Die Winteruniversiade wird auf Dezember 2021 verschoben

Im Januar 2021 hätte die Winteruniversiade in der Zentralschweiz und der Lenzerheide stattfinden sollen. Nun haben die Verantwortlichen ein Verschiebedatum gefunden.

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Das Maskottchen Wuli bei seiner Präsentation im letzten Januar.

Das Maskottchen Wuli bei seiner Präsentation im letzten Januar.

Bild: PD

(stg) Die Winteruniversiade wird vom 11. bis 21. Dezember 2021 in der Zentralschweiz und der Lenzerheide stattfinden. Das teilen die Organisatoren am Freitagnachmittag mit.

Die Freude über den Entscheid ist beim Organisationskomitee und im Schweizer Sport gross. «Gerade in Krisenzeiten braucht die Schweiz mehr denn je Leuchtturmprojekte. Mit der Verschiebung der Winteruniversiade setzt die Zentralschweiz ein Zeichen», ist Matthias Remund, Leiter Bundesamt für Sport, überzeugt. Und Swiss Olympic Präsident Jürg Stahl ergänzt: Für viele junge Menschen bedeute der Sport eine Perspektive.

«Die Winteruniversiade bietet eine Plattform für wichtige Anliegen wie Spitzensport und Studium. Solche Themen dürfen in der Pandemie nicht vergessen gehen.»

In der Evaluation der Verschiebung sei auch die Einschätzung der epidemiologischen Entwicklung zentral gewesen. Hierfür habe das Organisationskomitee Daniel Koch, früherer Leiter der Abteilung «Übertragbare Krankheiten» beim Bundesamt für Gesundheit, beigezogen. «Ich bin überzeugt, dass die Winteruniversiade im Winter 21/22 durchgeführt werden kann», sagt Koch. Diese Überzeugung basiere auf der Einschätzung, dass sich die Pandemie in einem Jahr wesentlich besser managen lasse. Einerseits, weil schon in diesem Winter dank Schnelltests die Testkapazitäten erhöht werden und voraussichtlich im nächsten Sommer eine Impfung zur Verfügung stehe. Andererseits würden auch die Olympischen Sommerspiele in Japan viele Erfahrungswerte geben, wie mit Schutzkonzepten und gewissen Vorkehrungen Spiele durchgeführt werden können.

Event ist wichtig für Tourismus und Hotellerie

Gemäss einer Studie der Hochschule Luzern beträgt die Wertschöpfung des Multisport-Anlasses für die Region über 70 Millionen Franken. «Das zeigt die Bedeutung des Anlasses in der aktuellen Krise auf», sagt Winteruniversiade Geschäftsführer Urs Hunkeler. Insbesondere der Tourismus sehe die Winteruniversiade als wichtiges Schaufenster. Allein während den elf Event-Tagen werden rund 35’000 Übernachtungen generiert. Und: «Durch Bilder der Wettkämpfe in wichtigen touristischen Zielmärkten kann sich die Region als Wintersportdestination für das künftige Tourismusgeschäft positionieren», sagt der Luzerner Tourismusdirektor Marcel Perren.

Auch für die Hotellerie ist der Entscheid vom Freitag ein wichtiges Zeichen: «Die Entscheidung der Zentralschweizer Kantone und der Stadt Luzern die Winteruniversiade mit weltweiter Ausstrahlung zu verschieben, ist für unsere Hotellerie-Branche, wie für die gesamte Wertschöpfungskette des Tourismus, eine wichtige Botschaft und Motivation in dieser herausfordernden Situation», erklärt Conrad Meier, Präsident Luzern Hotels.

Entscheid für das Event soll Athleten Perspektive geben

Riesige Freude hat auch Christoph Böcklin, Delegationsleiter Winteruniversiade bei Swiss University Sports: «Der Traum des Teams Suisse 2021 von der Heimuniversiade lebt weiter. Auch wenn wir uns noch etwas gedulden müssen, dieser Entscheid gibt den Athletinnen und Athleten wieder eine Perspektive für einen Sport-Grossanlass unter bis dann hoffentlich normalisierten Rahmenbedingungen.»

Die Winteruniversiade ist nach den Olympischen Spielen der grösste Multisport-Anlass im Winter. Die 30. Austragung war ursprünglich vom 21. bis 31. Januar 2021 geplant gewesen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie hat der internationale Hochschulsportverband FISU gemeinsam mit dem Organisationskomitee und Swiss University Sports bereits Ende August dieses Jahres entschieden, die Vorbereitungen für eine Durchführung im Januar 2021 zu stoppen.