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«Eine kaum fassbare Realität»

Der abtretende OK-Präsident Max Plüss kann die Resultate vom Dienstag kaum fassen. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 5. Juli 2017))

Der abtretende OK-Präsident Max Plüss kann die Resultate vom Dienstag kaum fassen. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 5. Juli 2017))

OK-Präsident Um 10.21 Uhr am Mittwochvormittag trifft die Mail des abtretenden Meeting-OK-Präsidenten Max Plüss (69, Bild) auf der Redaktion ein. Was am Dienstagabend passierte, hat ihn tief bewegt. Er schreibt: «Ich habe innerlich die ganze Nacht gejubelt. Ich juble auch jetzt noch ... Mein innigster Wunschtraum ist zur kaum fassbaren Realität geworden: vier Speerwürfe über 90 m, die Bestweite 94,44 m.»

Max Plüss, konnten Sie nach diesen unglaublichen Speerwürfen von Johannes Vetter überhaupt schlafen?

Letztlich bin ich dann doch noch zu vier Stunden Schlaf gekommen. Vor dem Meeting, meinem letzten Meeting als OK-Präsident, war eine grosse Anspannung in mir. Dann kam die Enttäuschung, weil der Regen einsetzte und die Sprintzeiten beeinflusste. Doch danach diese Auftritte im Speerwurf – die haben dem Meeting vor 6000 Zuschauern die Wende gegeben.

Was hat die Verpflichtung der Athleten gekostet?

Gagen, Flüge und Hotels zusammengerechnet rund 240 000 Franken.

Wie hoch ist die Gage für Johannes Vetter?

Es wäre ganz schlecht, wenn ich jetzt über Gagen von einzelnen Athleten sprechen würde. Ich kann Ihnen sagen, dass Vetter mit seiner Sonderleistung eine zusätzliche Prämie von 6500 Franken gewonnen hat.

Sie waren in jüngeren Jahren selber Speerwerfer, damals beim STV Luzern. Wie weit warfen Sie den Speer?

Das möchte ich jetzt nicht sagen. Im Vergleich zu Vetters Weite würde ich nicht besonders gut dastehen.

Jetzt machen Sie’s spannend. Rücken Sie mit der Zahl raus.

Also gut, ich habe den Speer 65 m weit geworfen. Damit war ich mal die Nummer 5 der Schweiz.

Sie treten nach 31 Jahren als OK-Präsident ab. Da schwingt schon ein bisschen Wehmut mit, oder?

Auf jeden Fall. Aber nach diesem Speerwurf-Geschenk überwiegt eine riesige Freude.

Neben der Speerwurf-Sensation vom Dienstagabend: Welches war in diesen 31 Jahren Ihr persönliches Highlight?

Vielleicht der Auftritt des Sprinters Yohan Blake 2012. Er hatte eben erst an den jamaikanischen Meisterschaften Usain Bolt über 100 und 200 m geschlagen und bezeichnete unser Meeting als letzte Vorbereitung für die Olympischen Spiele in London. Journalisten aus ganz Europa reisten seinetwegen an, wir mussten speziell wegen Blake eine zusätzliche Medienkonferenz einberufen. Blake hält immer noch den Luzerner Stadionrekord von 9,85 Sekunden. Interview: Turi Bucher

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