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Die Zuger Klasse setzt sich durch – der EVZ gewinnt zum Saisonauftakt in Ambri mit 4:3

Der EV Zug beginnt gegen Ambri furios, lässt dann aber nach. Neuzugang Grégory Hofmann sorgt letztlich für den Unterschied.
Sven Aregger
Die Zuger starteten rasant in die neue Saison: Bereits nach weniger als zwei Minuten brachte Johann Morant (Helmnummer 74) die Zentralschweizer in Führung. Beim Führungstreffer ebenfalls auf dem Eis stand Oscar Lindberg, Neuzugang von den Ottawa Senators. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)Die Zuger starteten rasant in die neue Saison: Bereits nach weniger als zwei Minuten brachte Johann Morant (Helmnummer 74) die Zentralschweizer in Führung. Beim Führungstreffer ebenfalls auf dem Eis stand Oscar Lindberg, Neuzugang von den Ottawa Senators. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)
Der Schwede überzeugte vor allem durch seine Spielübersicht und Bullystärke. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)Der Schwede überzeugte vor allem durch seine Spielübersicht und Bullystärke. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)
Die Zuger blieben auch in der Folge spielbestimmend und erhöhten noch im ersten Drittel auf 2:0. Hier versucht Captain Raphael Diaz, ein Spielzug zu lancieren. (Bild: PPR/Samuel Golay, Ambri, 13. September 2019)Die Zuger blieben auch in der Folge spielbestimmend und erhöhten noch im ersten Drittel auf 2:0. Hier versucht Captain Raphael Diaz, ein Spielzug zu lancieren. (Bild: PPR/Samuel Golay, Ambri, 13. September 2019)
Der Vorjahresfinalist war in den ersten 20 Minuten klar besser. Hier setzt Sven Senteler Ambris Torhüter Daniel Manzato unter Druck – Verteidiger Jannik Fischer, ehemaliger Zuger Nachwuchsspieler, ist ein Schritt zu spät. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)Der Vorjahresfinalist war in den ersten 20 Minuten klar besser. Hier setzt Sven Senteler Ambris Torhüter Daniel Manzato unter Druck – Verteidiger Jannik Fischer, ehemaliger Zuger Nachwuchsspieler, ist ein Schritt zu spät. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)
Im zweiten Drittel wurden die Leventiner jedoch stärker und leisteten dem Favoriten aus der Innerschweiz grösseren Widerstand. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)Im zweiten Drittel wurden die Leventiner jedoch stärker und leisteten dem Favoriten aus der Innerschweiz grösseren Widerstand. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)
Zug neuer Torhüter und Königstransfer Leonardo Genoni war zunehmend gefordert. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)Zug neuer Torhüter und Königstransfer Leonardo Genoni war zunehmend gefordert. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)
Der Verlust seiner bis dahin weissen Weste kam in der 27. Minute, als Matt D'Agostini (Mitte) die Leventiner erstmals jubeln liess. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)Der Verlust seiner bis dahin weissen Weste kam in der 27. Minute, als Matt D'Agostini (Mitte) die Leventiner erstmals jubeln liess. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)
Marco Müller lässt die beiden Zuger Verteidiger und Torschützen Johann Morant und Miro Zryd aussteigen. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)Marco Müller lässt die beiden Zuger Verteidiger und Torschützen Johann Morant und Miro Zryd aussteigen. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)
Das letzte Drittel starteten die Biancoblù mit viel Vorwärtsdrang. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)Das letzte Drittel starteten die Biancoblù mit viel Vorwärtsdrang. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)
Sie waren wacher als die Gäste aus Zug und erzielten den verdienten 3:3-Ausgleichstreffer. Hier entwischt Ambris Dominic Zwerger der EVZ-Nachwuchshoffnung Yannick Zehnder. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)Sie waren wacher als die Gäste aus Zug und erzielten den verdienten 3:3-Ausgleichstreffer. Hier entwischt Ambris Dominic Zwerger der EVZ-Nachwuchshoffnung Yannick Zehnder. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)
Letztlich setzte sich die individuelle Klasse der Zuger dennoch durch. Gregory Hofmann erzielte das entscheidende 4:3. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)Letztlich setzte sich die individuelle Klasse der Zuger dennoch durch. Gregory Hofmann erzielte das entscheidende 4:3. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)
Zum Schluss war jedoch noch einmal die ganze Klasse des mehrfachen Meister-Torhüters Leonardo Genoni gefragt. In der letzten Spielminute stürmte Ambri mit einem Mann mehr auf das Zuger Tor. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)Zum Schluss war jedoch noch einmal die ganze Klasse des mehrfachen Meister-Torhüters Leonardo Genoni gefragt. In der letzten Spielminute stürmte Ambri mit einem Mann mehr auf das Zuger Tor. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)
Der Routinier liess aber keine weiteren Gegentreffer zu und liess erstmals seine Klasse im Zuger Dress andeuten. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)Der Routinier liess aber keine weiteren Gegentreffer zu und liess erstmals seine Klasse im Zuger Dress andeuten. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Ambri, 13. September 2019)
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Saisonstart geglückt: Der EVZ gewinnt in Ambri mit 4:3

Kräne und Bagger stehen neben der Autobahn in Ambri, hier entsteht bis 2021 die neue 51 Millionen teure Arena. Auf der Homepage des HC Ambri-Piotta lässt sich über eine Webcam der Baufortschritt beobachten, nach jahrelanger und mühseliger Planung nimmt das Projekt allmählich Konturen an.

