EISHOCKEY: EVZ hat einen neuen Geldgeber

Der Freiämter Unternehmer Hans-Peter Strebel greift tief ins Portemonnaie. Er will die besten Talente nach Zug locken.

Christian Peter Meier
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EVZ-Präsident Roland Staerkle (links) dankt seinem Vize Hans-Peter Strebel für seine Investitionen. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

EVZ-Präsident Roland Staerkle (links) dankt seinem Vize Hans-Peter Strebel für seine Investitionen. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

In einer Zuger «Hockey Academy» sollen schon ab nächstem Sommer selektionierte Eishockey-Talente aus der ganzen Schweiz an eine Profikarriere in der Nationalliga herangeführt werden. Geplant ist, die jungen Topathleten während vier Jahren ganzheitlich in ihren «sportlichen, beruflichen, schulischen und sozialen Fähigkeiten» zu fördern.

Dieses ambitionierte Ziel scheint sich nun für den EVZ zu konkretisieren. Denn der Freiämter Apotheker, Unternehmer und EVZ-Verwaltungsrat Hans-Peter Strebel ist bereit, für diesen Zweck das Aktienkapital der EVZ Sport AG um zwei Millionen Franken zu erhöhen. Eine weitere Million will Strebel ausserdem in eine noch zu gründende Stiftung einzahlen.

Strebels Engagement ist nicht mit jenem eines klassischen Investors gleichzusetzen. Denn spätestens mit seinem Tod wird sein gesamtes Aktienkapital an den EVZ gehen. Das ist bereits heute beschlossene Sache – sofern an der Generalversammlung vom 23. Oktober auch die Aktionäre der Kapitalerhöhung zustimmen. Mit ihr wird Strebel zum EVZ-Mehrheitsaktionär und damit zum neuen starken Mann im Club. «Ich will damit in einer ersten Phase sicherstellen, dass die Mittel tatsächlich so fliessen, wie ich mir das vorstelle.»