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1:1 gegen Brasilien: Schweiz setzt ein erstes Ausrufezeichen

Die Schweiz zeigt gegen Brasilen einen äusserst beherzten Auftritt und gewinnt einen Punkt. Sie erarbeitet sich das 1:1 mit etwas Glück, vor allem aber mit einer tollen kämpferischen Leistung.
Christian Brägger, Rostow am Don
Gleich folgt der Schweizer Jubel: Steven Zuber (Mitte) trifft per Kopf zum 1:1-Ausgleich. (Bild: Kevin C. Cox/Getty (Rostow am Don, 17. Juni 2018))

Gleich folgt der Schweizer Jubel: Steven Zuber (Mitte) trifft per Kopf zum 1:1-Ausgleich. (Bild: Kevin C. Cox/Getty (Rostow am Don, 17. Juni 2018))

Es wurde hektisch in den letzten 25 Minuten, die Stimmung aufgeladener. Auf den Rängen, insbesondere auf dem Rasen. Doch das hatten sich die Schweizer in ihrem WM-Startspiel erarbeitet gegen diesen schier übermächtigen Rivalen, dank Steven Zubers einigermassen unerwartetem Kopfballtreffer in der 50. Minute, der die frühe Führung der Brasilianer ausglich. Zubers viertem Tor in der Nationalmannschaft ging vielleicht der kleine Makel seines Stossens an, doch das konnte den Schweizern egal sein. Hin und her ging es nun, die Mannschaft von Vladimir Petkovic schnupperte an der Überraschung und kämpfte solidarisch mit allen Mitteln, die Brasilianer lamentierten und drückten. Petkovic begann zu wechseln, frische Kräfte sollten helfen, den verdienten Lohn der harten Arbeit über die Zeit zu bringen. Für den starken Valon Behrami brachte er Denis Zakaria, bald einmal Breel Embolo für Haris Seferovic, später Michael Lang für Stephan Lichtsteiner. Und die Schweizer konterten.

Doch man fragte sich, ob das gut gehen könne, denn der fünffache Weltmeister machte nun wieder das, womit er aufgehört hatte nach dem Tor Philippe Coutinhos in der 20. Minute: Sie spielten wieder Fussball, was ihrer DNA entspricht. Doch das Spiel dauerte ja nicht mehr lange, und die Schweizer hatten Yann Sommer im Tor, der vor Beginn der Nachspielzeit den Kopfball des eingewechselten Roberto Firmino bravourös parierte. 20 Sekunden später flog der Ball knapp an seinem Pfosten vorbei, und dann, nur noch einen letzten Freistoss überstehen, natürlich durch ihn getreten, Neymar, den Superstar, den man oft sah, der aber selten gefährlich wurde. Nur zog es der 26-Jährige vor, zu flanken; kein probates Mittel gegen die gute Schweizer Hintermannschaft – das 1:1 blieb.

Toooooor für die Schweeeeiz! Die Freude beim Torschützen ist gross. (Bild: Photo by Kevin C. Cox/Getty Images)
Jubel bei Haris Seferovic, Xherdan Shaqiri und Steven Zuber (von links) nach dem Tor. (Bild: Lauren Gilliéron / Keystone)
Behrami neutralisierte den Brasilianischen Star-Spieler Neymar, bis unser "Krieger" wegen einer Verletzung vom Platz musste. (Bild: AP Photo/Themba Hadebe)
Behrami und Neymar nach einem Zweikampf. (Bild: AP Photo/Darko Vojinovic)
Brasiliens Coutinho erzielte in der 19. Minute das 1:0 für Brasilien. (AP Photo/Themba Hadebe)
Ein Fan posiert mit Bundespräsident Alain Berset für ein Selfie. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Nach der Pause dann der lang ersehnte Ausgleich: Nach einem Eckball köpft Steven Zuber den Ball gekonnt ins gegnerische Tor. (Bild: Kevin C. Cox/Getty Images)
Die Schweizer freuen sich über ein hart erkämpftes Unentschieden... (Bild: KEYSTONE/Laurent Gillieron)
...Oder wie Kommentator Sascha Ruefer es formulierte: "Die Schweiz gewinnt 1:1!" (Bild: AP Photo/Themba Hadebe)
Fieberte auf der Tribüne für Ihren Valon mit: Skirennfahrerin Lara Gut. (Bild: Lauren Gilliéron / Keystone)
Herzliche Begrüssung der beiden Trainer vor dem Spiel: Vladimir Petkovic (links) und Tite. (Bild: Lauren Gilliéron / Keystone)
11 Bilder

