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Diese Entscheidungen fallen beim Ski-Weltcup-Finale in Andorra

Beim Weltcup-Finale in Andorra werden die Kristallkugeln verteilt. Im Rennen um die Abfahrtswertung wird Beat Feuz heute von Dominik Paris gefordert.
Claudio Zanini
Sein Freund ist auch sein Gegner: Beat Feuz will sich in der Abfahrtswertung gegen Dominik Paris durchsetzen. (Bild: Guillaume Horcajuelo/EPA (Soldeu, 12. März 2019)

Sein Freund ist auch sein Gegner: Beat Feuz will sich in der Abfahrtswertung gegen Dominik Paris durchsetzen. (Bild: Guillaume Horcajuelo/EPA (Soldeu, 12. März 2019)

Das Weltcup-Finale setzt traditionell den Schlusspunkt hinter die Ski-Saison. Nur die besten Fahrer werden zu dieser Veranstaltung eingeladen: Die Top 25 der jeweiligen Disziplinen, die aktuellen Junioren-Weltmeister sowie alle Athleten, die in der Gesamtwertung mindestens 500 Punkte aufweisen. Im Gegensatz zu normalen Weltcup-Rennen kriegen beim Finale nur die besten 15 Fahrer Punkte. Verschiedene Entscheidungen fallen erst im letzten Rennen. Eine Übersicht:

Abfahrt Männer (Mittwoch, 10.30)

  1. Beat Feuz (500 Punkte)
  2. Dominik Paris (420)
  3. Vincent Kriechmayr (294)

Bereits im letzten Winter gewann Beat Feuz die kleine Kristallkugel in der Abfahrt. Auch in dieser Saison war er der konstanteste Fahrer. Bei bisher sieben Abfahrten verfehlte er nur einmal (Lake Louise) das Podest. Der Einzige, der Feuz noch den Sieg in dieser Wertung streitig machen kann, ist der Südtiroler Dominik Paris, zu dem Feuz eine freundschaftliche Beziehung pflegt. Würde Paris, der zuletzt die Abfahrt von Kvitfjell gewann, erneut siegen, müsste Feuz mindestens Zwölfter werden, um die Kugel zu holen.

Abfahrt Frauen (Mittwoch, 12.00)

  1. Nicole Schmidhofer (444)
  2. Ramona Siebenhofer (354)
  3. Ilka Stuhec (343)

Auch bei den Frauen ist die Entscheidung in der Abfahrt noch offen. Und dennoch hält sich die Spannung in Grenzen. Ilka Stuhec, die slowenische Weltmeisterin, ist verletzt. Doch auch wenn ihr in Soldeu ein Sieg gelungen wäre (100 Punkte), hätte sie die Führende Nicole Schmidhofer nicht mehr einholen können. Deshalb machen die Österreicherinnen Schmidhofer und Siebenhofer die Entscheidung unter sich aus. Erstmals seit 2007 und dem Sieg von Renate Götschl geht diese Kristallkugel wieder nach Österreich. Beste Schweizerin ist Corinne Suter, ihr Rückstand auf die Spitze beträgt über 200 Punkte.

Super-G Männer (Donnerstag, 12.00)

  1. Dominik Paris (330)
  2. Vincent Kriechmayr (286)
  3. Aleksander Aamodt Kilde (267)

Dominik Paris steigt als Favorit ins Rennen um die Super-G-Kugel. Hinter ihm liegen fünf Fahrer, die noch Chancen auf den Disziplinensieg haben. Allen voran sind das Vincent Kriechmayr sowie die Norweger Aleksander Aamodt Kilde und Kjetil Jansrud. Theoretisch läge auch für Mauro Caviezel die Kugel noch in Reichweite. Der Bündner stand bei den ersten beiden Super-G der Saison auf dem Podest, dann erlebte er eine Baisse. Mit 86 Punkten Rückstand auf Paris, müsste Caviezel in Andorra siegen und hoffen, dass alle fünf Athleten vor ihm patzen – es ist eher unwahrscheinlich.

Super-G Frauen (Donnerstag, 10.30)

  1. Mikaela Shiffrin (300)
  2. Tina Weirather (268)
  3. Nicole Schmidhofer (253)

Fünf Super-G standen bisher auf dem Programm. Bei zwei davon trat Mikaela Shiffrin gar nicht erst an. Dreimal war sie am Start, dreimal siegte sie: In Lake Louise, in St. Moritz und in Cortina d’Ampezzo. Zudem wurde sie in Åre Weltmeisterin in dieser Disziplin. Die Rückstände von Tina Weirather und Nicole Schmidhofer sind nicht riesig, aber Shiffrin steigt in Andorra als klare Favoritin ins Rennen und dürfte sich diese Kugel kaum nehmen lassen. Beste Schweizerin ist Lara Gut-Behrami. Die Tessinerin belegt Rang 5 mit 122 Punkten Rückstand auf die Spitze.

