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Dieses Cupspiel ist dem HC Luzern viel wert

Der HC Luzern trifft im Cup auf Langenthal. Es ist der grösste Erfolg der Vereinsgeschichte, die nach dem Konkurs des SC Luzern 1998 neu begann.
René Barmettler
Stürmer Reto Burkart nimmt mit dem HC Luzern seine 19. Saison in Angriff. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 8. September 2019)

Stürmer Reto Burkart nimmt mit dem HC Luzern seine 19. Saison in Angriff. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 8. September 2019)

Cup Langenthal, das Los, das der HC Luzern gezogen hat, ist nicht gerade das attraktivste. Daraus macht auch Reto Burkart, der Captain, keinen Hehl: «Seien wir ehrlich: Ein NL-Klub, und sei es Genève-Servette, hätte uns doppelt so viele Zuschauer gebracht.» Doch es hätte die Luzerner auch schlimmer treffen können: Denn Langenthal ist immerhin ein Spitzenklub der zweithöchsten Swiss League, das grösste Hindernis für einen Aufstieg in die National League ist das veraltete Stadion.

Heute Mittwoch (19.45, Eiszentrum) wird dieses Heimspiel angepfiffen, über den Spielausgang indes braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Auch wenn nach dem Aufstieg der Luzerner in die 1. Liga nur noch eine Liga dazwischen liegt: Die Swiss League ist eine Profiliga, da ist für Amateure im Normalfall nichts zu holen. Burkart, der 34-jährige Routinier, will sich nicht festlegen, wie hoch eine Niederlage gegen den HCL ausfallen darf, um das Eis trotzdem mit erhobenen Häuptern verlassen zu können. «Keine Ahnung. Es kommt auch darauf an, wie ernst sie uns nehmen. Hauptsache ist, dass wir alles geben.»

Drei Höherklassige aus dem Weg geräumt

Um in diese erste Hauptrunde zu gelangen, musste der HC Luzern eine Parforceleistung abliefern. Sechs Runden galt es für den Zweitligisten zu überstehen. Drei Erstligisten standen in den letzten drei Runden im Weg. Diese Hindernisse wurden allesamt überwunden. Zunächst Prättigau (4:2), dann Wil (4:0) und zu guter Letzt auch noch Uzwil (3:2). Deshalb ist das Cupspiel gegen Langenthal von grossem Wert, weil sportlich hart erkämpft. Es ist der grösste Erfolg der Vereinsgeschichte, die nach dem Konkurs des SC Luzern 1998 neu begann. Auch für Reto Burkart, der seine inzwischen 19. Saison in der ersten Mannschaft in Angriff genommen hat. «Es ist der bisherige Höhepunkt, den ich live miterleben darf.»

Seit der Rückkehr in die 2. Liga um die Jahrtausendwende gibt es in der Vereinschronik des HCL wenig nachzulesen, das sportliche Schlagzeilen gemacht hätte. Viel mehr war es finanziell ein Existenzkampf. Immer höhere Eismieten oder spärliche Sponsoreneinnahmen machten das Überleben schwierig. «Wir schafften zweimal den Playoff-Final. Gegen Herisau und Seewen kamen damals gegen 2000 Zuschauer», erinnert sich Burkart. Doch irgendwann schwand das Publikumsinteresse, man hatte sich an dieser 2. Liga einfach sattgesehen. Auch dieses Jahr klappte es wieder nicht mit dem Aufstieg: Die Cup-Euphorie hielt bis zum Playoff-Halbfinal stand, doch dann war das starke Dürnten Endstation. Wieder einmal.

Doch dieses Mal wollte kein Finalist und auch der andere Halbfinalist nicht aufsteigen: Luzern griff zu und erhielt den Zuschlag. Das machte es Reto Burkart leicht, nochmals eine Saison anzuhängen. «Es treibt mich an, erstmals in der 1. Liga zu spielen. Mal schauen, ob ich mithalten kann», sagt der Rainer, der vor sechs Wochen auch noch glücklicher Vater von Sohn Lino wurde. «Ich musste doch nur schon wegen dieses Cupspiels weitermachen.» Das hat Burkart nach 19 Jahren Durchhaltewillen auch verdient.

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