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EISHOCKEY: Zum Abschied den Ligaerhalt geschafft

Für die drei Zentralschweizerinnen Rahel Enzler, Noemi Ryhner und Oona Emmenegger ist die U18-Zeit mit einem Teilerfolg an der Top-Division-WM zu Ende gegangen. Der Traum vom Viertelfinal allerdings ging nicht in Erfüllung.
Eishockeyspielerin Rahel Enzler. (Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 23. März 2017))

Eishockeyspielerin Rahel Enzler. (Bild: Maria Schmid (Unterägeri, 23. März 2017))

Eigentlich hatten sich die drei Zentralschweizerinnen in ihrem letzten U18-Jahr ein höheres Ziel als lediglich den Ligaerhalt gesetzt: die Viertelfinal-Qualifikation als Minimalziel auf einer nach oben offenen Skala. Grund dafür war die Tatsache, dass neben Enzler, Ryhner und Emmenegger noch sieben andere Spielerinnen aus dem ältesten Jahrgang (2000) im Team waren und die meisten von ihnen auf zwei oder drei Jahre Erfahrung an U18-Weltmeisterschaften zurückblicken konnten.

«Wir haben in den Gruppenspielen nicht unser bestes Hockey abrufen können, wir mussten uns zuerst finden», nennt Rahel Enzler einen Grund für die drei knappen Niederlagen gegen Tschechien (3:4), Finnland (2:3) und Deutschland (1:2). In der Tat waren alle drei Niederlagen mit einem Tor Differenz nicht zwingend. Der Begriff «unglücklich» drängt sich auf, zumal die Schweizerinnen sowohl gegen Tschechien als auch gegen Finnland mit 2:0 respektive 2:1 führten.

Einfache Erklärung für die Steigerung

Möglich, dass sich genau in diesen Phasen der selbst auferlegte Erfolgsdruck negativ auswirkte und das Team eher verunsicherte als stabilisierte. Das könne gut sein, meinte Noemi Ryhner, die sich nach ihrem Kreuzbandriss und ohne viel Training und Wettkampfpraxis an der WM von Spiel zu Spiel steigerte.

Für die eklatante Steigerung in der Abstiegsrunde mit den beiden ungefährdeten Siegen gegen Deutschland, das trotz zwei Siegen in der Gruppenphase die Viertelfinals verpasst hatte, fand Ryhner eine einfache Erklärung: «Wir sind als Team noch näher zusammengerückt und haben die Challenge angenommen, füreinander gearbeitet und uns gegenseitig vertraut. Das hat uns stark gemacht.» Oona Emmenegger pflichtet ihr bei und sagt: «Wir haben nie aufgegeben, an uns geglaubt und bis zur letzten Minute gekämpft.»

Zudem habe man aus der Erfahrung der letzten drei Jahre gewusst, wie man sich fühlt, wenn man zweimal gewinnt und trotzdem in die Playouts muss. «Die Deutschen haben diesen Schock nicht verkraften können», analysiert Rahel Enzler und fügt an: «Mit der Führung im ersten Spiel im Rücken ist unser Selbstvertrauen mit jeder gelungenen Aktion und jedem Tor gestiegen.» 6:0 führten die Schweizerinnen im ersten Spiel, ehe sie nachliessen und Deutschland auf 7:3 herankommen liessen. Doch das war nicht mehr als ein kurzfristiges Strohfeuer, denn das klare 3:0 im entscheidenden zweiten Spiel spricht Bände.

2019 zum fünften Mal in Folge in der Top Division

Mit dem Erfolg eines souveränen Ligaerhalts spielen die Schweizerinnen 2019 zum fünften Mal in Folge in der Top Division. Nach vier erfolgreichen Jahren wird die nächste WM ohne Enzler, Emmenegger und Ryhner und die anderen erfolgreichen 2000er – allen voran die zweifache Turnier-Topskorerin (2016, 2017) und Olympiafahrerin Lisa Rüedi – stattfinden. Das Team wird sich komplett verändern. Nicht weniger als zehn Spielerinnen werden altersbedingt ausscheiden. Für Rahel Enzler ging die vierte U18-WM mit einem persönlichen Erfolg zu Ende: Zum zweiten Mal nach 2015 (damals hinter Alina Müller) belegte die Schwyzerin mit drei Toren und sechs Assists den zweiten Platz in der Turnier-Skorerliste.

Daniel Monnin

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Dimitrow (RUS). WM der U18-Juniorinnen. Schlussrangliste: 1. USA. 2. Schweden. 3. Kanada. 4. Russland. 5. Finnland. 6. Tschechien. 7. Schweiz. 8. Deutschland (Absteiger).

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