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EISHOCKEY: Die Vorzüge des Trainerduos

Assistenztrainer Leo Schumacher ist an der Seite von Hans Kossmann mit den ZSC Lions Meister geworden. Der Zuger kehrt jetzt wieder zum Farmteam zurück.
Klaus Zaugg
Präsentiert nach der Rückkehr aus Lugano stolz den Meisterpokal: ZSC-Trainer Hans Kossmann. (Bild: Christian Merz/Keystone (Zürich, 28. April 2018))

Präsentiert nach der Rückkehr aus Lugano stolz den Meisterpokal: ZSC-Trainer Hans Kossmann. (Bild: Christian Merz/Keystone (Zürich, 28. April 2018))

Klaus Zaugg

25 Tage nach seiner Pensionierung die Krönung. Leo Schumacher (65) hat zusammen mit seinem alten Freund und Kumpel Hans Kossmann (56) Hockeygeschichte geschrieben. Die beiden haben die ZSC Lions am 29. Dezember übernommen und vom 7. Platz aus zum Titel geführt. Nach zwei Meisterschaften mit den Zuger Elitejunioren (2003, 2004) nun also der Gewinn des höchsten Titels im nationalen Hockey.Leo Schumacher spielte als Assistent bei diesem meisterlichen Triumph eine nicht zu unterschätzende Rolle.

«Hans wollte mich auch als Assistenten, weil ich als Trainer der GCK Lions die jungen Spieler kenne.» Sportchef Sven Leuenberger weiss sehr wohl um die Wichtigkeit des Farmteams und warum er den Cheftrainer eben dieses Farmteams zum Assistenten von Hans Kossmann gemacht hat. «Wir hatten viel Verletzungspech, und es kam so weit, dass uns sieben oder acht Stammspieler fehlten. Wir mussten uns entscheiden, ob wir versuchten sollten, ein paar Transfers zu machen, oder ob wir unseren eigenen Talenten eine Chance geben sollten. Wir sagten uns schliesslich: Wozu haben wir denn ein Farmteam? Also haben wir unseren eigenen Spielern eine Chance gegeben. Nun hat sich gezeigt, dass es richtig war, keine neuen Spieler von aussen zu holen. Das ist ein wichtiger Grund, warum wir eine so gute Chemie in der Mannschaft haben. Wir hatten sportlich schwierige Zeiten. Aber die Mannschaft war nie zerstritten.»

Eine logische Entscheidung

Leo Schumacher hat nach 17 Jahren bei den Zuger Elite-Junioren auf diese Saison das Traineramt bei den GCK Lions, dem Farmteam der ZSC Lions, übernommen. Also war es logisch, ihn nach dem Trainerwechsel dem neuen Coach Hans Kossmann zur Seite zu stellen. Sven Leuenberger sagt, auch Hans Wallson habe die jungen Spieler eingesetzt. «Aber bei ihm hatten die Jungen das Gefühl, dass sie nur eingesetzt werden, weil der Trainer halt muss. Kossmann und Schumacher haben es verstanden, ihnen das Gefühl zu geben, dass sie ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft sind.»

Leo Schumacher sagt, er könne nicht verstehen, warum Hans Kossmann in Zug als Trainer nie ein Thema war. «Er wäre mit seinem geschickten Umgang mit jungen Spielern der bestmögliche Trainer für eine Organisation, die ja auch ein Farmteam hat.» Vorerst hat der schweizerisch-kanadische Doppelbürger keinen neuen Job. Aus Schweden wird gemeldet, der Versuch von Spieleragent Dani Giger sei gescheitert, Hans Kossmann als Nachfolger des neuen EVZ-Trainers Dan Tangnes in Linköping zu installieren.

Leo Schumacher hat sich beim neuen Meister um das Coaching der Verteidiger gekümmert. Eine Aufgabe, die er während der Finalserie zu lösen hatte, war die Neutralisation des gegnerischen Leitwolfs Maxim Lapierre. Beim finalen Showdown am Freitag in Lugano (2:0 für die ZSC Lions) ist es gar gelungen, den besten Skorer der gesamten Playoffs vollständig aus dem Spiel zu nehmen. Schumacher könnte also glaubhaft darlegen, er habe einen ganz besonders klugen taktischen, ja meisterlichen Schachzug ausgeheckt. Aber das ist nicht seine Art. Er freut sich einfach diebisch darüber, wie einfach es war: «Kevin Klein hat mir gesagt, ich solle ihn einfach immer gegen Lapierre aufs Eis schicken, er werde die Dinge regeln. Das hat bestens funktioniert.»

Der Kanadier Kevin Klein (33) ist Zürichs grandioser Verteidigungsminister mit der Erfahrung aus mehr als 700 NHL-Spielen. Er beendet nun seine Karriere. Leo Schumacher denkt hingegen nicht daran, Hockey-Rentner zu werden. Er übernimmt für die nächste Saison wieder das Traineramt bei den GCK Lions.

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