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Dreifachsiege kommen beim Schwingen in Mode

Es ist naturgemäss eine Seltenheit, dass sich drei Schwinger nach einem Kranzfest als gleichwertige Sieger feiern lassen können. Am Innerschweizer Fest am Sonntag im luzernischen Ruswil war es der Fall, durften die Schlussgang-Teilnehmer Christian Stucki und Joel Wicki sowie Christian Schuler jubeln.
Christian Schuler, Joel Wicki und Christian Stucki (von links) bejubeln den Festsieg am 112. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest in Ruswil. (Bild: Philipp Schmidli, 1. Juli 2018)

Christian Schuler, Joel Wicki und Christian Stucki (von links) bejubeln den Festsieg am 112. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest in Ruswil. (Bild: Philipp Schmidli, 1. Juli 2018)

2016, in der Saison des Eidgenössischen Fests in Payerne, und in den Jahren davor gab es wenige bis keine Dreifach-Siege. In den Saisons 2017 und 2018 hingegen sind sie geradezu in Mode gekommen. In Ruswil erlebte man bereits den vierten solchen Ausgang eines Kranzfests in den letzten 13 Monaten.

Bereits in Beckenried und auf dem Brünig

Es begann mit dem Ob- und Nidwaldner Fest in Beckenried im Mai vergangenen Jahres. Joel Wicki besiegte im Schlussgang den klar führenden Christian Schuler und holte diesen ein. René Suppiger gewann den letzten Gang mit der Maximalnote und zog mit den beiden gleich. Am Brünig-Schwinget Ende Juli stellten Bernhard Kämpf und Kilian Wenger im Schlussgang. In diesem Fall hatte nur Kämpf nach dem Remis die Nase vorn, während Schwingerkönig Wenger zurückfiel. Zu Sieger Kämpf gesellten sich Christian Stucki und Philipp Reusser, die ihre letzten Gänge mit Maximalnoten gewonnen hatten.

In diesem Jahr brachte zuerst das Bern-Jurassische Fest in Orvin Anfang Juni drei Sieger hervor. Es war ein Beispiel dafür, dass beide Schlussgang-Teilnehmer - es waren Simon Anderegg und Lukas Renfer - nach einem Unentschieden leer ausgehen können. Sie wurden von drei lauernden Schwingern überholt und beerbt: Florian Gnägi, Willy Graber und Ruedi Roschi.

Die nach aussen vielleicht seltsam anmutenden Ausgänge der Feste sind darauf zurückzuführen, dass der Schlussgang kein losgelöster, übergeordneter Final ist, sondern lediglich das Duell der beiden punktbesten Schwinger innerhalb des sechsten und letzten Gangs.

Joel Wicki (unten) gegen Christian Stucki im Schlussgang. (Bild: Philipp Schmidli)
Joel Wicki (rechts) gegen Christian Stucki im Schlussgang. (Bild: Philipp Schmidli)
Joel Wicki (unten) gegen Christian Stucki im Schlussgang. (Bild: Philipp Schmidli)
Christian Schuler (rechts) gegen Stefan Arnold im 5. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Joel Wicki (links) und Christian Stucki bejubeln nach dem Schlussgang den Festsieg. (Bild: Philipp Schmidli)
Christian Schuler, Joel Wicki und Christian Stucki (von links) freuen sich über den Festsieg. (Bild: Philipp Schmidli)
Christian Stucki bedankt sich beim Publikum. (Alexandra Wey/Keystone)
Die Schwingarena in Ruswil. (Alexandra Wey/Keystone)
Volle Tribünen in der Schwingarena. (Alexandra Wey/Keystone)
Matthias Sempach (links) gegen Christian Bucher im 6. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Sven Schurtenberger (oben) gegen Alex Schuler im 6. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Die Zwilchhosen «warten» auf ihren Einsatz.
(KEYSTONE/Alexandra Wey)
Andreas Ulrich (links) gegen Benji von Ah. (Bild: Philipp Schmidli)
Christian Schuler (oben) gegen Erich Fankhauser im 6. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Benji von Ah hält sich die Hand vors Gesicht. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)
Matthias Sempach (links) gegen Werner Suppiger im 5. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Joel Wicki jubelt nach seinem Sieg im 4. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Christian Stucki mit einer blutenden Wunde auf der Stirn. (Bild: Philipp Schmidli)
Andi Imhof (rechts) jubelt nach dem Sieg gegen Adrian Wetzstein im 6. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Christian Stucki (oben) gegen Reto Noetzli im 4. Gang. (Bild: Philipp Schmidli)
Matthias Sempach konnte mit den Besten nicht ganz mithalten. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)
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Innerschweizerisches Schwingfest Ruswil

Auch das Alphabet spiel eine Rolle

Sportlich gesehen, sind die drei Schwinger gleichwertige Sieger. Wenn sie in der Rangliste dennoch mit den Positionen 1a, 1b und 1c auftauchen, hat dies nur für die Preisvergabe eine Bedeutung. Der oder die Schlussgang-Teilnehmer werden vorangestellt. Daneben wird die alphabetische Reihenfolge der Nachnamen herangezogen. Stucki, obwohl im Alphabet spät folgend, bekam in Ruswil den Siegermuni, weil er gegen Wicki geschwungen hatte.

Einen Handlungsspielraum bei der Klassierung hat das Einteilungskampfgericht nicht, sagt Thedy Waser, der technische Leiter des Innerschweizer Schwingerverbandes. Für Waser hat das Fest am Sonntag den richtigen Ausgang genommen. «Die drei Sieger haben alle sehr gut geschwungen und deshalb haben auch alle den Sieg verdient.»

Grundsätzlich wird zuerst in allen Rängen nach der Zahl der Niederlagen klassiert. Innerhalb der Gleichwertigen entscheidet das Alphabet. Ein alljährlicher Wechsel der Reihenfolge sorgt für Gerechtigkeit. In den geraden Jahren kommen Abbühl, Abegglen und Abplanalp zuerst an den Gabentisch. In den ungeraden Jahren dagegen können zuerst Zysset, Zwyssig und Zwygart ihre Preise aussuchen. (sda/cza)

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