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Ein Resultat für das Selbstvertrauen

Die Schweiz hinterlässt beim 1:1 in Spanien im vorletzten WM-Vorbereitungsspiel einen zwiespältigen Eindruck. In der ersten Halbzeit muss das Petkovic-Team unten durch, am Ende ist wenigstens das Ergebnis gut.
Christian Brägger, Villarreal
Der Schweizer Torschütze Ricardo Rodriguez (rechts) im Zweikampf mit dem Spanier Lucas Vazquez. (Bild: Keystone/Alberto Saiz, 3. Juni 2018)

Der Schweizer Torschütze Ricardo Rodriguez (rechts) im Zweikampf mit dem Spanier Lucas Vazquez. (Bild: Keystone/Alberto Saiz, 3. Juni 2018)

Die Schweizer wollen wissen, wo sie stehen. Sie wollen sich gegen Spanien zeigen, wie Xherdan Shaqri im Vorfeld sagte. Vladimir Petkovic prüft seine Optionen, will Eindrücke sammeln und wechselt im ganzen Spiel sechsmal aus. Und am Ende dieses vorletzten WM-Tests und spätabends in Villarreal wissen Schweizer Trainer und Mannschaft: Es bleibt noch einiges zu tun bis zum Turnierstart – nicht nur angesichts der Ambitionen. Also tief Luft holen, durchatmen, sich am Positiven festhalten: Und das ist das Resultat, es ist das Beste an der Partie und bestätigt die Schweiz in ihrem Ruf, dass man sie erst einmal besiegen muss. Und sie eben kein einfacher Gegner ist – Brasilien wird für die WM in Russland gewarnt sein.

Der Schweizer Josip Drmic (links) liefert sich ein Duell um den Ball mit Spaniens Thiago. (Bild: Keystone/AP Photo/Alberto Saiz)
Der Schweizer Ricardo Rodriguez (3. von links) trifft zum 1:1 gegen den spanischen Goalie David de Gea. (Bils: Keystone/Laurent Gillieron)
Switzerland's Ricardo Rodriguez, right, celebrates with his teammates scoring his side's opening goal during the friendly soccer match between Spain and Switzerland at the Ceramica stadium in Villarreal, Spain, Sunday, June 3, 2018. (Bild: Keystone/AP Photo/Alberto Saiz)
Spaniens Lucas Vazquez (links) kämpft um den Ball gegen den Schweizer Steven Zuber. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)
Beim Freundschaftsspiel finden der Schweizer Xherdan Shaqiri (Mitte) und der Spanier Thiago Alcantara Zeit für eine Umarmung. (Keystone/Laurent Gillieron)
Der Schweizer Breel Embolo (links) und der Spanier Marco Asensio kämpfen um den Ball. (Keystone/AP Photo/Alberto Saiz)
Spaniens Odriozola (2. von links) feiert sein Tor für Spanien mit Teamkollege Lucas Vazquez. (Keystone/AP Photo/Alberto Saiz)
Der Schweizer Goalie Yann Sommer erreicht den Ball nicht mehr. Der Schuss von Spaniens Odrizola landet im Tor. (Keystone/Laurent Gillieron)
Der Schweizer Xherdan Shaqiri (links) und Spaniens Jordi Alba sprinten um den Ball. (Keystone/Laurent Gillieron)
9 Bilder

Testspiel Spanien - Schweiz 1:1

Hochverdiente Führung für die Spanier

Die Spanier, ohne die Real-Stars wie Sergio Ramos oder Isco und angetrieben von einem glänzend aufgelegten Andrés Iniesta, bleiben in der ersten Halbzeit wenig schuldig, ehe sie in der zweiten nachlassen. In den ersten 45 Minuten aber werden sie ihrer Reputation gerecht, spielstark zu sein und jeden Gegner zu dominieren; das alles will die Schweiz zwar auch, doch es gelingt ihr nie, auch ihre Körpersprache ist oft nicht gut. Ständig haben die Spanier vier, fünf Anspielstationen, kombinieren sich an den Strafraum, wo sie ab und an zu verspielt sind. Die Schweiz steht mehrheitlich unter Dauerdruck, bereits nach knapp 90 Sekunden muss sich Yann Sommer ein erstes Mal auszeichnen. Erst mit der Zeit kann sie sich aus der Umklammerung lösen – der geschonte Granit Xhaka fehlt spürbar.

