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EISHOCKEY: Amerika und die jungen Wilden

Die USA haben überraschend die Gruppe B gewonnen. Für die Schweiz ist das eine gute Nachricht morgen kommt es zur Neuauflage des Halbfinals von 2013.
Der amerikanische Keeper Connor Hellebuyck: unerprobt, an der WM aber mit einer vorzüglichen Abwehrquote. (Bild: AFP/Joe Klamar)

Der amerikanische Keeper Connor Hellebuyck: unerprobt, an der WM aber mit einer vorzüglichen Abwehrquote. (Bild: AFP/Joe Klamar)

(v.l.n.r.) Timo Helbling aus der Schweiz, Petr Koukal von Tschechien und der Schweizer Goalie Reto Berra während des Spiels. (Bild: CTK)(v.l.n.r.) Timo Helbling aus der Schweiz, Petr Koukal von Tschechien und der Schweizer Goalie Reto Berra während des Spiels. (Bild: CTK)
Roman Cervenka aus Tschechien (L) in Aktion gegen den Schweizer Mark Streit. (Bild: FILIP SINGER)Roman Cervenka aus Tschechien (L) in Aktion gegen den Schweizer Mark Streit. (Bild: FILIP SINGER)
Der tschechische Goalie Ondrej Pavelec during the Ice Hockey während des Spiels. (Bild: FILIP SINGER)Der tschechische Goalie Ondrej Pavelec during the Ice Hockey während des Spiels. (Bild: FILIP SINGER)
Der Tscheche Michal Vondrka (#82) feiert sein Siegergoal mit seinen Teamkollegen Jakub Krejcik (#30), Michal Jordan, oben links, und Jiri Novotny, oben rechts. (Bild: SALVATORE DI NOLFI)Der Tscheche Michal Vondrka (#82) feiert sein Siegergoal mit seinen Teamkollegen Jakub Krejcik (#30), Michal Jordan, oben links, und Jiri Novotny, oben rechts. (Bild: SALVATORE DI NOLFI)
Hat das entscheidene Siegestor gemacht: der Tscheche Michal Vondrka. (Bild: FILIP SINGER)Hat das entscheidene Siegestor gemacht: der Tscheche Michal Vondrka. (Bild: FILIP SINGER)
Glen Hanlon, Trainer des Schweizer Teams instruiert seine Spieler. (Bild: SALVATORE DI NOLFI)Glen Hanlon, Trainer des Schweizer Teams instruiert seine Spieler. (Bild: SALVATORE DI NOLFI)
Der Schweizer Eric Blum (L) in Aktion. (Bild: FILIP SINGER)Der Schweizer Eric Blum (L) in Aktion. (Bild: FILIP SINGER)
Der Schweizer Goalie Reto Berra während des Spiels. (Bild: FILIP SINGER)Der Schweizer Goalie Reto Berra während des Spiels. (Bild: FILIP SINGER)
Der Tscheche Jakub Voracek (oben) in Aktion gegen den Schweizer Goalie Reto Berra (R) während des Penalty-Schiessens. (Bild: FILIP SINGER)Der Tscheche Jakub Voracek (oben) in Aktion gegen den Schweizer Goalie Reto Berra (R) während des Penalty-Schiessens. (Bild: FILIP SINGER)
Der Tscheche Jan Kovar (L) in Aktion gegen den Schweizer Goalie Reto Berra (R). (Bild: FILIP SINGER)Der Tscheche Jan Kovar (L) in Aktion gegen den Schweizer Goalie Reto Berra (R). (Bild: FILIP SINGER)
Der Tscheche Jakub Voracek, links, kollidiert mit dem Schweizer Reto Berra. (Bild: Petr David Josek)Der Tscheche Jakub Voracek, links, kollidiert mit dem Schweizer Reto Berra. (Bild: Petr David Josek)
Waren enttäuscht nach dem verlorenen Match gegen Tschechien: Die Schweizer Eishockeyspieler. (Bild: SALVATORE DI NOLFI)Waren enttäuscht nach dem verlorenen Match gegen Tschechien: Die Schweizer Eishockeyspieler. (Bild: SALVATORE DI NOLFI)
Die Tschechen hingegen feierten ihren Sieg gegen die Schweiz. (Bild: FILIP SINGER)Die Tschechen hingegen feierten ihren Sieg gegen die Schweiz. (Bild: FILIP SINGER)
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Tschechien-Schweiz 2:1

