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Der Franzose Guillaume Hoarau ist ein Glücksfall für den Schweizer Fussball

Die Young Boys stehen als fünfte Schweizer Mannschaft in der Königsklasse. Dank einer Doublette von Guillaume Hoarau.
Daniel Good
Guillaume Hoarau. (Bild: Keystone/AP Photo (Zagreb, 28. August 2018))

Guillaume Hoarau. (Bild: Keystone/AP Photo (Zagreb, 28. August 2018))

Die Young Boys können sich glücklich schätzen, einen wie Guillaume Hoarau in ihren Reihen zu haben. Denn eigentlich ist er viel zu gut für den Schweizer Fussball. Hoarau stammt aus dem Land des Weltmeisters. Er spielte in Paris mit Superstar Zlatan Ibrahimovic. In einer der stärksten Nationalmannschaften der Welt schaffte er es immerhin auf fünf Länderspiele. Gegen Norwegen stand er 2010 als Debütant in der Startformation und wurde nach einer guten Stunde durch den heutigen Real-Stürmer Karim Benzema ersetzt.

Dass Hoarau im Sommer 2014 als 30-Jähriger in der Schweiz landete, haben die Young Boys vorab dem französischen Club Bordeaux zu verdanken. Heute vor vier Jahren unterschrieb Hoarau in Bern. Bordeaux wollte ihn nicht mehr, sodass Hoarau ablösefrei zu haben war. Wahrscheinlich war der Spieler den Franzosen für einen 30-Jährigen zu teuer. 2013 soll Hoarau vier Millionen Euro verdient haben. In Bern wird er etwa 1,5 Millionen Franken erhalten.

Hoarau ist für die Young Boys bis heute jeden Rappen wert. Dank der zwei Treffer des Franzosen am Dienstagabend in Zagreb schaffte der Schweizer Meister den Sprung in die Champions League. Die Qualifikation für die Königsklasse trägt den Bernern rund 30 Millionen ein. Dank des fetten Zustupfs für die Young Boys dürfte auch die jahrelange Dominanz des FC Basel auf nationaler Ebene für längere Zeit vorbei sein.

Dass Hoarau schon 34-jährig ist, hält andere Clubs von Bern fern. Höchstens die Chinesen könnten noch Interesse haben. Aber dort war Hoarau bereits. Nur kurz, denn gefallen hat es ihm nicht im Reich der grossen finanziellen Mittel. In Bern hat Horau einen bis Ende Juni 2020 gültigen Vertrag.

Geboren ist Hoarau auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean – fast 9000 Kilometer von Bern entfernt. Als 19-Jähriger kam er nach Frankreich. Nach Anlaufschwierigkeiten wurde er 2008 Torschützenkönig und bester Spieler in der zweithöchsten Spielklasse. Im gleichen Jahr erhielt er einen Vertrag beim Grossclub Paris St-Germain. Im Cupfinal 2010 gegen Monaco erzielte Hoarau vor 75000 Zuschauern in der Verlängerung den Siegtreffer.

Hoarau ist nicht nur torgefährlich, sondern auch beliebt und skandalfrei. Ein sympathischer Star mit einer Vorliebe für Reggaemusik. Er greift in der Öffentlichkeit gerne zur Gitarre und singt – und sorgt damit auch abseits des Rasens für die Musik.

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