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EISHOCKEY: Der Mann hinter den Schlussmännern

Simon Pfister (32) ist seit dieser Saison für die Torhüterausbildung im EVZ verantwortlich. Er sagt, was es für eine Karriere braucht – und wieso er nie zufrieden sein darf.
Michael Wyss
Simon Pfister (links) verdeutlicht Sandro Aeschlimann, was er von ihm verlangt. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 5. Februar 2018))

Simon Pfister (links) verdeutlicht Sandro Aeschlimann, was er von ihm verlangt. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 5. Februar 2018))

Michael Wyss

redaktion@zugerzeitung.ch

Simon Pfister war während sieben Jahren Profi und stand für verschiedene Vereine im Tor. Der im zürcherischen Niederhasli aufgewachsene 32-Jährige hat seine Aktivkarriere mittlerweile beendet. Seit dieser Saison ist der in Cham wohnhafte Pfister für die Ausbildung der Torhüter im EV Zug verantwortlich. Die Torhüter der Nachwuchsorganisation wie auch die Keeper der Academy (Swiss League) und des Fanionteams können von seiner langjährigen Erfahrung profitieren. «Es ist eine spannende und herausfordernde Aufgabe. Die tägliche Arbeit erfüllt mich und ist eine grosse Bereicherung», sagt Pfister.

In der laufenden Saison hat der Zürcher rund 90 Partien seiner EVZ-Teams besucht. «Mittels Videostudium und genauem Beobachten analysiere ich die Goalies während und nach den Spielen wie auch den Trainings.» Pfister, der im März zum zweiten Mal Vater werden wird, kann bei seiner täglichen Arbeit auf einen Staff zählen. «Wir sind total vier Torhütertrainer, die die Keeper betreuen. Ich stehe als Hauptverantwortlicher natürlich in einem intensiven Kontakt zu ihnen. Es finden viele Gespräche statt.» Diese Funktion übte Pfister vor seinem Engagement beim EVZ bereits bei Zuchwil-Regio (1. Liga), Olten (Swiss League) und der Schweizer U17-Nationalmannschaft aus. Sein Vertrag in Zug läuft bis Ende 2018/19. «Es gefällt mir sehr gut im Verein. Ich bin glücklich, hier zu sein und sehe meine Zukunft beim EVZ», sagt er.

Vom Vater inspiriert

Pfister entdeckte im EV Dielsdorf-Niederhasli die Freude zum Eishockeysport. «Vermutlich habe ich diese Sportart gewählt, weil mein Vater bereits Goalie und Torhütertrainer war. Er spielte einst bei diesem Verein sowie Bülach in der 1. Liga. Bekanntlich fällt der Apfel ja nicht weit vom Stamm», sagt Pfister lachend.

Der frühere Automechaniker Simon Pfister startete bei Dielsdorf-Niederhasli. Dann folgten Engagements bei den Kloten Flyers (Elite-Junioren und National League), Ajoie (NLB), Huttwil Falcons (1. Liga), Basel (NLB) und Zuchwil-Regio (1. Liga). Pfister, der auch in den Nachwuchs-Nationalteams spielte, hatte seine grösste Zeit in Kloten, wo er während fünf Jahren spielte und zu einigen Einsätzen in der höchsten Liga kam.

Wie zufrieden ist Pfister mit den Keepern? Im Speziellen bei der EVZ-Academy? «100 Prozent darf man nie zufrieden sein. Man muss täglich an seinen technischen Fähigkeiten hart arbeiten, um besser zu werden. Die Entwicklung von Gianluca Zaetta, Sandro Aeschlimann und Noël Bader ist klar erkennbar.» Ist Pfister manchmal auch Psychologe? «Ja klar. Es benötigt auch viel Fingerspitzengefühl, gerade wenn ein Keeper aus einem Negativerlebnis kommt, bin ich manchmal auch Motivator oder baue ihn wieder auf.» Gibt es ein Rezept, um den Sprung nach oben zu schaffen? «Trainingsfleiss, Disziplin, viel Spielpraxis, Durchhaltewillen und jeden Tag viel Einsatz. Man muss die Bereitschaft signalisieren, einfach mehr machen zu wollen als andere.» Und vor allem müsse man spüren, dass ein Keeper will: «Als Torhütertrainer muss ich den technischen Fortschritt erkennen und das innere Feuer jedes einzelnen Keepers spüren. Wer in die National League will, muss Biss und Leidenschaft für diesen Sport aufbringen, immer wieder zeigen und ausstrahlen.»

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