Nicola Berger, Prag

7 Spiele, 17 Punkte, Erfolge über Russland und Finnland, Platz 1 in der Gruppe B eine viel bessere Ausbeute lässt sich schwerlich erzielen. Also sagte Jack Eichel, das aufregendste Talent im US-Kollektiv: «Es fühlt sich gut an, diese Gruppe gewonnen zu haben.»

Während Eichel und Co. eifrig jenes Elixier tankten, welches bei Protagonisten US-amerikanischer Provenienz tendenziell im Überfluss vorhanden ist Selbstvertrauen – rätselt der Rest der Fachwelt darüber, wie stark die USA an dieser WM 2015 wirklich einzuschätzen sind.

Die Meinungen gehen auseinander, weil Licht und Schatten nahe beieinander liegen im Team von Todd Richards, dem Coach der Columbus Blue Jackets. Da war der Sieg über Russland, aber da waren eben auch die Niederlage gegen Weissrussland und das magere 1:0 über Dänemark.

Der gestrige Vergleich mit der Slowakei war exemplarisch für die Schwankungen der US-Equipe: Früh dominierten die Amerikaner den Gegner, lagen mit 3:0 in Front, ehe sie die Marge im Mitteldrittel innert 12 Minuten verspielten. 3:4 lautete das Skore zwischenzeitlich, aber am Ende hiess der Sieger doch wieder USA, dank einem Treffer Eichels, in der Verlängerung.

Das jüngste Team der WM

Die Unsicherheiten erstaunen nicht schliesslich stellen die USA das mit Abstand jüngste Team dieser Titelkämpfe. 23,76 Jahre beträgt das Durchschnittsalter, jenes der Schweiz beispielsweise liegt bei 27,32 Jahren. Das jugendliche Element kann ein Vorteil sein, wenn es um Attribute wie Erfolgshunger oder Unerschrockenheit geht, aber in entscheidenden Partien hat es sich selten bewährt. Auch morgen in Ostrava, das ist die Schweizer Hoffnung, soll sich die Routine durchsetzen.

Die Erfahrung ist nicht der einzige Strohhalm, an den sich die Schweizer klammern: Schon vor zwei Jahren, in Stockholm, gelang ein Triumph über die USA: Halbfinal 3:0.

Fragezeichen um den Torhüter

Die Amerikaner sind im Vergleich zu damals schlechter besetzt, zumindest auf dem Papier, es fehlt ihnen ein Akteur vom Format Paul Stastnys (29, St. Louis), dem Captain und Topskorer von 2013. Auch auf der Torhüterposition gibt es Fragezeichen: Connor Hellebuyck (21) hat in Ostrava bislang zwar vorzüglich gehalten (Abwehrquote von 94,2 Prozent), aber auch er ist unerprobt, in der abgelaufenen Spielzeit hat er bei St. Johns in der AHL gerade seine erste Profisaison absolviert.

Es gibt sie also, die Details, die am Donnerstag für einen Schweizer Exploit sprechen, aber man sollte sich deswegen keine Illusionen machen: Im Schweizer Kader finden sich vier NHL-Profis (Berra, Josi, Streit, Fiala), wovon einer (Berra) womöglich gar nicht eingesetzt wird. Die USA hingegen stellen ein Kontingent von 16 Akteuren aus der besten Liga der Welt.

Über die Favoritenrolle kann es keine Diskussion geben.

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