(Webcam hcap.ch (14. September 2019)

(Webcam hcap.ch (14. September 2019)

Es ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich die Zeit der altehrwürdigen Valascia dem Ende entgegen neigt. Die Valascia steht für Nostalgie und Romantik. Sie verströmt den Charme einer Epoche, als die Hockeystadien nur eines waren: Hockeystadien. Ohne hochgerüstete Gastronomie und Hunderte VIP-Plätze. In der Valascia hat Ambri schon manche Schlacht geschlagen. Angetrieben von den frenetischen Fans wachsen die Leventiner regelmässig über sich hinaus. Auch beim Meisterschaftsstart gegen den EV Zug traten sie beherzt und mit grosser Moral auf. Das reichte allerdings nicht aus gegen einen Gegner, der über weitaus mehr Talent verfügt. Die Zuger setzten sich am Ende mit 4:3 durch – auch dank ihrer individuellen Klasse.

Neuzugang Grégory Hofmann gelang in der 48. Minute im Powerplay das siegbringende Tor. Er verdeutlichte damit seinen Wert als Scharfschütze, der den Unterschied machen kann. Hofmann hat eine Vergangenheit in Ambri, fünf Jahre spielte er im Klub, seine Familie lebt noch immer im Tessin. Trotz seines wichtigen Tores zeigte sich der Flügel selbstkritisch:

«Ich bin nicht zufrieden mit meinem Auftritt und dem Spiel meiner Linie, es gibt noch viel zu verbessern.»

Ein lockerer Aufgalopp? Mitnichten!

Und tatsächlich: Die Zuger begannen furios, bauten dann aber ab. Nach zehn Minuten führten sie mit 2:0, sie hatten mehr Spielanteile und die besseren Chancen, allein Captain Raphael Diaz boten sich im ersten Abschnitt zwei Gelegenheiten aus günstiger Abschlussposition. Mit ihrem Forechecking brachten sie Ambris Verteidigung immer wieder in Not und setzten sich in der gegnerischen Zone fest. Es war phasenweise ein Klassenunterschied, und die Leventiner konnten sich glücklich schätzen, dass sie zur ersten Pause nur mit zwei Toren zurücklagen. Doch wer nun glaubte, es würde ein lockerer Aufgalopp für den EVZ werden, sah sich getäuscht. Nach dem Anschlusstreffer im zweiten Abschnitt fassten die Tessiner neuen Mut, sie gewannen nun plötzlich die Zweikämpfe und liessen sich auch nicht beirren, als Zugs Sven Senteler mit einer feinen Einzelleistung den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellte. Der EVZ liess sich verunsichern und produzierte (Stellungs-)Fehler, so dass Ambri zu Beginn des dritten Abschnitts zum Ausgleich kam.

Die Zuger haben einen Vorgeschmack erhalten, was sie in dieser Saison erwartet. Als Transfersieger werden sie zu den grossen Gejagten in der Liga gehören. Für viele Gegner wird es eine besondere Motivation sein, dem Mitfavoriten ein Bein zu stellen. Hofmann sagte: «Es ist in dieser Liga gegen jedes Team schwierig.» Bei den Ausländern verzichtete Trainer Dan Tangnes auf den Kanadier David McIntyre, was angesichts der hochkarätigen Konkurrenz keine Überraschung war. Die Schweden Erik Thorell und Oscar Lindberg und der Tscheche Jan Kovar gaben ihren Einstand in der National League. Aber nur der kluge Spielmacher Lindberg konnte sich vorteilhaft in Szene setzen.

Gemessen an den Erwartungen hat der EVZ die Pflicht erfüllt, nicht mehr und nicht weniger. Wie dieser Startsieg einzuordnen ist, wird sich bereits heute zeigen. Die ZSC Lions gastieren in der Bossard-Arena, rein auf dem Papier sind sie ein anderes Kaliber als Ambri. Den Tessinern bleibt nur der Trost, dass sie die Valascia noch mehrfach zum Beben bringen werden, wenn sie gegen andere Teams mit der gleichen Moral auftreten wie gegen Zug.

Ambri-Piotta - Zug 3:4 (0:2, 2:1, 1:1)

5611 Zuschauer. - SR Ströbel/Wiegand, Dreyfus/Kovacs. - Tore: 2. Morant (Lindberg, Martschini) 0:1. 11 Zryd (Klingberg) 0:2. 27. D'Agostini (Bianchi, Müller) 1:2. 33. Senteler 1:3. 40. (39:23) Trisconi (Plastino) 2:3. 41. (40:44) Kostner 3:3. 48. Hofmann (Martschini, Diaz/Ausschluss Flynn) 3:4. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 2mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Bianchi; Diaz.

Ambri-Piotta: Manzato; Plastino, Fischer; Fora, Dotti; Fohrler, Ngoy, Pinana; D'Agostini, Müller, Sabolic, Hofer, Flynn, Zwerger; Trisconi, Kostner, Bianchi; Goi, Dal Pian, Kneubühler; Incir.

Zug: Genoni; Schlumpf, Zgraggen; Stadler, Diaz; Morant, Alatalo; Zryd; Simion, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, Thorell; Klingberg, Senteler, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Schnyder; Zehnder.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Conz, Rohrbach, Jelovac, Novotny (alle verletzt), Zug ohne McIntyre (überzähliger Ausländer). - Timeouts: Ambri-Piotta (59.); Zug (44.).

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