Drittes Finalspiel – Dritte Niederlage

Die Krienser Handballer machen munter weiter mit ihrer Achterbahnfahrt: Nach dem starken Auftritt am Sonntag bei Pfadi Winterthur bezog der HCK auch im dritten Finalrundenspiel eine Niederlage.

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Baverud (auf dem Bild) erzielte wie Stankovic mit sieben Treffern am meisten Tore für die Krienser. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Baverud (auf dem Bild) erzielte wie Stankovic mit sieben Treffern am meisten Tore für die Krienser. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Diesmal verloren die Krienser allerdings diskussionslos: Mit seinem 31:25-Sieg schloss der BSV Bern Muri punktemässig zu den Zentralschweizern auf, der Kampf um den Playoff-Platz ist neu entbrannt.

Zum Verhängnis wurden dem HCK in erster Linie 10 schwache Minuten vor der Pause.  Vom 8:7 (15.) zog der Gastgeber zum 19:10 weg in der Pause. Gerade mal drei Tore erzielte der HCK in dieser Phase während 15 Minuten – das zeigt das Hauptproblem des Abends auf: Die Chancenauswertung war mehr als nur ungenügend.

Das Team schaffet es nach einem recht guten Start nicht, sich in einer schwierigen Phase mit (zu) vielen Fehlern auf das Wesentliche zu besinnen. Vorne wollten die Tore nicht gelingen, hinten klappte die Deckung nicht – das war zu viel des Guten. In dieser heiklen Phase fehlte es dem Team an der ordnenden Hand, um wieder ins Spiel zurückzufinden.

Der BSV Bern nutzte die Gunst der Stunde mit einem taumelnden Gast und legte die entscheidende Distanz zwischen sich und den Gegner. Dass es dem HCK in Halbzeit 2 gelang, den Schaden in Grenzen zu halten, spricht für die Moral des Teams. Jetzt war die Fehlerquote deutlich tiefer, die Deckung besser (inklusive Goalie Schelbert). Kleiner Achtungserfolg: Halbzeit 2 konnte mit 15:11 gewonnen werden. Dass sich die Berner dabei nicht mehr mit allerletzter Konsequenz gegen die Resultatkosmetik wehrten, ist nachvollziehbar.

Für den HCK bleibt allerdings kaum viel Zeit, um diese Niederlage zu verarbeiten. Bereits am Sonntag gastiert Leader Kadetten Schaffhausen in Kriens. Keine einfache Aufgabe. Aber vielleicht liegt ja für das Team gerade da die Chance, in der Rolle des unbelasteten Aussenseiters wieder zu Spielfreude zurückzufinden. Und irgendwann stellt sich dann auch der Erfolg wieder ein ...

BSV Bern Muri – HC Kriens-Luzern 31:25 (19:10)
Mooshalle Gümligen, 220 Zuschauer. SR Brianza/Lämmer
Spielverlauf: 4:2, 7:6, 8:7 (20.), 16:10 (25.), 19:10;21:12, 23:15, 25:17, 26:19, 29:21, 31:25
Kriens-Luzern:Aleksejev / Schelbert (ab 11., 18 Paraden); Willisch, Hedin, Schmid, Båverud (7), Steiger (1), Raemy (5), Beljanski (2), Nyffenegger, Baviera (1), Hess, Stankovic (7/1) 
Strafen: Kriens 4, BSV Bern 3x2 Minuten. Kriens ohne Fellmann und Petrig. BSV Bern Muri ohne Cvetkovic, Tarhai und Staudenmann

Benedikt Anderes / HC Kriens