EISHOCKEY: Corsin Camichel wird Trainer des EHC Seewen

Der Ex-Zuger Corsin Camichel, der seine Karriere wegen gesundheitlicher Probleme nach 13 Saisons in der NLA beendet hat, bleibt dem Eishockey erhalten. Der 32-jährige Bündner wird Trainer des Erstligisten EHC Seewen.

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Corsin Camichel wird Trainer beim 1. Ligisten. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Corsin Camichel wird Trainer beim 1. Ligisten. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Vor knapp zwei Wochen wurde bekannt, dass Corsin Camichel seine Eishockeykarriere nach 13 Jahren beendet. Der 32-jährige absolvierte in der NLA über 500 Spiele für Davos, Ambri, Bern und Zug. Dabei erzielte der Bruder von Rapperswils Duri Camichel 158 Punkte (63 Tore und 95 Assists). Im Jahr 2011 wurde beim sympatischen Bündner Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert, welchen er mit einer erfolgreichen Therapie besiegen konnte. In der Folge stellte sich trotz gutem Allgemeinbefinden heraus, dass sich Camichel den hohen Belastungen des Spitzensportes nicht mehr aussetzen kann. Das Eishockey wird aber weiterhin einen wichtigen Teil in seinem Leben einnehmen, beim EHC Seewen wird Corsin Camichel seine Karriere als Trainer lancieren, wie der EHCS in einer Mitteilung schreibt.

EHCS-Sportchef Heiner Muff: «Wir konnten mit Corsin Camichel eine Lösung finden, welche ausgezeichnet zu uns passt. Camichel ist ein ehrgeiziger, junger und erfolgshungriger Trainer, welcher dank ausgezeichneten Kontakten zu Trainerlegenden auch als Newcomer bereits auf einem guten Level ist.

Ein Neuanfang für beide Parteien

Muff ergänzt: «Er lernte von den Besten. Weiter ist er als sehr umgänglicher Typ überall gern gesehen und geniesst ein grosses Ansehen. Sein Engagement verspricht uns, von den modernsten Trai-ningsmethoden profitieren zu können.» Ebenfalls erhofft man sich beim EHC Seewen, durch die Zusammenarbeit mit Camichel neue Wege und Kontakte zu anderen Clubs erschliessen zu können. «Wir wagen mit der Verpflichtung von Camichel bewusst einen Neuanfang. Es war ein Grundsatzentscheid des Vorstandes.»
Der EHC Seewen möchte sich bei seinem bisherigen Trainer Yuri Vozhakov für seine tolle Arbeit bedanken. Das Engagement war auf Ende Saison befristet. Vozhakov hatte massgeblichen Anteil am sensationellen Ligaerhalt.

pd

Corsin Camichel wechselte am 5. November 2008 von Ambri zu Zug. Auf dem Bild eine Szene aus dem Training Mitte 2009. (Bild: Neue ZZ)
19 Bilder
2001 wechselte Corsin Camichel vom SC Bern zu Ambri-Piotta. (Bild: Neue ZZ)
Corsin Camichel (links) als Ambri-Spieler im Kampf mit EVZ-Topskorer Patrick Fischer. (Bild: Neue ZZ)
Corsin Casutt, sowie die beiden damaligen Ambri-Spieler Corsin Camichel und Paolo Duca an einem Golfturnier 2008. (Bild: Neue ZZ)
Zugs Corsin Camichel mit der Nummer 20 2009. (Bild: Neue ZZ)
Zugs Corsin Camichel mit der Nummer 20 2010. (Bild: Neue ZZ)
Ronnie Rüegger (Kloten), Pascal Müller (ZSC) und Corsin Camichel (von links) wohnten 2010 im gleichen Haus in Rotkreuz. (Bild: Neue ZZ)
Zugs Corsin Camichel mit der Nummer 6 im akuellen Dress. (Bild: Neue ZZ)
Corsin Camichel verteilt am 15. Dezember 2010 ein Plüschtier im Kinderspital Luzern. (Bild: Neue ZZ)
Corsin Camichel beim Training. (Bild: Neue ZZ)
Im Kraftraum nimmt er das Training wieder auf... (Bild: Neue ZZ)
... und kehrt Mitte Oktober 2011 zurück aufs Eis: Acht Monate nach der Krebs-Diagnose gibt Corsin Camichel (hier beim Training mit dem EVZ) sein Comeback. (Bild: Neue ZZ)
Die Fans heissen Corsin Camichel willkommen. (Bild: Keystone)
Pressekonferenz: Camichel gibt Auskunft über seinen Gesundheitszustand. Die Diagnose: Lymphdrüsenkrebs. (Bild: Neue ZZ)
Corsin Camichel holt sich Spielpraxis bei Sierre und auf dem Bild beim SC Langenthal. (Bild: Neue ZZ)
Corsin Camichel beim SC Langenthal. (Bild: Neue ZZ)
Corsin Camichel (rechts) im Laufduell mit dem Bieler Manuel Gossweiler am 15. November 2011. (Bild: Keystone)
Corsin Camichel (rechts) holt aus gegen Marc Abplanalp im Spitzenkampf am 14. Januar gegen Gottéron. (Bild: Keystone)
Corsin Camichel im Dress des HC Davos, seiner letzten Station. (Bild: Keystone)

Corsin Camichel wechselte am 5. November 2008 von Ambri zu Zug. Auf dem Bild eine Szene aus dem Training Mitte 2009. (Bild: Neue ZZ)