Krienser Fussballer: «Ein bisschen Euphorie darf durchaus sein»

Der SC Kriens beendet die erste Saisonhälfte mit dem Auswärtsspiel in Vaduz (Sonntag, 16.00).

Turi Bucher
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SCK-Trainer Bruno Berner.

SCK-Trainer Bruno Berner. 

Bild: Claudio Thoma/freshfocus (Winterthur, 5. April 2019)

Am letzten Wochenende übernachtete der SC Kriens nach dem 2:1-Heimsieg gegen den FC Wil auf dem dritten Tabellenrang. Das hätte vor dem Saisonstart kaum einer zu prophezeien gewagt. Am Sonntag wurden die Krienser dann von Vaduz auf Rang 4 verdrängt: Die Liechtensteiner hatten überraschend 2:0 bei Leader Lausanne gewonnen.

Nun kommt es am Sonntag zum Duell zwischen dem Dritten und dem Vierten, welche nur durch einen Punkt getrennt sind. Ausserdem treffen in dieser 18. Runde der Erste (Lausanne) und der Zweite (Grasshoppers) sowie der Fünfte (Wil) und der Sechste (Winterthur) aufeinander. So oder so, was immer auch in diesen Partien passiert: Kriens wird mindestens auf Rang 5, in der ersten Tabellenhälfte also, überwintern.

Muss der Krienser Trainer Bruno Berner am Sonntag auf der Reise nach Vaduz also auf die berühmte Euphoriebremse treten, oder soll man ruhig ein bisschen entzückt und berauscht aufs Feld laufen und ins Spiel steigen? «Ein bisschen Euphorie darf durchaus sein», sagt Berner, «denn wann wird es das wieder geben, dass der SC Kriens in der Challenge League um den dritten Rang kämpft?» Sogleich hebt Berner aber den Warnfinger: «Etwas Euphorie ja, aber wir wollen nicht überschwänglich werden, nicht kopflos agieren.»

Durch die Gerüchte um einen möglichen Wechsel von Berner zum FC Luzern liessen sich die Krienser in den vergangenen Wochen nicht irritieren. «Kein Kommentar», kommentieren Berner und Sportchef Bruno Galliker entsprechende Stichworte. Aus offenbar gutem Grund: «Weil es nämlich nichts zu sagen gibt.»

SCK-Coach Berner will definitiv nicht über den FCL reden, sondern über das Spiel gegen die Vaduzer. «Die sind in Form», sagt Berner. «Nach einem strengen Sommer haben sie sich unterdessen gefangen. Die Europacup-Doppelbelastung ist für einen Club wie Vaduz eine enorme Belastung. Plötzlich ist Vaduz ein Anwärter auf den zweiten Rang.»

Vaduz hat die zweitbeste Trefferquote der Liga

Und aufgepasst, Berner weist auf eine besondere Begebenheit hin: «Vaduz schiesst viele Tore!» Tatsächlich können die Liechtensteiner nach 17 Partien mit 37 Toren hinter Lausanne (48) die zweithöchste Trefferzahl vorweisen. Zum Vergleich: GC 27 Tore; Kriens 24 Tore.

Vaduz wird vom ehemaligen Serie-A-Spieler und Liechtenstein-Captain Mario Frick trainiert. Mit dabei im Vaduz-Kader ist dessen Sohn Noah, der diese Saison zwei Tore erzielt hat. Beste Torschützen sind Manuel Suter (6), Mohammed Coulibaly und Tunahan Cicek (je 5). Auf Krienser Seite haben bisher Asumah Abubakar (7), Omer Dzonlagic und Nico Siegrist (je 4) getroffen.

SCK-Trainer Berner stehen im letzten Spiel vor Weihnachten ausser den Dauerverletzten Daniel Fanger und Elia Alessandrini alle Spieler zur Verfügung. Nur der angeschlagene Anthony Bürgisser ist fraglich. Die zuletzt gesperrten Jan Elvedi und Igor Tadic sowie der zuvor verletzte Daniel Follonier kehren zurück.