EISHOCKEY: Lara Stalder muss sich mit Silber begnügen

Die Luzernerin Lara Stalder verliert mit Linköping das entscheidende Finalspiel um die schwedische Meisterschaft und spricht von einem «bitteren Ende». Meister ist Lulea, das Team der St. Gallerin Anja Stiefel.

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Verpasste die Topskorer-Krone knapp: Die Luzernerin Lara Stalder. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 25. Juni 2016))

Verpasste die Topskorer-Krone knapp: Die Luzernerin Lara Stalder. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 25. Juni 2016))

Der 1:0-Auswärtssieg von Lulea im ersten Playoff-Finalspiel, 1:0-Auswärtssieg in der zweiten Partie für Linköping. Beide Siegtreffer fielen nach spannenden und hochstehenden Spielen in der letzten Minute. Im entscheidenden dritten Spiel legte das Heimteam aus Lulea, eine Startruppe mit einem Mix aus kanadischen, finnischen, schwedischen und anderen Nationalspielerinnen – darunter auch die St. Gallerin Anja Stiefel –, den Grundstein zum Meistertitel mit einem Superstart und drei Toren in den ersten 13 Minuten.

Die Schweizer National-Stürmerin Lara Stalder, am Vortag 41 Sekunden vor Schluss der Partie noch viel umjubelte Sieges-Torschützin, blieb im dritten Spiel ohne Skorerpunkte und musste mit einer Minus-1-Bilanz vom Eis. Es sei schade und bitter, so zu verlieren, meinte Stalder, musste aber zugestehen, «dass Lulea im letzten Spiel das bessere Team war und damit verdient gewonnen hat». Sie hätten den Heimvorteil und die «unglaubliche Atmosphäre vor den über 8000 Fans, die an die beiden Spiele kamen» zu ihrem Vorteil nutzen können. «Solche Erlebnisse bleiben in Erinnerung, auch wenn sie am Schluss negativ ausgegangen sind.»

National-Torhüterin Florence Schelling, die in den acht Playoff-Partien zuvor sagenhafte 259 von 265 Schüssen (97,8 Prozent) abgewehrt hatte, kam im letzten Finalspiel auf eine für sie unterdurchschnittliche Abwehrquote von nur 86,5 Prozent. Schelling blieb mit 96,6 Prozent trotzdem beste Torhüterin der Playoffs und mit 94,85 Prozent auch die Beste in der Regular Season und wurde im Netz als «beste Torhüterin der Welt» gefeiert. «Wir hatten eine Super-Saison, es fehlte am Schluss nur die Krone», analysierte Lara Stalder, die auch in der kommenden Saison in Linköping spielen wird.

Die 27-jährige St. Gallerin Anja Stiefel ist nach Kathrin Lehmann, Christine Meier (beide Saison 2008/2009, bei AIK Stockholm), Julia und Stefanie Marty (beide 2013/2014 bei Linköping; Stefanie zusätzlich 2014/2015) und Sarah Forster (2014/2015 bei Linköping) erst die sechste Schweizerin, die in der Svenska Damhockey Ligan (SDHL) einen Meistertitel gewinnt. Auch sie sprach von einem «unglaublichen Erlebnis, wahrscheinlich war dies der eigentliche Höhepunkt meiner ganzen Karriere».

Daniel Monnin

regionalsport@luzernerzeitung.ch