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EISHOCKEY: Via Plymouth und Rapperswil nach Maine

Die 16-jährige Rahel Enzler kennt bestens ihre nächsten Karriereschritte, die sie dereinst in die USA führen werden. Doch vorerst gilt der Fokus der Zugerin ihrer ersten Weltmeisterschaft mit dem A-Nationalteam.
Daniel Monin
Die 16-jährige Rahel Enzler zu Hause in Unterägeri beim Packen.Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 23. März 2017)

Die 16-jährige Rahel Enzler zu Hause in Unterägeri beim Packen.Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 23. März 2017)

Daniel Monin

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Rahel Enzlers Karriereweg ist minutiös vorgeplant: Er führt – geht es nach ihrem festen Willen – via Plymouth und Rapperswil über Pyeongchang nach Maine. Nächste Woche ihre erste Weltmeisterschaft bei den «Grossen», nach drei Jahren WM-­Erfahrung mit der U18; nächste Saison der Wechsel zum Novizen-Elite-Team der Rapperswil-Jona Lakers und die Olympischen Spiele; bis 2020 Abschluss ihrer Lehre bei der Firma Hapimag und dann, ja dann, folgt der Sprung über den Teich: «Ich habe von der University of Maine ein ‹full scholarship›, ein Vollstipendium, erhalten und mündlich bereits zugesagt.»

Doch Rahel Enzler wäre nicht Rahel Enzler, wenn sie sich nicht auf das unmittelbar bevorstehende nächste Ziel konzentrieren würde: die Ende Woche beginnende Top-Division-WM in Plymouth (USA). Sie ist – zusammen mit U18-Teamkollegin Lisa Rüedi – eine von zwei WM-Rookies. Vorsichtig sagt sie, sie müsse sich «zuerst ins Team integrieren und in der Vorbereitung meine beste Leistung abrufen, damit ich an der WM möglichst viel Eiszeit erhalte. Denn am Ende möchte ich sagen können, dass ich das Optimum meiner Möglichkeiten erreicht habe und dem Team helfen konnte.»

Daran zweifelt die Zuger Nationaltrainerin Daniela Diaz nicht. Sie hält viel von der erst 16-jährigen Stürmerin. «Sie ist ein grosses Talent, liest das Spiel für ihr Alter bereits sehr gut.» Technisch sei sie gut ausgebildet und verfüge über jene Kaltblütigkeit, die Skorerinnen ausmachen. «Das hat sie beispielsweise mit ihren beiden Penalties im entscheidenden Spiel gegen Japan an der U18-WM bewiesen.» Diaz wird ihren Schützling kaum überfordern: «Es geht für Rahel an der WM in erster Linie darum, Erfahrungen zu sammeln und sich weiterzuentwickeln.»

In einer WM-Gruppe ohne Favoriten

Das sieht auch Enzler so: «Meine Rolle wird eine ganz andere sein als in der U18. Dort gehöre ich zu den Leaderinnen, die die Verantwortung mittragen müssen. In der A-Nati bin ich eine von vielen.» Trotzdem ist sie voller Selbstvertrauen, denn sie weiss, dass sie mit dem Novizen-Team des HC Innerschwyz «eine gute Saison gespielt hat». Diaz’ Worte unterstreichen dies: «Sie hat sich enorm weiterentwickelt, vor allem auch im athletischen Bereich gearbeitet und bei den Novizen eine wichtige Rolle gespielt.» Beste Voraussetzungen für eine erste WM mit den Spielen gegen Tschechien, Schweden und Aufsteiger Deutschland, bei denen es laut Diaz «keinen Favoriten gibt. Alles ist möglich, die kleinen Dinge werden entscheidend sein.» Nicht zuletzt deshalb bleibt das oberste Ziel – ein Jahr vor den Olympischen Spielen – der Ligaerhalt.

Und weil vor der WM auch gleich nach der WM ist, sind auch Enzlers nächste Monate bereits vorgespurt: der Wechsel zur Novizen-Elite der Rapperswil-Jona Lakers, wo sie bereits das Sommertraining absolvieren wird, ein spezielles Powerskating-Camp im Sommer und dazu auch noch möglicherweise ein Abstecher zu ihrem künftigen Arbeitgeber, der University of Maine. «Sie haben mich für ein Camp im Sommer ein­-geladen», sagt Enzler. Dies unterstreicht eindrücklich, wie wichtig die junge Zugerin in den Augen der amerikanischen Teamverantwortlichen ist. «Meine Leistungen werden interessiert verfolgt, ich habe ständig Kontakt mit dem Trainer­staff von Maine.»

Das Coach-Ehepaar Sara und Richard Reichenbach wird sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und Rahel Enzler in Plymouth beobachten. Die kanadisch-schweizerische Doppelbürgerin Sara Reichenbach, die den kommenden Transfer eingefädelt hat, spielte übrigens früher als Sara Simard bei Lugano.

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