EISHOCKEY: Diese Schiri-Handzeichen müssen Sie kennen

Im Schweizer Eishockey gibt es dutzende Regeln. Headschiedsrichter Marc Wiegnad stellt vor dem Saisonstart die häufigsten Schiri-Handzeichen auf dem Eis vor.

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Stockstich
Ein Spieler,  der  mit  dem  Ende  seines  Stockblatts  einen  Gegenspieler  sticht 
oder  zu  stechen  versucht,  unabhängig  davon,  ob  er  den  Stock  mit  einer  oder  mit  beiden Händen hält. Ein Kontakt mit dem Gegner ist nicht nötig, um eine Strafe zu verhängen. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
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Check von hintenEin Spieler, der einen Check gegen einen Gegenspieler ausführt, der sich in einer wehrlosen Position befindet, sich des Checks nicht bewusst ist und nicht in der Lage ist, sich vor so einem Check zu schützen oder zu verteidigen. Der Kontakt erfolgt dabei auf der Rückseite des Körpers. Mit beiden Armen wird auf Brusthöhe eine Streckbewegung mit offenen, aufgerichteten Handflächen ausgeübt. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Stockend-Stoss  Ein Spieler, der die obere Hand am Stock nach unten Richtung Stockblatt schiebt und mit dem Ende des Stockes in den Körper des Gegenspielers stösst. Eine zusammenstossende Bewegung der Vorderarme wird auf Brusthöhe ausgeführt - ein Arm bewegt sich über dem anderen. Die obere Hand ist geöffnet, die untere ist zur Faust geballt. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Angezeigtes AbseitsBefindet sich ein angreifender Feldspieler vor dem Puck in der Angriffszone, ohne aber den Puck zu berühren, hebt der Linienrichter den Arm und signalisiert ein Angezeigtes Abseits. Der Arm (ohne Pfeife) wird über Kopfhöhe ganz ausgestreckt. Um ein angezeigtes Abseits aufzuheben, senkt der Linienrichter seinen Arm. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Spielerwechsel:Der Headschiedsrichter erlaubt zuerst dem Gastteam eine Zeitspanne von fünf Sekunden, um einen Spielerwechsel durchzuführen. Nach diesen fünf Sekunden hebt der Schiedsrichter seinen Arm, um dem Gastteam zu signalisieren, dass kein Spielerwechsel mehr vollzogen werden darf. Jetzt hat das Heimteam fünf Sekunden Zeit, einen Spielerwechsel durchzuführen. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
 Spielverzögerung: Schiessen oder Werfen des Pucks aus dem Spielfeld. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Beinstellen: Ein Spieler, der einen Gegenspieler mit seinem Stock, Fuss oder Bein zu Fall bringt. Mit der offenen Hand wird das Bein unterhalb des Knies seitwaerts gestreift. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Zu viele Spieler auf dem Eis:Ein Team darf maximal einen Torhüter und fünf Feldspieler oder sechs Feldspieler auf dem Eis haben. Auf Brusthöhe werden sechs Finger ausgestreckt, wobei eine Hand geöffnet ist. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Angezeigte Strafe:Hat das Team, das die Strafe verursacht, keine Puckkontrolle, streckt der Schiedsrichter seinen Arm (den ohne Pfeife) gerade in die Höhe, um damit anzuzeigen, dass eine Strafe ausgesprochen wird, dabei unterbricht er das Spiel nicht bis: 1. Das fehlbare Team die Puckkontrolle erlangt; 2. Der Puck blockiert ist; 3. Der Puck aus dem Spielfeld gelangt; 4. Das Team mit Puckkontrolle ebenfalls ein Foul begeht; 5. Andere Gründe, die ebenfalls im Regelwerk beschrieben werden. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Disziplinarstrafe und SpieldauerdisziplinarstrafeEine Disziplinarstrafe bedeutet zehn Minuten der Spielzeit, allerdings ist ein sofortiger Ersatz der Spieleranzahl auf dem Eis erlaubt. Eine Spieldauer-Disziplinarstrafe erfordert, dass sich der bestrafte Spieler oder Teamoffizielle unmittelbar in die Kabine begeben muss. Der Spieler kann sofort auf dem Eis ersetzt werden. Beide Hände werden an der Hüfte platziert. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
