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EISHOCKEY: Servette-Sieg für die Geschichtsbücher

Seit 1945 war es ausser dem HC Davos keinem Schweizer Klub mehr gelungen, den Spengler-Cup zu gewinnen. Die schwarze Serie wurde nun von Servette Genf gebrochen; das Team von Chris McSorley besiegte im Final den favorisierten KHL-Vertreter von ZSKA Moskau überraschend mit 5:3.
Nicola Berger / Neue Lz
Genfs Denis Hollenstein (links) und Arnaud Jacquemet (rechts) feiern das Tor zum 2:0. (Bild: Keystone / Peter Schneider)

Genfs Denis Hollenstein (links) und Arnaud Jacquemet (rechts) feiern das Tor zum 2:0. (Bild: Keystone / Peter Schneider)

Teamcaptain Goran Bezina (rechts) von Genf-Servette hält den Pokal für die Sieger in den Händen. (Bild: Keystone / Peter Schneider)
Sie lassen ihrer Freude freien Lauf: Genfs Spieler nach dem Finalspiel. (Bild: Keystone / Peter Schneider)
Die Moskauer Spieler zeigen enttäuschte und nachdenkliche Gesichter. (Bild: Keystone / Peter Schneider)
Die Genfer Spieler feiern nach dem Schlusspfiff gemeinsam ihren Sieg. (Bild: Keystone / Peter Schneider)
Alle Augen auf dem Pcuk: Moskaus Stanislav Egorshev, (links) und Torhüter Rastislav Stana (rechts) wollen einen Treffer verhindern, Genfs Alexandre Picard einen erzielen. (Bild: Keystone/ Peter Schneider)
Moskaus Oleg Saprykin (Mitte) kämpft um den Puck gegen Torhüter Robert Mayer (links) und Christopher Rivera (rechts). (Bild: Keystone/ Peter Schneider)
Moskaus Oleg Saprykin (links) kämpft mit Genfs Goran Bezina (rechts), während der Schiedsrichter Didier Massy die Spieler beschwichtigt. (Bild: Keystone/ Peter Schneider)
Genfs Denis Hollenstein (links) und Arnaud Jacquemet, (rechts) zelebrieren den Treffer zum 2:0. (Bild: PETER SCHNEIDER (KEYSTONE))
Moskaus Alexander Radulov (Mitte) wird von Genefs Markus Nordlund (links) in die Zange genommen. (Bild: PETER SCHNEIDER (KEYSTONE))
Der Moskauer Torhüter Rastislav Stana (links) will den Puck schnappen, bevor Genfs Inti Pestoni zum Schuss kommt. (Bild: Peter Schneider (AP/KEYSTONE))
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Genf-Servette gewinnt 87. Spenglercup

Die Genfer verzichteten im Endspiel auf den zukünftigen EVZ-Goalie Tobias Stephan (29), der beim 6:5-Sieg über das Team Canada vom Vorabend 50 Schüsse parierte. Der auch bei Kanada an der Bande wirkende EVZ-Coach Doug Shedden hatte am Montagabend anerkennend gesagt: «Er hat überragend gespielt. Ich kann es kaum erwarten, ihn beim EVZ zu haben.»

McSorleys Entscheid gegen Stephan überraschte, aber er rächte sich nicht. Die AHL-Leihgabe Robert Mayer (24) wurde lang kaum geprüft, das russische Starensemble von ZSKA erwachte erst, als das Handicap mit einem 0:4-Rückstand schon zu gross war. Der lasche Auftritt im Final passte zum Gesamtbild, das ZSKA am Spengler-Cup ablieferte: grenzenloses Potenzial, aber auch viel Leerlauf und bisweilen Desinteresse.

Für Servette ist der Triumph von Davos der erste Titel – wenn man ihn denn als solchen bezeichnen möchte – seit dem Cupsieg von 1972. Die Siegprämie beträgt 150'000 Franken, aber lukrativer ist wohl, dass die Genfer 2014 zu ihrer dritten Spengler-Cup-Teilnahme innert fünf Jahren kommen. Die Tradition schreibt vor, dass der Titelverteidiger eingeladen wird.

Die besten Spieler des Turniers

1. Matt Lombardi (31, Servette). Der Center brillierte in seinen ersten zwei Einsätzen mit sieben Skorerpunkten; er war der Katalysator des berauschenden Halbfinalsiegs über das Team Canada. In dieser Verfassung gehört er in die NHL. Mit dem Spengler-Cup-Titel gelang ihm die Revanche für den WM-Final von 2009 in Bern, den er mit Kanada gegen seine russischen Widersacher Radulow und Saprykin verloren hatte.

2. Alexander Radulow (27, ZSKA Moskau). Er zog die ganz grosse Show ab. Mit vier Toren und drei Assists, einerseits. Und weil er ein grossartiger Showman ist, andererseits. Mit seinem knalligen Mix aus Nonchalance und Weltklasse verärgerte und begeisterte er die Zuschauer gleichermassen. Der beste Spieler ausserhalb der NHL am Spengler Cup 2013: das war ein grosses Gaudi.

3. Denis Hollenstein (24, Servette). Der Sohn von Kloten-Coach Felix Hollenstein stand verblüffend oft am richtigen Ort. Geht seine Entwicklung in diesem Tempo weiter, darf er sich Hoffnungen auf eine NHL-Karriere machen.

ZSKA Moskau - Genève-Servette 3:5 (0:2, 1:2, 2:1)

Vaillant Arena. - 6303 Zuschauer. - SR Massy/Patafie (USA), Arm/Kohler. - Tore: 8. (7:00) Simek (Hollenstein/Ausschluss Grigorenko) 0:1. 11. Hollenstein (Romy) 0:2. 24. Petrell (Gerber) 0:3. 37. Romy (Vukovic) 0:4. 40. (39:00) Saprykin (Ogurzow, Morosow) 1:4. 42. Frolow 2:4. 57. Saizew (Frolow) 3:4. 60. (59:00) Daugavins (Lombardi, Bezina 5:3 (ins leere Tor) - Strafen: je 5mal 2 Minuten.

ZSKA Moskau: Stana; Rylow, Mischarin; Saizew, Denissow; Jegorschew, Gimajew; Ogurzow; Radulow, Prochorkin, Grigorenko; Morosow, Filppula, Saprykin; Ljubimow, Neprjajew, Fedor Fedorow; Scharkow, Fefelow, Frolow; Nemirowski.

Genève-Servette: Mayer; Kamerzin, Bezina; Mercier, Stafford; Vukovic, Marti; Nordlund; Jacquemet, Romy, Hollenstein; Pestoni, Lombardi, Daugavins; Simek, Almond, Picard; Gerber, Rivera, Petrell.

Bemerkungen: ZSKA ohne Sergej Fedorow (abgereist), Eminger (verletzt), Sainullin (überzählig), Servette ohne Fritsche, Antonietti, Iglesias (alle überzählig). 58. Timeout von Genève-Servette. ZSKA ab 58:35 bis 59:00 und ab 59:21 ohne Goalie. 60. (59:44) Timeout von ZSKA Moskau.

Die Spieler von Servette-Genf feieren den Sieg im Spengler Cup Final. (Bild: Keystone / Peter Schneider)

Die Spieler von Servette-Genf feieren den Sieg im Spengler Cup Final. (Bild: Keystone / Peter Schneider)

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