SC Kriens gegen den FC Winterthur: Diesmal fehlt den Kriensern die zweite Luft

Der SC Kriens verliert auswärts gegen den FC Winterthur 0:4 (0:4) und fällt von Rang 4 auf Rang 5 zurück.

Turi Bucher
Drucken
Teilen
Dario Ulrich (Kriens) kämpft mit Ousmane Doumbia (Winterthur) um den Ball.

Dario Ulrich (Kriens) kämpft mit Ousmane Doumbia (Winterthur) um den Ball.

Claudio Thoma / freshfocus

Wie schon vor rund einer Woche im Heimspiel gegen die Grasshoppes gerieten die Krienser sehr schnell nach Spielanpfiff in Rückstand. SCK-Goalie Pascal Brügger konnte in der 2. Minute eine scharfe Hereingabe von rechts nur mangelhaft abwehren. Brügger bediente mit seiner Aktion in der Mitte Winterthur-Captain Davide Callà, der keine Mühe bekundete, das 1:0 zu erzielen.

Das Krienser Lazarett-Team – mit Pedro Teixeira, Rrezart Hoxha und Fabio Zizzi sassen nur gerade zwei Ersatzspieler und ein Torhüter auf der SCK-Bank – kam danach nie richtig ins Spiel. Die Vorentscheidung fiel schon in der 27. Minute: Der Krienser Marco Wiget konnte eine Cornerflanke nicht wegköpfeln, stattdessen bugsierte Gabriel Isic den Ball mit dem Kopf zum 2:0 ins Tor.

Gut, Kriens hatte gegen GC sogar einen 0:3-Rückstand aufgeholt, aber das lag diesmal nicht drin. Bekam Kriens gegen die Grasshoppers nach einer halben Stunde die zweite Luft, war diesmal gegen Winterthur die Luft nach einer halben Stunde draussen. Der Schiedsrichter verweigerte dem SCK in der 30. Minute zwar einen klaren Handspenalty, dann aber fielen sogar vor der Pause noch die Treffer zum 3:0 (38., Eigentor durch Enes Yesilçayir) und zum 4:0 (45., Roberto Alves).

Kriens-Trainer Bruno Berner erlöste in der Pause Goalie Brügger und wechselte Fabio Zizzi, eigentlich die Nummer drei, ein. Immerhin, Zizzi hatte noch sein persönliches Erfolgserlebnis: Vor zwei Wochen 21-jährig geworden, musste er in seinem allerersten Challenge-League-Einsatz kein Tor einstecken. Es bliebt beim 4:0-Sieg für Winterthur.

Kriens kann den Barrage- Kampf auf den Kopf stellen

Nun gilt es für die Krienser, am kommenden Sonntag (16.00, Kleinfeld) gegen Vaduz die Saison ehrenvoll zu beschliessen und gegen Vaduz den Wettbewerb um den Einzug in die Auf-/Abstiegsbarrage nicht zu verfälschen. Ja, Kriens könnte den Zweikampf um Rang 2 nochmals komplett auf den Kopf stellen. Die Ausgangslage: Vaduz genügt ein Punkt in Kriens; GC muss gegen Winterthur gewinnen, muss auf einen Kriens-Sieg hoffen und ausserdem den Minus-3-Rückstand in der Tordifferenz aufholen.

Der SCK, der so beeindruckend und so lange Zeit den vierten Tabellenrang halten konnte, rutschte gestern auf Rang 5 ab. Nicht schlimm. Aber in der letzten Partie nochmals ein Paukenschlag – das ist die letzte Herausforderung für Kriens in dieser Saison.


Winterthur – Kriens 4:0 (4:0)

Utogrund, Zürich. – 550 Zuschauer. – SR Von Mandach.

Tore: 2. Callà 1:0. 27. Isic 2:0. 38. Eigentor Yesilçayir 3:0. 45. Alves 4:0.

Winterthur: Spiegel; Tranquili, Isik, Lekaj (65. Bühler), Schättin; Pepsi, (65. Hamdiu), Doumbia; Callà (60. Mahamid), Alves, Ltaief (60. Da Silva); Buess (65. Sliskovic).

Kriens: Brügger (46. Zizzi); Urtic, Berisha, Alessandrini, Yesilçayir; Ulrich, Bürgisser, Wiget, Follonier (53. Teixeira); Tadic (62. Hoxha), Abubakar.

Bemerkungen: Winterthur Arnold, Costinha, Roth und Volkart; Kriens ohne Sadrijaj, Kukeli, Dzonlagic, Mijatovic, Costa, Fäh und Fanger (alle verletzt). 74. Kopfball von Wiget an die Latte. 74. Tor von Hoxha (im Anschluss an den Lattentreffer) wegen Abseits aberkannt. Verwarnung: 86. Teixeira (Foul).