AbseitsDie einzige Abseitslinie ist die blaue Linie der Angriffszone. Um ein Abseits zu verhindern, dürfen die Spieler des angreifenden Teams diese Linie nicht vor dem Puck überqueren. Der Linesman unterbricht zuerst das Spiel mit einem Pfeifsignal und zeigt dann mit ausgestrecktem Arm auf die Blaue Linie. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Strafschuss: In Situationen, in welchen sich ein Spieler des verteidigenden Teams regelwidriger Mittel bedient, um einem Gegenspieler eine angemessene Torchance zu nehmen und sich der Torhüter auf dem Eis befindet, hat der Schiedsrichter die Möglichkeit, dem Gegenspieler einen Penaltyschuss zuzusprechen. Arme werden über dem Kopf gekreuzt. Das Zeichen wird nach dem Abpfiff angezeigt. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Auswinken:Der Schiedsrichter benutzt dieses Zeichen, um kein Tor, kein Handpass, oder kein Hoher Stock zu signalisieren. Der Linienrichter benutzt dieses Zeichen, um kein unerlaubter Befreiungsschuss und in bestimmten Situationen kein Abseits / Offsides zu signalisieren. Eine ausstreckende Seitwärtsbewegung beider Arme, Handflächen nach unten. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Übertriebene HärteEin Spieler, der einen Gegenspieler während des Spiels anrempelt oder schlägt. Ein auf Schulterhöhe seitlich ausgestreckter Arm mit geballter Faust. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Behinderung: Ein Spieler, der einen Gegenspieler ohne Puck blockiert oder daran hindert, Schlittschuh zu laufen, einen Pass anzunehmen oder sich frei auf der Eisfläche zu bewegen. Das gleiche Schiedsrichterzeichen wird auch für die Regel «Behinderung am Torhüter» eingesetzt. Geballte Fäuste werden mit gekreuzten Armen vor der Brust gehalten. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Haken:Ein Spieler, der seinen Stock einsetzt, um einen Gegenspieler, mit oder ohne Puck, am Vorwärtskommen zu hindern. Eine zerrende Bewegung mit beiden Armen, als würde man sich von der Seite her etwas gegen den Bauch ziehen. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Puck im Tor:Ein Tor ist gültig, wenn ein Team im laufenden Spiel den Puck in vollem Umfang über die Linie ins Tor geschossen oder gelenkt hat. Mit dem ausgestreckten Arm wird auf das Tor gezeigt, in welchem der Puck korrekt hineingelangt ist. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Check gegen den Kopf oder Nackenbereich:Ein Spieler, der mit irgendeinem Teil seines Körpers oder seiner Ausrüstung einen Check irgendeiner Art gegen den Kopf oder Nacken eines Gegenspielers ausführt oder den Kopf eines Gegners gegen das Schutzglas oder die Bande führt oder drängt. Diese Regel geht anderen Regeln vor, soweit es Aktionen gegen den Kopf oder Nacken betrifft, ausser den Regeln über Faustschlag. Mit der flachen Hand wird eine Seitwärtsbewegung gegen die Seite des Kopfes ausgeübt. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Regelwidriger Check:Im Fraueneishockey ist es einer Spielerin nicht erlaubt, eine Gegenspielerin mit dem Körper zu checken. Mit der flachen Hand (ohne Pfeife) wird übers Kreuz auf die Schulter getippt. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Unerlaubter Befreiungsschlag:: Wenn ein Spieler aus der eigenen Spielhälfte (inklusive der Mittellinie) den Puck über die verlängerte Torlinie schiesst oder ablenkt; dabei ist die Position des Pucks bei der Schussabgabe ausschlaggebend, nicht die Position des Spielers. Der hintere Linesman (oder Schiedsrichter beim Zwei-Mann-System) signalisiert ein mögliches Icing mit ausgestrecktem Arm über Kopfhöhe. Der Arm wird in dieser Position gehalten bis der vordere Linesman (oder Schiedsrichter) das Icing abpfeift oder annulliert. Wird auf Icing entschieden, kreuzt der hintere Linienrichter (oder Schiedsrichter) zuerst die Arme vor der Brust und zeigt danach auf den entsprechenden Anspielpunkt. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Unerlaubter Körperangriff: Ein Spieler, der in Richtung eines Gegenspielers läuft und ihn mit unnötiger Wucht checkt oder in ihn hineinrennt oder gegen ihn springt. Geballte Fäuste kreisen auf Brusthöhe umeinander. