintergrund: «Super! Alles super!» Erwartungsgemäss war der Sohn etwas schneller als die Mutter im Ziel. Dort warteten bereits die Töchter Nadja und Fiona mit ihren Gratulationswünschen. Plakativ mit dabei das Schild für den Grossvater: «Go for Opi».

Ein Bier noch in Luzern, danach ging’s für die Familie Weibel wieder mit der Bahn heimwärts nach Willisau. Zuvor aber richteten sie noch ihre Grussbotschaft an den erkrankten, lieben Vater, Ehemann und Grosspapa Franz aus: «Wir sind so stolz auf dich, wie du mit der Krankheit umgehst. Wir wünschen dir ganz viel Kraft!»

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