EISHOCKEY: Zugs Tim Ramholt neu auf Ersatzliste

Die rekonvaleszenten Martin Gerber und Philippe Furrer sowie überraschend Goran Bezina rückten am Montag in Kloten nicht in das Trainingscamp des Schweizer Nationalteams für die Olympischen Spiele ein. Bezina verzichtet freiwillig auf eine Olympia-Teilnahme.

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Zugs Tim Ramholt nimmt im Trainingslager den frei gewordenen Platz von Genf Goran Bezina ein. (Bild: Keystone)

Zugs Tim Ramholt nimmt im Trainingslager den frei gewordenen Platz von Genf Goran Bezina ein. (Bild: Keystone)

Die Chancen, dass er von Trainer Sean Simpson als Ersatz für SCB-Verteidiger Furrer nachnominiert worden wäre, lagen nicht allzu schlecht. Doch nun entschied sich Bezina, das Trainingscamp nicht mitzumachen. Die Chancen, zum zweiten Mal nach 2006 bei Olympia dabei zu sein, sind damit dahin.

Hintergrund sind offenbar die Selektionsregeln des IOC. Für das Olympia-Turnier, das am 12. Februar startet, kann Simpson nur verletzte Spieler noch austauschen. Wird ein Spieler dem IOC als verletzt gemeldet, müssen Swiss Ice Hockey und Swiss Olympic innerhalb von 24 Stunden einen Ersatz selektionieren. Deshalb wird Simpson erst im letzten Moment entscheiden, wer Furrer ersetzen wird. Der letztmögliche Termin ist der 10. Februar. Die Ungewissheit von einer Woche wollte Bezina offenbar nicht auf sich nehmen.

Um den momentan letzten freien Platz im 25-köpfigen Schweizer Olympia-Team kämpfen damit noch die Verteidiger Luca Sbisa, Eric Blum, Patrick Geering, Robin Grossmann, Patrick von Gunten und neu auch der Zuger Tim Ramholt. Ramholt nimmt im Trainingslager den frei gewordenen Platz von Bezina ein. Als Ersatz für Simon Moser, der nach seinem Debüt in der NHL voraussichtlich erst am 10. Februar mit den restlichen Nordamerika-Spielern zum Schweizer Team stossen wird, bot Simpson Fribourgs Topskorer Benny Plüss auf.

Nicht ersetzt wird dagegen (Ersatz-)Torhüter Gerber. Der Keeper der Kloten Flyers hatte sich im Dezember im Länderspiel gegen Norwegen am Fuss verletzt und war seither nicht mehr zum Einsatz gelangt. Einziger Ersatzgoalie hinter den selektionierten Jonas Hiller, Reto Berra und Tobias Stephan bleibt damit Lukas Flüeler von den ZSC Lions.

Ramholt, Benny Plüss, der am Dienstag zum Team stösst, und die 19 weiteren Teilnehmer des Trainingslagers werden nach einem dreitägigen Camp in Kloten am Donnerstag ans Schwarze Meer aufbrechen. Nach den beiden Testspielen am 9. und 10. Februar gegen Russland und Norwegen und sobald die NHL-Cracks eingerückt sind, werden die (momentan acht) Ersatzspieler wieder abreisen müssen.

Aufgebot für das Trainingslager in Kloten und Sotschi (3. bis 10. Februar). Tor (2): Lukas Flüeler (ZSC Lions)*, Tobias Stephan (Genève-Servette). - Verteidigung (8): Severin Blindenbacher (ZSC Lions). Eric Blum (Kloten Flyers)*. Patrick Geering (ZSC Lions)*. Robin Grossmann (Davos)*. Tim Ramholt (Zug)*. Mathias Seger (ZSC Lions). Julien Vauclair (Lugano). Patrick von Gunten (Kloten Flyers)*. - Sturm (13): Andres Ambühl (Davos). Matthias Bieber (Kloten). Simon Bodenmann (Kloten). Luca Cunti (ZSC Lions). Ryan Gardner (Bern). Dennis Hollenstein (Genève-Servette). Benjamin Plüss (Fribourg)*. Martin Plüss (Bern). Kevin Romy (Genève-Servette). Reto Suri (Zug). Morris Trachsler (ZSC Lions). Julian Walker (Lugano)*. Roman Wick (ZSC Lions).
* = nicht für die Olympischen Spiele selektioniert.

Weitere Selektionierte (ab dem 10. Februar beim Team). Tor: Reto Berra (Calgary Flames). Jonas Hiller (Anaheim Ducks). - Verteidigung: Raphael Diaz (Montreal Canadiens). Roman Josi (Nashville Predators). Mark Streit (Philadelphia Flyers). Yannick Weber (Vancouver Canucks). - Sturm: Damien Brunner (New Jersey Devils). Simon Moser (Nashville, resp. Milwaukee Admirals/AHL). Nino Niederreiter (Minnesota Wild).

si