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EISHOCKEY: Dave Sutter: Der Löwe der Lions

Dave Sutter (26) gehört zu den wichtigsten Verteidigern der ZSC Lions. Der gebürtige Kameruner hätte aber auch das Zeug für eine Fussballkarriere gehabt.
Daniel Gerber
Dave Sutter (rechts) bedrängt Zugs Viktor Stalberg. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 10. März 2018))

Dave Sutter (rechts) bedrängt Zugs Viktor Stalberg. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 10. März 2018))

Daniel Gerber

sport@luzernerzeitung.ch

Nach dem siebten Rang in der Qualifikation liegt ZSC-Verteidiger Dave Sutter mit seiner Mannschaft in der Playoff-Viertelfinalserie gegen den EV Zug mit 2:1 vorne. Überhaupt befindet sich Sutter im Aufwind: Auf die laufende Saison hin wechselte er vom EHC Biel zum potenziellen Meisterteam nach Zürich, zudem wurde er in der vergangenen Saison erstmals ins A-Nationalteam aufgeboten, für welches er mittlerweile 13 Aufgebote erhielt. Der Verteidiger lieferte zwei Tore, einen Assist und ein Plus-minus-Verhältnis von plus vier Toren.

Just in der Zeit, in welcher er in der vergangenen Saison nach Zürich wechselte, entschied Kamerun den Afrika-Cup 2018 für sich. Die Auswahl heisst «les lions indomptables» – die unzähmbaren Löwen. «Das ist witzig. Alle kamerunischen Spieler heissen die Löwen›. Das passt sehr gut.» Seine Wurzeln sind ihm wichtig. «Ich vergesse nicht, woher ich komme. Letztmals war ich vor 14 Jahren in Kamerun. In diesem Sommer plane ich wieder zu gehen. Meine Mutter reist in jedem Jahr hin.» Dort zeigt sie Fotos und Videos von ihrem eishockeyspielenden Sohn. Er sei aber ganz Schweizer, alle Freunde seien hier. «Und ich habe die Schweizer Mentalität.»

Eishockey erhält Vorzug

Als Junge habe er davon geträumt, einmal für Kamerun Fussball zu spielen. Im Alter von fünf Jahren in die Schweiz gekommen, entdeckte er aber Eishockey. «Bis 14 oder 15 spielte ich beides.» Dann erhielt er in beiden Sportarten ein Aufgebot zur Kantonsauswahl. Beides war zeitlich nicht möglich. «Obschon die besten Freunde Fussballer waren, entschied ich mich für Eishockey, auf dem Eis fühlte ich mich etwas besser.»

Mit 19 trat er in der NLB mit Red Ice Martigny an, zwei Saisons später mit dem HC La Chaux-de-Fonds. Vor drei Jahren habe er noch nicht geglaubt, eines Tages in der National League zu spielen. Jetzt kämpft er um den Einzug in den Playoff-Halbfinal. «Es ist eine taffe Serie. Beide Teams sind stark, deshalb ist Zug auch Zweiter. Sie haben schnelle Stürmer und können physisch stark spielen. Die Details werden wichtig.» Zudem wisse jeder, dass der ZSC in der Quali nicht die gewünschte Performance erreichte. «Nun haben wir die Chance, uns zu beweisen, dass wir wesentlich besser sind als das, was wir bisher zeigten.» Zu Zürich wechselte er, weil er die Meisterschaft gewinnen wolle. Die NHL oder KHL könnten vielleicht eines Tages interessant sein, aber der Fokus gelte in den nächsten Jahren dem ZSC.

In den beiden höchsten Spielklassen sind Athleten aus 46 Nationen vertreten. Darunter mehrere Afrikaner, zum Beispiel Clarence Kparghai (Liberia), Nelson Chiquet (Angola) und Auguste Impose (Republik Kongo – nicht zu verwechseln mit der Demokratischen Republik Kongo). «Ich spreche immer noch ein wenig mit Nelson oder Auguste. Es ist cool, da wir die gleichen Wurzeln haben. Wir gehören hierher, wir sind hier aufgewachsen, zur Schule gegangen, und wir arbeiten hier. Und wieso nicht auch Eishockey spielen?»

National League

Platzierungsrunde. 3. Runde, heute, 20.15 Uhr: SCL Tigers – Ambri-Piotta, Lausanne – Kloten.

1. SCL Tigers 2 1 0 0 1 128:142 70

2. Lausanne 2 1 0 0 1 156:176 66

3. Ambri 2 1 0 0 1 141:172 60

4. Kloten + 2 1 0 0 1 125:163 50

+ im Abstiegsplayoff

Modus: Die Punkte der Qualifikation werden mitgenommen. Für den 1. und den 2. der Runde ist die Saison beendet. Der 3. und der 4. ermitteln in einem Playout (best of 7) den Gegner des Swiss-League-Meisters in der Liga­qualifikation.

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