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EISHOCKEY: Selbstsichere Schweizer auf Viertelfinalkurs

Nach dem 5:2 gegen Weissrussland ist der Schweizer Nationaltrainer Patrick Fischer nicht nur mit dem Resultat zufrieden. Die grosse Bewährungsprobe steht aber noch aus.
Timo Meier glückte ein Einstand nach Mass. (Bild: Andy Mueller/Freshfocus (Kopenhagen, 9. Mai 2018))

Timo Meier glückte ein Einstand nach Mass. (Bild: Andy Mueller/Freshfocus (Kopenhagen, 9. Mai 2018))

Klaus Zaugg, Kopenhagen

sport@luzernerzeitung.ch

Nach vier Partien sind die Schweizer mit neun Punkten auf Viertelfinalkurs. Nationaltrainer Patrick Fischer zieht eine positive Bilanz: «Die Punkte sind das eine, aber mir gefällt vor allem auch die Art und Weise, wie wir spielen. Wir treten frech und mutig auf, und es spielt keine Rolle mehr, wer der Gegner ist. So wird es für jeden Gegner schwierig. Aber wenn wir nicht unser bestes Hockey spielen, wird es auch für uns gegen jeden Gegner schwer.»

Der Nationaltrainer führt weiter aus, in den zwölf bisherigen Dritteln habe sein Team mehrheitlich aufs Tempo gedrückt und dominiert. «Das ist es, was mir gefällt. Wir sind selbstsicher, jeder akzeptiert seine Rolle. Ja, es ist eine gute Mannschaft.»

Nun folgen Russland und Schweden

Noch sei nicht alles perfekt. «Wir müssen uns in der Defensive verbessern, die Fehler abstellen, entschlossener auftreten und dem Gegner nicht so viel Raum geben.» Die Balance zwischen Talent und Taktik, zwischen Offensive und Defensive stimmt nach wie vor nicht ganz. Das fördert wilde Spektakelspiele, kann aber Siege gegen die Titanen kosten.

Nun folgen am Samstag mit Russland und am Sonntag mit Schweden (je 20.15 Uhr) zwei grosse Gegner. «Wir sind die Aussenseiter», so Fischer. «Aber wir haben bei der letzten WM in Paris in jedem Gruppenspiel gepunktet. Wenn wir richtig spielen – dazu gehört Stabilität in der Defensive –, haben wir eine gute Chance.»

Die grosse Bewährungsprobe steht also noch aus. Aber immerhin haben die Schweizer den Kleinen (Weissrussland, die Nummer 11 der Weltrangliste) im Stile der Grossen besiegt. Die Grossen siegen gegen die Kleinen auch im Werktagsgewand. Offensiv ist die Schweiz bei einer WM erstmals seit 1951 so gut, dass gegen einen kleinen (aber nicht gegen die grossen) Gegner alle defensiven Nachlässigkeiten kompensiert werden können. Am Anfang waren die Schweizer gegen Weissrussland schon ein bisschen nachlässig. Aber nie verunsichert. Sie haben die Selbstsicherheit, die Sieger auszeichnet, gegen die fleissigen Weissrussen nie verloren. Das sieht auch Captain Raphael Diaz so: «Nach dem Rückstand gab es keine Panik auf der Bank, alle wussten, dass wir die einfachen Sachen richtig machen müssen. Das haben wir getan.» Die Schweiz war im ersten Drittel vorübergehend in Rückstand geraten. Doch der Sieg der Schweizer stand nie in Frage, die Überlegenheit war gross (45:24 Torschüsse).

NHL-Stürmer Timo Meier hat sich bereits ins Team eingefügt. Mit einem Tor (zum 5:2) und zwei Assists (zum 2:2 und zum 3:2) hat er im zweiten Sturm neben Joël Vermin und Sven Andrighetto in seinem ersten Länderspiel viel zum Erfolg beigetragen. Diesen furiosen Einstand hat Fischer nicht überrascht. «Ich habe ein gutes Debüt erwartet. Er ist ein sensationeller Hockeyspieler. Er hat diesen unglaublichen Willen, den geraden Weg aufs Tor zu gehen und Tore zu schiessen.»

Die neun Punkte der Schweiz können unter günstigen Umständen bereits für den Viertelfinal reichen. Sonst benötigen sie halt im letzten Spiel am Dienstag (12.15 Uhr) noch einen Sieg gegen Frankreich. Die Rechnerei gehört der guten Ordnung halber dazu, ist aber in diesem Fall keine ernsthafte Wissenschaft, sondern Spielerei. Wenn nicht noch die steinerne kleine Meerjungfrau im Hafen von Kopenhagen ertrinkt, wird die Schweiz die Viertelfinals erreichen.

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