Eishockey-WM der Frauen in Kanada wegen Coronavirus abgesagt – auch Männer-WM in der Schweiz gefährdet

Die Eishockey-Weltmeisterschaften der Frauen in Kanada sind wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt worden. Die Titelkämpfe sollten am 31. März mit Austragungsorten Halifax und Truro eröffnet werden. 

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(dpa/sda) Die Entscheidung sei per Telefonkonferenz getroffen worden, teilte die International Ice Hockey Federation IIHF am Samstag auf Twitter mit.

Der Kanadische Eishockey-Verband und die Regierungsbehörde des Sports seien dabei, die beteiligten Nationen und ihre Partner über die Absage zu informieren. «Wir bedauern es sehr, dass wir diese Massnahme ergreifen müssen», sagte IIHF-Präsident René Fasel.

Der Entscheid sei aufgrund von Sicherheitsbedenken und zum Wohle von Spielerinnen, Offiziellen und Zuschauern getroffen worden, so der Freiburger weiter. «Es ist beängstigend», sagte Fasel der Nachrichtenagentur AP. Schon einmal wurden die Welttitelkämpfe der Frauen abgesagt, im Jahr 2003 wegen des Sars-Virus in China.

Laut Fasel wird sich die Verschiebung der WM 2020 auch auf die Planung der olympischen Qualifikationsturniere der Frauen auswirken. Das Schweizer Nationalteam war als Nummer 5 der Welt in der Gruppe A mit den Top-5-Teams eingeteilt.

Akut gefährdet ist nun auch die Weltmeisterschaft der Männer, die vom 8. bis 24. Mai in der Schweiz geplant ist. Bis Mitte April will die IIHF entscheiden, ob die Titelkämpfe ausgetragen werden können.