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EISHOCKEY: Riccardo Auriemma pendelt, um sich seinen Traum zu erfüllen

Der 18-jährige Riccardo Auriemma spielt seit dieser Saison in der EVZ-Academy in der Swiss League. Sollten die Zuger die Playoffs erreichen, könnte es zu einer ganz besonderen Begegnung für den Verteidiger kommen.
Michael Wyss
«Es sind lange und strenge Tage», sagt EVZ-Academy-Verteidiger Riccardo Auriemma. (Bild: Michael Wyss)

«Es sind lange und strenge Tage», sagt EVZ-Academy-Verteidiger Riccardo Auriemma. (Bild: Michael Wyss)

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

«Ich bin ein emotionaler Mensch und kämpfe für Gerechtigkeit. Auf dem Eis gebe ich für mein Team 110 Prozent. Eishockey ist mein Leben, hier habe ich mein Herz», sagt Riccardo Auriemma. Der in Rapperswil-Jona wohnhafte und aufgewachsene Verteidiger der EVZ-Academy spielt in seiner zweiten Saison am Zugersee. In der ersten stand der 1,81 Meter grosse und 91 Kilogramm schwere Spieler bei den Elite-A-Junioren und war im Playoff-Final gegen die GCK Lions im Einsatz.

Auf die laufende Spielzeit hin wurde der Verteidiger mit italienischen Wurzeln – die Mutter stammt aus dem sizilianischen Enna und der Vater aus Napoli – in die Academy-Equipe berufen. Seinen ersten Einsatz bestritt Auriemma am 24. November gegen Olten. «Wir haben mit 0:3 verloren, doch mein erstes Spiel bleibt in bester Erinnerung. Es war ein Karriere-Highlight für mich», blickt er zurück. Auriemma kann auch weiterhin bei den Elite-A-Junioren eingesetzt werden.

«Sprungbrett nach oben»

Dass er den Sprung in das Swiss-League-Team geschafft hat, erfüllt ihn auch mit Stolz. «Das ist ein Sprungbrett für mich auf dem Weg zum Profi. Hier kann ich mich weiterentwickeln und Erfahrung sammeln.» Im Sommer wird der St. Galler bei der V-Zug die vierjährige Ausbildung zum Polymechaniker abschliessen. «Dann kann ich voll auf die Karte Eishockey setzen.» Auriemma pendelt täglich von Rapperswil-Jona nach Zug. «Der Aufwand, den ich betreibe, ist gross. Es sind lange und sicher strenge Tage. Doch ich mache das für meine Zukunft.» Auriemmas Zwei-Jahres-Vertrag läuft Ende Saison aus. «Mit guten Leistungen will ich mich für einen neuen Vertrag empfehlen. Ich bin guten Mutes, dass ich auch nächste Saison bei der EVZ-Academy spielen kann. Ich bin ein Kämpfer.»

Bereits im Alter von drei Jahren entdeckte er den Eishockeysport in der Hockeyschule seiner Heimatstadt. «Motiviert dazu hatte mich mein Bruder Elia, der ebenfalls Eishockey spielte.» Sein zwei Jahre älterer Bruder war in der Swiss League bei den Rapperswil-Jona Lakers und letzte Saison bei den Ticino Rockets engagiert. «Er hat seinen Rücktritt gegeben, ist aber mein Vorbild. Wir tauschen uns oft aus, und er gibt mir viele Tipps.» In­spiriert ist Auriemma auch von den NHL-Verteidigern Roman Josi (Nashville Predators) und Erik Karlsson (Ottawa Senators).

Delikate Paarung ist möglich

Wie lauten Auriemmas Ziele? «Ich will mit der EVZ-Academy die Playoffs schaffen. Das wird nach wie vor ein schwieriges Unterfangen, doch wir stehen weiterhin auf dem achten Rang und sind also auf Kurs.» Auf nationaler Ebene erhofft sich der frühere U16- und U17-Nationalmannschaftsspieler dereinst ein Aufgebot für die U20. «Ich würde gerne einmal an einer Weltmeisterschaft teilnehmen und mit den besten Junioren der Welt auf dem Eis stehen. Das wäre sicher eine grosse Sache für mich.»

Apropos Playoffs: Für Auriemma könnte es, sollte die Academy die Playoffs als Achtplatzierter erreichen, zu einem interessanten ­Duell kommen: In der ersten Runde würde der souveräne Leader Rapperswil-Jona Lakers auf die Zuger warten. «Das wäre eine coole Sache für mich. Auch wenn es nur um Sieg oder Niederlage geht, sind die Partien gegen die St. Galler sicher etwas spezieller für mich.»

Auf dem Weg in die Playoffs benötigt die EVZ-Academy (34 Punkte) weitere Erfolgserlebnisse. Momentan stehen mit den GCK Lions (31) und Winterthur (29) zwei Playoff-Mitstreiter den Zugern im Nacken. Heute trifft die Academy auf Thurgau (20.00, Güttingersreuti), am Sonntag kommt es zum Duell gegen Winterthur (18.30, Academy-Arena).

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