Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Drei Tore innert 106 Sekunden: Der EVZ bekundet keine Mühe mit Servette

Gegen Lieblingsgegner Servette kommt der EVZ zu einem ungefährdeten 5:2-Sieg. Aber mit dem Ausfall des Stammgoalies Tobias Stephan werden die Zuger in den nächsten Wochen auf die Probe gestellt.
Sven Aregger
Sven Senteler (rechts) trifft zum 4:1 für Zug. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 22. Januar 2019))

Sven Senteler (rechts) trifft zum 4:1 für Zug. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 22. Januar 2019))

Für die Genfer müssen die Reisen nach Zug in den vergangenen Jahren ein Graus gewesen sein. Eine halbe Ewigkeit ist es her, als sie letztmals in der Bossard-Arena gewannen, am 30. November 2014 war das. Und auch am Dienstagabend konnten sie den Fluch nicht brechen. Für die Romands kommt die erneute Niederlage gegen den Leader zur Unzeit, im Strichkampf ist jeder Punkt von grosser Bedeutung.

Der EVZ aber setzt seinen Höhenflug unbeirrt fort. Gegen Genf kam er zu seinem achten Heimsieg hintereinander. Und man fragt sich schon, wer diese Zuger derzeit aufhalten kann. «Wir schauen nicht nur auf die Punkte, sondern wollen immer unser Spiel spielen, egal gegen wen und wo», sagte Stürmer Fabian Schnyder. «Wir sind nie zufrieden, wir wollen uns stetig verbessern.»

Roe mit zwei Toren und einem Assist

Der EVZ erwischte in den ersten beiden Dritteln einen perfekten Start. 41 Sekunden nach Spielbeginn lag er durch Pontus Widerström in Führung. Und nach 53 Sekunden im Mittelabschnitt traf Santeri Alatalo zum 2:1. Dieses Tor war in Entstehung und Vollendung besonders sehenswert: Garrett Roe bewies seine Spielmacherqualitäten mit einem genialen Querpass auf Alatalo, der sich halb um die eigene Achse drehte und die Scheibe backhand ins Gehäuse beförderte. Die Zuger, die sich bis dahin mit den aggressiven, aber ersatzgeschwächten Westschweizern schwergetan hatten, nahmen nun Fahrt auf. Mit drei Toren innert 106 Sekunden erhöhten sie auf 5:1 und entschieden die Partie, wobei sich der starke Roe als Doppeltorschütze auszeichnen konnte.

Zugs Lino Martschini, links, im Duell mit Servettes Mauro Dufner. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 22. Januar 2019)
Servettes Richard Tanner. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 22. Januar 2019)
Zugs Sven Leuenberger und Zugs Garrett Roe, von links. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 22. Januar 2019)
Zugs Sven Senteler, Zugs Fabian Schnyder, Servettes Mauro Dufner und Servettes Goalie Gauthier Descloux, von links. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 22. Januar 2019)
Zugs Torhüter Sandro Aeschlimann, links, und Schiedsrichter Joris Müller, rechts. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 22. Januar 2019)
Zugs Dennis Everberg, Servettes Goran Bezina und Zugs Garrett Roe, von links. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 22. Januar 2019)
Zugs Sven Senteler, links, im Duell mit Servettes Goalie Gauthier Descloux. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 22. Januar 2019)
Zugs Santeri Alatalo, rechts, mit dem Tor zum 2-1 und Servettes Goalie Gauthier Descloux. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 22. Januar 2019)
Servettes Arnaud Jacquemet, links, im Duell mit Zugs Dario Simion, rechts. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 22. Januar 2019)
9 Bilder

Der EV Zug gegen den HC Genf-Servette

Damit wird die Serie von Goalie Sandro Aeschlimann immer unheimlicher. Seit Ende November 2017 hat er in der höchsten Spielklasse das Eis nicht mehr als Verlierer verlassen, nun feierte er den 13. Sieg in Folge. Aeschlimann wird in den nächsten Spielen öfters im Fokus stehen, weil Stammtorhüter Tobias Stephan mit einer Beinverletzung bis zu drei Wochen ausfällt. «Wir haben das Glück, dass wir mit Sandro über einen starken Backup verfügen. Die Mannschaft vertraut ihm», sagte Sportchef Reto Kläy. «Und es spricht für unser Team, dass es sich in den letzten Monaten durch verletzungsbedingte Rückschläge nie aus der Ruhe bringen liess.»

Stephans Abwesenheit ist auch eine Chance für die Academy-Goalies Luca Hollenstein und Gianluca Zaetta. Kläy kann sich vorstellen, dass einer von ihnen demnächst zu seinem Debüt in der National League kommt. Der Sportchef sieht die Situation zudem als guten Test im Hinblick auf die entscheidende Saisonphase: «Wir werden auf die Probe gestellt, so etwas könnte auch in den Playoffs passieren.» Womöglich wird der EVZ noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv, dafür müsste er die letzte Ausländer-Lizenz einlösen. Das Vorgehen hängt auch davon ab, wie der Genesungsprozess bei Stephan und den verletzten Stürmern David McIntyre und Carl Klingberg verläuft. Der Kanadier McIntyre wird in etwa einer Woche ins Training zurückkehren, der Schwede Klingberg soll in rund drei Wochen wieder einsatzbereit sein. Und schon droht neues Ungemach: Dennis Everberg, Dario Simion und Dominic Lammer schieden gegen Servette angeschlagen aus.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.