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Ein Hochkaräter für den EV Zug

Der EVZ verpflichtet mit Center Oscar Lindberg einen weiteren Ausländer. Der Schwede ist zweifacher Weltmeister.
Sven Aregger
Oscar Lindberg, hier im Dress der Ottawa Senators, soll dem EV Zug mehr Flexibilität bringen. Bild: Jeff McIntosh/AP (Edmonton, 23. März 2019)

Oscar Lindberg, hier im Dress der Ottawa Senators, soll dem EV Zug mehr Flexibilität bringen. Bild: Jeff McIntosh/AP (Edmonton, 23. März 2019)

Geplant war, dass der EV Zug mit vier Ausländern in die neue Saison startet. Mit dem Kanadier David McIntyre, dem Tschechen Jan Kovar sowie den Schweden Carl Klingberg und Erik Thorell. Nun ist Sportchef Reto Kläy aber doch nochmals aktiv geworden auf dem Transfermarkt. Die Zuger verpflichten den schwedischen Center Oscar Lindberg, der in der NHL ein Free Agent, also vertragslos, war.

Der 27-Jährige ist hochdekoriert: Er wurde 2013 und 2017 Weltmeister mit Schweden, gewann 2013 die Meisterschaft mit seinem Heimatverein Skelleftea und hat in der NHL für die New York Rangers, die Vegas Golden Knights und die Ottawa Senators insgesamt 269 Spiele (84 Skorerpunkte) absolviert. Im vergangenen Jahr erreichte der schnelle und technisch versierte Stürmer mit Vegas den Stanley-Cup-Final, der gegen die Washington Capitals verloren ging. Kläy sagt: «Er ist ein hochkarätiger Profi und ein qualitatives Upgrade für unser Team.»

Der Zuger Sportchef, der stets ein Auge auf die Entwicklungen in Nordamerika gerichtet hat und Lindberg schon länger kennt, wollte deshalb die Chance auf den Transfer nutzen. Der 88 kg schwere und 1,85 m grosse Skandinavier, der auch als Flügel eingesetzt werden kann, soll den Zugern mehr taktische und personelle Flexibilität bringen. Kläy hat nicht vergessen, dass die Verletzungsmisere bei den Ausländern und der plötzliche Abgang von Viktor Stalberg den EVZ in der vergangenen Saison zum Handeln zwangen. Während der Meisterschaft stiessen zwei neue Ausländer zum Team, beide sind inzwischen wieder weg.

Für McIntyre könnte es eng werden

Nun stehen dem EVZ drei ausländische Center zur Verfügung. Sofern alle gesund bleiben, könnte es für David McIntyre schwierig werden, sich in der Mannschaft zu behaupten. Der 32-jährige Kanadier, der in Zug noch einen Vertrag bis im Frühling hat, kämpfte in der letzten Saison mit Verletzungen und blieb weit hinter den Ansprüchen. Die Klubverantwortlichen haben ihm Ende Saison denn auch klargemacht, dass sie mehr von ihm erwarten. Kläy sagt: «Meine Aufgabe ist es, eine wettbewerbsfähige Mannschaft zusammenzustellen. Aber letztlich ist es Sache des Trainers Dan Tangnes, das bestmögliche Team aufs Eis zu schicken.»

Lindberg unterschrieb in Zug einen Kontrakt bis 2020 mit Option auf ein weiteres Jahr. Er will sich die Möglichkeit für eine Rückkehr in die NHL offenhalten. Ein Profi seines Formats hat selbstredend seinen Preis, aber Kläy betont, dass der Spieler auch finanziell ins Konstrukt der Organisation passen müsse. «Er hätte auch nach Russland in die KHL gehen und dort viel mehr Geld verdienen können.»

Oscar Lindberg wird voraussichtlich Ende Woche in Zug eintreffen. Ein Einsatz in den Champion-League-Heimspielen am Donnerstag gegen Rungsted Seier Capital (Dänemark) und am Samstag gegen HPK Hämeenlinna (Finnland) kommt wohl noch zu früh.

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