Hamstert Trophäen: Mikaela Shiffrin hat die kleine Kristalkugel im Slalom und den Gesamtsieg auf sicher. Gute Aussichten hat sie auch im Riesenslalom und im Super-G. (Bild: Martin Divisek/EPA (Spindleruv Mlyn, 9. März 2019))

Hamstert Trophäen: Mikaela Shiffrin hat die kleine Kristalkugel im Slalom und den Gesamtsieg auf sicher. Gute Aussichten hat sie auch im Riesenslalom und im Super-G. (Bild: Martin Divisek/EPA (Spindleruv Mlyn, 9. März 2019))

Riesenslalom Männer (Samstag, 9.30/12.15)

  1. Marcel Hirscher (660)
  2. Henrik Kristoffersen (502)
  3. Alexis Pinturault (371)

Die Ausgangslage im Riesenslalom lädt zum Gähnen ein. Marcel Hirscher führt die Wertung mit 158 Punkten Vorsprung. Von sieben Rennen gewann er vier. Auch der sich in Hochform befindende Henrik Kristoffersen kann ihn nicht mehr einholen. Bester Schweizer ist Loïc Meillard. Er liegt auf Rang 4 mit 79 Punkten Rückstand auf den Drittplatzierten Pinturault.

Riesenslalom Frauen (Sonntag, 9.30/12.15)

  1. Mikaela Shiffrin (515)
  2. Petra Vlhova (418)
  3. Tessa Worley (410)

Ganz so langweilig wie bei den Männern sieht die Lage beim Riesenslalom der Frauen zwar nicht aus. Spannung heraufzubeschwören, wäre dennoch verfehlt. Bereits mit drei zusätzlichen Pünktchen hätte Shiffrin die Kugel auf sicher. Petra Vlhova könnte dann mit einem Sieg und 100 Punkten zwar gleichziehen. Doch Shiffrin hat die bessere Anzahl an Podestplatzierungen und würde darum die Kugel gewinnen. Wendy Holdener ist die beste Schweizerin in dieser Disziplin. Mit rund 300 Punkten Rückstand auf Shiffrin liegt sie weit weg.

Slalom Männer (Sonntag, 10.30/13.15)

  1. Marcel Hirscher (768)
  2. Daniel Yule (491)
  3. Ramon Zenhäusern (471)

Eine weitere Sparte, in der Hirscher uneinholbar ist. Das Polster (277 Punkte) ist sogar noch dicker als im Riesenslalom. In keiner anderen Disziplin ist das Klassement so eindeutig. Aus Schweizer Sicht sind die Klassierungen von Daniel Yule und Ramon Zenhäusern erfreulich. Yule sorgte im vergangenen Dezember für den ersten Schweizer Slalomsieg seit elf Jahren, Zenhäusern doppelte am letzten Wochenende in Kranjska Gora nach. Die Breite des Slalomteams ist beeindruckend. Mit Loïc Meillard gibt es noch einen dritten Podestfahrer (Zweiter in Saalbach).

Slalom Frauen (Samstag, 10.30/13.15)

  1. Mikaela Shiffrin (1060)
  2. Petra Vlhova (817)
  3. 3. Wendy Holdener (601)

Es muss brutal sein, wenn man eine überdurchschnittlich gute Slalom-Fahrerin ist, aber zur gleichen Zeit wie Mikaela Shiffrin aktiv. Die Amerikanerin hat eine unschlagbare Reserve von 243 Punkten auf die zweitplatzierte Vlhova. Wendy Holdener liegt gar 459 Punkte hinten. Von acht ausgetragenen Rennen konnte die Amerikanerin nur eines nicht gewinnen. Und Weltmeisterin wurde sie ebenfalls. Für Holdener gilt: Die besten Aussichten auf eine Kristallkugel hat sie in der Kombination. In diesem Winter wird aber keine vergeben, weil es dafür mindestens zwei Wettkämpfe braucht. Wegen der Absage von Val d’Isère fand in dieser Saison nur eine Kombination statt.

Marcel Hirscher wird in Soldeu den achten Gesamtweltcup-Sieg in Folge feiern. (Bild: Antonio Bat/EPA (Kranjska Gora, 10. März 2019))

Marcel Hirscher wird in Soldeu den achten Gesamtweltcup-Sieg in Folge feiern. (Bild: Antonio Bat/EPA (Kranjska Gora, 10. März 2019))

Gesamtwertung Männer

  1. Marcel Hirscher (1508)
  2. Alexis Pinturault (999)
  3. Henrik Kristoffersen (988)

Im letzten Winter hatte Marcel Hirscher seinen eigenen Rekord verbessert und zum siebenten Mal den Gesamtweltcup gewonnen – in Serie wohlverstanden. In diesem Jahr erhöht der 30-Jährige auf acht grosse Kristallkugeln. Es müsste uns nicht verwundern, wenn er in zwei Jahren zehn auf dem Konto hat.

Gesamtwertung Frauen

  1. Mikaela Shiffrin (1954)
  2. Petra Vlhova (1235)
  3. Wendy Holdener (943)

Genauso wie Hirscher jagt auch Mikaela Shiffrin Rekorde. Sie wird in Andorra den dritten Gesamtweltcup-Sieg in Folge feiern. Shiffrin hat noch viel vor in ihrer Karriere. Sie wird heute 24 Jahre alt, hat aber bereits 58 Weltcupsiege eingefahren. Unerreichbar scheint für sie nichts zu sein.

Hinweis: SRF 2 überträgt sämtliche Rennen aus Soldeu live.

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