Ein Punkt gegen Brasilien

Schweiz kann gelassen in das nächste Gruppenspiel gehen

Mit der Punkteteilung ist der Schweiz in Rostow am Don ein guter Start in die WM geglückt, sie kann in relativer Gelassenheit in die nächste Gruppenpartie am Freitag gegen Serbien gehen. Einmal mehr zeigte sich, wie stabil diese Mannschaft geworden ist, und auch wenn Petkovic im Vorfeld davon gesprochen hatte, ein Unentschieden wäre nur ein halbes Resultat und allenfalls zu wenig für seine Ambitionen, so dürfte er diesen einen Punkt mit einem guten Gefühl mitnehmen. In der Defensive wusste seine Mannschaft zu überzeugen, bis auf diese eine Ausnahme beim 0:1.

Die Schweizer wollten diesem Gegner auf Augenhöhe begegnen, und ein bisschen hatten sie auch auf einen Sieg geschielt im Vorfeld. Das war vermutlich zu verwegen, da standen ja keine Geringeren als Neymar, Thiago Silva, Coutinho oder Casemiro auf der anderen Seite. An den drei Punkten schnupperten sie nach dem guten Beginn aber lange nicht, die Brasilianer waren insbesondere in der ersten Halbzeit stärker. Blerim Dzemaili vergab zwar früh eine Halbchance, dann aber nahm die Partie keinen guten Verlauf für die Schweiz, die Brasilianer begannen sich zu entfalten, immer mehr nahmen sie Fahrt auf. Nach der Führung zog sich Tites Mannschaft zurück, überliess den Schweizern das Spiel. Das tat ihnen gut, weil sie dadurch wieder jenes Selbstvertrauen erhielten, welches ihnen kurzzeitig abhanden gekommen war. Und auch wenn sie in der Offensive mehrheitlich harmlos agierten, brachte die erwartete Startformation den Gegner doch das eine oder andere Mal in Verlegenheit. Insbesondere setzte Petkovic auf Zuber im linken Mittelfeld, den Torschützen – es war die richtige Wahl, auch wenn er beim 0:1 nicht ganz schuldlos war.

35 WM-Spiele vereinten die Schweizer auf dem Platz und besassen damit mehr Erfahrung als der Gegner (28 WM-Partien) auf dieser Bühne, doch gemessen an deren Marktwertsumme relativierte sich dieser Wert blitzschnell; für einmal gab es also ein Unentschieden zwischen Geld und Routine.

Brasilien - Schweiz 1:1 (1:0)


Rostow. - 43'109 Zuschauer. - SR Ramos (MEX). - Tore: 20. Coutinho 1:0. 50. Zuber (Shaqiri) 1:1.
Brasilien: Alisson; Danilo, Thiago Silva, Miranda, Marcelo; Paulinho (67. Renato Augusto), Casemiro (60. Fernandinho), Coutinho; Willian, Gabriel Jesus (79. Firmino), Neymar.
Schweiz: Sommer; Lichtsteiner (87. Lang), Schär, Akanji, Rodriguez; Behrami (70. Zakaria), Xhaka; Shaqiri, Dzemaili, Zuber; Seferovic (80. Embolo).
Bemerkungen: Brasilien ohne Fred (verletzt), Schweiz komplett. Verwarnungen: 31. Lichtsteiner (Foul). 47. Casemiro (Foul). 65. Schär (Foul). 68. Behrami (Foul).

Schweizer Fussballfans schwärmen von der guten Atmosphäre in Rostow

So feiern die Fussballfans das 1:1 der Schweiz gegen Brasilien

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