EINIGUNG: Zukunft des Duos Risi/Marvulli ist gesichert

Nach einer fünfwöchigen Pause haben die Schweizer Sixjours-Stars Bruno Risi und Franco Marvulli wieder zusammengefunden. Dies nach einer Aussprache beim Sechstagerennen in Berlin.

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Fahren wieder zusammen: Franco Marvulli und Bruno Risi in der Fahrerbox. (Bild EQ Images)

Fahren wieder zusammen: Franco Marvulli und Bruno Risi in der Fahrerbox. (Bild EQ Images)

Hier fuhren die beiden auf Wunsch des Veranstalters zusammen; den Sieg verpassten sie knapp (siehe Artikelverweis). Seitdem ist für den Urner Bruno Risi klar, dass er bis zum Karrierenende im nächsten Winter an der Seite von Marvulli fahren wird.

Seit der Trennung vor dem Zürcher Sechstagerennen im Dezember waren die Risi und Marvulli getrennte Wege gegangen. Bei den Rennen in Rotterdam und Bremen trat Risi mit seinem Zürich-Partner Dany Stam an, Marvulli abwechselnd mit den Deutschen Olaf Pollack und Leif Lampater. Obwohl beide jeweils einen Podestplatz erreichten, wurden sie nicht wirklich glücklich. «Bruno hat in der Zeit gemerkt, was er an mir hat, und ich, was ich an Bruno habe», bringt es Marvulli auf den Punkt. Denn die beiden, der eine eher Sprinter, der andere ein Tempobolzer, ergänzen sich auf der Bahn ideal.

«Von den Medien zu sehr aufgebauscht»
Für den Zürcher war es wichtig, dass beide ihre Fehler eingesehen haben. Das war für ihn die Basis zur erneuten Zusammenarbeit. «Es passierten Sachen, die mich getroffen hatten, aber ich merkte auch bald, dass ich nur mit Taten, nicht mit Worten überzeugen musste», so Marvulli. Nun gelte es, das Positive aus der zwischenzeitlichen Trennung mitzunehmen und vorwärts zu schauen. Auch Risi ist über die Wiederversöhnung sichtlich froh: «Anfang Januar fuhren wir gemeinsam zum Rennen nach Rotterdam. Bereits da hatten wir lange Gelegenheit, uns auszusprechen und einiges zu klären. Denn einige Dinge wurden teilweise von den Medien zu sehr aufgebauscht.» Diese Klärung war auch nötig. Denn damals war schon klar, dass sie als Vorjahressieger in Berlin gemeinsam antreten würden. 

Einer der letzten der alten Garde
«Die einzigen, die von unserer Trennung profitierten, waren unsere Gegner. Die lachten sich ins Fäustchen», erkannte der bald 40-jährige Urner. Gleichzeitig weiss er auch, dass er zusammen mit Marvulli ein nur schwer schlagbares Team bildet, es sei denn, die Gegner verfügten über so sensationelle Beine wie Zabel/Bartko bei ihrem Sieg in Berlin. Deshalb steht für Risi fest, dass Marvulli sein Standard-Partner bleiben wird. Nicht zuletzt auch im eigenen Interesse, denn Risis Zeit für Erfolge auf der Bahn läuft ab. Am Ende des nächsten Winters will er als einer der letzten Vertreter der alten Sixjours-Garde von der Sportbühne abtreten.

si