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Check gegen das Knie: Ein Spieler senkt seinen Körper eigens zum Zweck nach unten, um einen Check gegen das Knie des Gegenspielers anzubringen. Mit der Hand wird das Bein unterhalb des Knies von hinten gestreift. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Check mit dem Knie: Ein Spieler, der sein Knie ausstreckt, um einen Kontakt mit einem Gegenspieler herbeizuführen. Mit der offenen Hand wird auf das Knie getippt. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Spieler im Torkreis:Wenn ein angreifender Feldspieler eine Position im Torraum einnimmt, wird das Spiel unterbrochen und das folgende Anspiel erfolgt am nächstgelegenen Anspielpunkt in der neutralen Zone. Eine Halb-Kreisbewegung wird mit einem Arm auf Brusthöhe parallel zur Eisfläche ausgeübt, um den Torraum nachzuahmen, und dann mit dem anderen waagerecht gestreckten Arm in Richtung der Neutralen Zone zu zeigen. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Halten des Stocks: Ein Spieler, der mit einer oder beiden Händen den Stock des Gegenspielers festhält, um ihn daran zu hindern, Schlittschuh zu laufen, den Puck zu spielen oder am Spiel teilzunehmen; sowie jedes Handeln, welcher den Gebrauch des Stocks einschränkt. Ein zweiteiliges Zeichen: Das "Halten"-Zeichen gefolgt von einem Zeichen das symbolisiert, als würde man einen Stock normal in zwei Händen halten. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Halten: Ein Spieler, der mit einer Hand oder mit beiden Händen, mit Armen oder Beinen oder auf die andere Weise das Vorwärtskommen eines Gegenspielers behindert oder ihn davon abhält, frei Schlittschuh zu laufen. Mit der einen Hand auf Brusthöhe wird das andere Handgelenk umfasst. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Check mit dem Ellbogen: Ein Spieler, der seinen Ellbogen einsetzt, um einen Gegenspieler zu foulen. Mit einer Hand wird auf Brusthöhe auf den gegenseitigen Ellbogen getippt. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Time-Out: Jedem Team ist eine 30-Sekunden-Time-Out im Spiel erlaubt (in der regulären 60-minütigen Spielzeit einschliesslich Verlängerung). Beide Hände formen auf Brusthöhe ein "T". (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Matchstrafe Eine Matchstrafe zieht den sofortigen Spielausschluss eines Spielers oder eines Teamoffiziellen nach sich. Ein Mitspieler, der vom Coach über den Kapitän benannt wird, muss die fünfminütige Strafzeit verbüssen. Ein Ersatz des Spielers auf dem Eis ist solange nicht erlaubt, bis die fünf Minuten abgelaufen sind. Die Strafe wird durch eine «Klappsbewegung» mit der flachen Hand auf die Kopfoberfläche angezeigt. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Check gegen die Bande:Ein Spieler, der einen Gegenspieler mit dem Körper oder dem Ellenbogen checkt, ihn angreift oder ihm so das Beinstellt, dass dieser dadurch heftig gegen die Bande geworfen wird. Mit der geballten Faust wird auf Brusthöhe in die andere, offene Hand getippt. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Hoher Stock: Ein Spieler, der seinen Stock oder einen Teil davon über der Höhe seiner Schulter führt und einem Gegenspieler mit einem Teil davon einen Schlag versetzt. Die geballten Fäuste werden übereinander auf Brust- und Kopfhöhe platziert. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)
Handpass:Einem Feldspieler ist es nicht erlaubt, den Puck mit der Hand zu fangen und mit diesem zu skaten, entweder, um einen Check zu vermeiden oder den Puckbesitz zu behaupten. Mit der offenen Hand wird eine schiebende Bewegung ausgeführt. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)

Stockstich Ein Spieler, der mit dem Ende seines Stockblatts einen Gegenspieler sticht oder zu stechen versucht, unabhängig davon, ob er den Stock mit einer oder mit beiden Händen hält. Ein Kontakt mit dem Gegner ist nicht nötig, um eine Strafe zu verhängen. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)