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Ein Phänomen und ein Versprechen – der ungefährdete 5:1-Sieg des EV Zug gegen den HC Ambri-Piotta

Beim Zuger 5:1-Sieg gegen Ambri trifft Grégory Hofmann doppelt. Auch Goalie Luca Hollenstein beeindruckt.
Sven Aregger
Bezwingt Ambri-Goalie Dominik Hrachovina zweimal: EVZ-Topskorer Grégory Hofmann (rechts). (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Zug, 11. Oktober 2019)

Bezwingt Ambri-Goalie Dominik Hrachovina zweimal: EVZ-Topskorer Grégory Hofmann (rechts). (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Zug, 11. Oktober 2019)

Ambris Sportchef Paolo Duca kann seinen Emotionen schon mal freien Lauf lassen – wie ein heissblütiger Tessiner eben so ist. Es waren noch keine sechs Minuten in der Bossard-Arena gespielt, als Duca auf der Medientribüne unmissverständlich zum Ausdruck brachte, was er bis dahin vom Auftritt seiner Mannschaft hielt. Duca schlug mit der Hand auf den Tisch und liess einige Schimpfwörter folgen. Soeben war der EV Zug durch Santeri Alatalo mit 2:0 in Führung gegangen, und Ambri-Trainer Luca Cereda sah sich bereits zu einem Timeout genötigt. Cereda und Duca hatten da womöglich schon eine Vorahnung, dass der Abend für die Leventiner kein gutes Ende nehmen würde. Schliesslich hat Ambri in den vergangenen Jahren selten eine gute Figur abgegeben in der Bossard-Arena. Gestern bezogen sie die 16. Niederlage in den letzten 18 Qualifikationsspielen beim EV Zug.

Spätestens nach den beiden Powerplay-Toren von Grégory Hofmann im zweiten Abschnitt war die Partie entschieden. Hofmann, der frühere Ambri-Stürmer, ist ein Phänomen. Nach zehn Meisterschaftsspielen hat er bereits neunmal getroffen. Macht er so weiter, steht er am Ende der Qualifikation bei 45 Toren. «Ich kenne meine Qualitäten und kann die 40-Tore-Marke erreichen», sagte Hofmann nach der Partie. «Die Treffer sind gut für mein Selbstvertrauen und für die Mannschaft. Aber ich weiss, dass ich mich noch verbessern kann.» Zur Erinnerung: Mit 30 Toren war Hofmann in der Vorsaison der beste Schütze der Liga.

Trainer Tangnes lobt Hollenstein

Die Zuger konnten gegen Ambri an die guten Leistungen in den vergangenen zwei Wochen anknüpfen. Nach dem holprigen Saisonstart ist in der Mannschaft die Einsicht eingekehrt, dass prominente Namen allein nicht ausreichen, um in der ­National League erfolgreich zu sein. Man sieht wieder einen aufmerksamen, läuferisch überzeugenden EVZ, bei dem auch die Abstimmung funktioniert. Trainer Dan Tangnes sagte: «Wir spielen immer mehr so, wie wir spielen wollen.»

Tangnes hatte ein junges Team mit acht aktuellen oder ehemaligen Academy-Spielern aufgeboten. Goalie Luca Hollenstein absolvierte sein erstes Spiel von Beginn weg in der National League und zeigte wie schon am Mittwoch in der Champions League eine tadellose Leistung. Damit demonstrierte der 19-Jährige, dass er ein grosses Versprechen für die Zukunft ist. «Ich bin beeindruckt, wie mental stabil Luca für sein Alter schon ist», lobte Tangnes.

Hollenstein erhält Spielpraxis, um bereit zu sein, sollte sich Stammkeeper Leonardo Genoni mal verletzen. EVZ-Sportchef Reto Kläy sagte dazu: «Man kann ein Haus auch nicht erst versichern, wenn es schon brennt.» Zu seinem Debüt in der höchsten Spielklasse kam Jordann Bougro (21), ein französischer Stürmer mit Schweizer Lizenz, der aus dem Nachwuchs des HC Lausanne stammt.

Heute gastiert der EVZ bei den neu erstarkten ZSC Lions. Es ist ein interessanter Vergleich, zumal die beiden Teams aktuell die besten Offensivabteilungen der Liga stellen. Zürich steht bei 41 erzielten Toren, Zug mit einem Spiel weniger bei 40. Die Lions werden die Partie ausgeruht angehen können, sie hatten eine knappe Woche spielfrei.

Zug – Ambri-Piotta 5:1 (2:0, 3:0, 0:1)
6612 Zuschauer. – SR Wiegand/Gofman (RUS), Cattaneo/Kovacs. Tore: 3. Zehnder (Albrecht, Diaz) 1:0. 6. Alatalo (Martschini, Thorell) 2:0. 22. McIntyre 3:0. 32. Hofmann (Martschini/Ausschlüsse Dal Pian, Bianchi) 4:0. 39. Hofmann (Diaz, Kovar/Ausschluss Ngoy) 5:0. 55. Kneubuehler (Ausschluss McIntyre) 5:1. – Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Zug, 12-mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
Zug: Hollenstein; Diaz, Stadler; Thiry, Alatalo; Morant, Schlumpf; Wüthrich; Simion, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, Thorell; Leuenberger, McIntyre, Bachofner; Langenegger, Albrecht, Zehnder; Bougro.
Ambri-Piotta: Hrachovina; Fora, Dotti; Plastino, Fischer; Fohrler, Ngoy; Pinana, Neuenschwander; Flynn, Müller, Zwerger; Trisconi, D’Agostini, Egli; Hofer, Goi, Bianchi; Incir, Dal Pian, Kneubuehler.

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