Nach einer knappen halben Stunde fällt der verdiente Führungstreffer für die Mannschaft von Julen Lopetegui, die seit der EM 2016 unbesiegt ist, weil der Ball in der Gefahrenzone bleibt. David Silva bedient von der Seite den aufgerückten Aussenverteidiger Álvaro Odriozolo, der mit einer sehenswerten Direktabnahme Sommer keine Chance lässt. Danach bleibt die Struktur des Spiels gleich, es gibt Einbahnstrassenfussball. Nach der Pause gibt Petkovic unter anderen Breel Embolo und Josip Drmic die Chance, es besser zu machen als beispielsweise Blerim Dzemaili und Haris Seferovic. Shaqiri rückt von der Seite in die Mitte hinter die Sturmspitze, wird aber auch hier nicht sichtbar. Und plötzlich, aus heiterem Himmel, passiert es in der 62. Minute: Captain Stephan Lichtsteiner schlenzt den Ball, Goalie David de Gea kann ihn nicht festhalten, der aufgerückte Ricardo Rodriguez profitiert. Und erzielt seinen vierten Treffer im Nationaldress. Es ist das Tor, das der Schweiz ein falsches Gefühl geben könnte, weil die Spanier insbesondere gegen Ende der Partie gleich reihenweise im Abschluss sündigen. Es liegt nun an Petkovic, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Weil in der Schlussphase aber weder Edmilson Fernandes noch Silvan Widmer und dafür Michael Lang und François Moubandje zum Einsatz kommen, dürften sich die Karten der Erstgenannten für die heutige Reduktion des WM-Kaders nochmals verschlechtern.

Eine Bewertung der Spieler fällt schwer

Obwohl die Bewertung der Schweizer, die in diesem schmucken Stadion auf dem Rasen stehen, schwierig sein wird – zu unterlegen und wenig sattelfest agieren sie. Doch der Schweizer Verband hat sich mit Bedacht Spanien als eine Art Brasilien II ausgesucht. Folglich schickt Petkovic ja auch eine Formation auf den Platz, die jener in 13 Tagen an der WM gegen das richtige Brasilien entsprechen kann. Wie erwartet läuft Denis Zakaria für Xhaka auf, es gibt keine Überraschungen, wenn man Manuel Akanji, der anstelle von Johan Djourou spielt, vielleicht ausklammert; es ist allerdings eine nachvollziehbare Variante, zumal dem Dortmunder die Zukunft gehört. Brilliert hat er nicht, aber das hat keiner. Trotzdem: Das 1:1 gegen ein starkes Spanien ist immerhin ein Resultat für das Selbstvertrauen.

Spanien – Schweiz 1:1 (1:0) Estadio de la Ceramica, Villarreal. – 22 000 Zuschauer. – SR Kovacs (ROU). Tore: 29. Odriozola (David Silva) 1:0. 62. Rodriguez (Lichtsteiner) 1:1. Spanien: De Gea; Odriozola (70. Nacho), Piqué, Azpilicueta, Jordi Alba (78. Nacho Monreal); Koke, Thiago Alcantara, Iniesta (55. Saul Niguez); Iago Aspas (46. Vazquez), Diego Costa (60. Rodrigo Moreno), David Silva (60. Asensio). Schweiz: Sommer; Lichtsteiner (63. Lang), Schär (46. Djourou), Akanji, Rodriguez (78. Moubandje); Behrami (63. Gelson Fernandes), Zakaria; Shaqiri, Dzemaili (46. Embolo), Zuber; Seferovic (46. Drmic). Bemerkung: Spanien ohne Busquets (krank) und Carvajal (verletzt) sowie Sergio Ramos und Isco (beide noch nicht im Aufgebot), Schweiz ohne Xhaka (geschont). 91. Schuss von Nacho touchiert den Aussenpfosten. Verwarnungen: 57. Saul Niguez, 89. Zuber (beide Foul).

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