EIDGENÖSSISHES SCHWING- UND ÄLPLERFEST: 85 Innerschweizer für Frauenfeld nominiert

281 Schwinger kämpfen in Frauenfeld um den Titel des Schwingerkönigs. Der Innerschweizer Schwingerverband ist mit 85 Athleten am Schwing- und Älplerfest verteten.

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Brünig Sieger Martin Grab ist in Frauenfeld einiges zuzutrauen. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Brünig Sieger Martin Grab ist in Frauenfeld einiges zuzutrauen. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Frauenfeld (ESAF) vom 20. bis 22. August ist der absolute Saisonhöhepunkt im Schwingerkalender. Der Schwingerkönig wird nur alle drei Jahre erkoren, und noch selten war es so schwierig, unter den Bösen einen klaren Favoriten zu benennen.

Schwierig einzuschätzen ist der Stand der meistgenannten Favoriten vom Nordostschweizer Schwingerverband, Nöldi Forrer und Titelverteidiger Jörg Abderhalden. Die beiden machen den Titel seit 1998 sozusagen unter sich aus, doch ob sie nach ihren langen Verletzungspausen wieder an ihre Glanzzeiten anschliessen können ist unklar.

Grab, Schuler und Laimbacher
Eine grosse Chance also für die Innerschweizer Schwingerelite, sich in Frauenfeld vor ihrer besten Seite zu präsentieren. Und da sind in erster Linie die drei Schwyzer Martin Grab (Rothenthurm), Christian Schuler (Rothenthurm) und Philipp Laimbacher (Seewen) zu nennen. Ihnen ist in Frauenfeld ein Exploit durchaus zuzutrauen. Doch der Innerschweizer Schwingerverband verfügt über eine derart grosse Dichte, dass dem einen oder anderen der 85 qualifizierten Bösen eine Spitzenrangierung durchaus zuzutrauen ist.

Letzter Innerschweizer Schwingerkönig ist übrigens Heinrich Knüsel, der 1986 in Sion siegreich war. Nah dran war 1989 der Ausserschwyzer Eugen Hasler, der als erstgekrönter jedoch Schwingerkönig Adrian Käser den Vortritt lassen musste.

Hoch eingestuft sind auch Christian Stucki, Kilian Wenger und Matthias Sempach vom starken Bernisch-Kantonalen Schwingerverband sowie Christoph Bieri vom Nordwestschweizerischen Schwingerverbandes.

Umfassende Fernseh-Berichterstattung
Rund 200'000 Zuschauer werden in Frauenfeld erwartet. Das Schweizer Fernsehen bietet eine umfassende Berichterstattung zum Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest. SF zwei und HD suisse übertragen am Samstag, 21., und Sonntag, 22. August, während mehr als 18 Stunden live das Wettkampfgeschehen auf dem Schwingplatz. Den Auftakt zur breitflächigen Berichterstattung des Schweizer Fernsehens über das Grossereignis macht am Freitag, 23. Juli, um 20 Uhr auf SF 1 die Doku-Serie «SF bi de Lüt – Die Bösen» über die beiden Königstitel-Anwärter Nöldi Forrer Nöldi und Christian Stucki.

zim