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EISHOCKEY: Zwei Luzerner kämpfen um den NLB-Titel

Nur eine Handvoll Luzerner treten in den beiden höchsten Hockey-Ligen an. Mit dem SC Langenthal kämpfen nun gleich zwei junge Athleten aus der Region im NLB-Playoff-Final.
Daniel Gerber, Langenthal
Mike Küng (links) und Nico Dünner im Langenthal-Dress. (Bild: Daniel Gerber)

Mike Küng (links) und Nico Dünner im Langenthal-Dress. (Bild: Daniel Gerber)

Daniel Gerber, Langenthal

sport@luzernerzeitung.ch

Wenn vor dem jeweiligen Final-Duell zwischen dem NLB-Qualifikationssieger SC Langenthal und dem Vorjahresfinalisten SC Rapperswil-Jona Lakers die Nationalhymne abgespielt wird, stehen mit Nico Dünner und Mike Küng (beide 22-jährig) auch zwei Luzerner auf dem Eis. Gegenwärtig kämpfen die beiden mit dem Berner Team um den Titel in der NLB. Am Freitag steht beim Stand von 2:2 in der Best-of-7-Serie die fünfte Partie auf dem Programm.

Hockeyspieler in den beiden höchsten Spielklassen lassen sich fast an einer Hand abzählen, Nico Dünner und Mike Küng kommen bei ihrer Aufzählung, sich selbst eingeschlossen, auf etwas mehr als eine Handvoll Spieler (siehe Box ganz rechts).

«Cool, einen Hockeyspieler zu kennen»

«Ich war früher mit meinen Eltern jeweils auf dem offenen Eisfeld», erinnert sich Mike Küng. «Dann haben mein Bruder und ich in die Halle ‹hineingespienzelt› und gesehen, wie andere Eishockey spielen. Der Vater meldete uns schliesslich bei den Bambini an – seither sind wir angefressene Hockeyspieler.»

Die meisten Schulkameraden sprangen auf dem Fussballfeld herum. «Aber sie fanden es cool, jemanden zu kennen, der Eishockey spielt.» Beim HC Luzern gestartet, wechselte Küng im Piccolo-Alter in die Nachwuchs-Abteilung des EV Zug.

Bereits blickt der talentierte Verteidiger auf 149 Einsätze in der NLB (105 mit dem SC Langenthal und 41 mit der EVZ Academy) sowie auf drei in der NLA mit Zug. Die nächste Saison nimmt Küng voraussichtlich in der NLB in Angriff.

«Wir waren das beste Farmteam»

Auf die laufende Saison hin leistete Küng, der Wirtschaft an der HSLU studiert, mit der EVZ Academy innerschweizerische Hockey-Pionierarbeit. «Wir waren ein junges Team, das im Kopf verkraften musste, dass man nicht so viel gewinnt.»

Dennoch dachten er und seine Mitstreiter zunächst, dass die Playoffs erreicht werden können. «Doch als die U20-Spieler weg waren, ging es bachab. Für ein neues Team konnten wir dennoch auf eine erfolgreiche Saison blicken, wir waren immerhin das beste Farmteam.» Die Ticino Rockets und die GCK Lions mussten sich nämlich hinter der Academy einreihen.

Nach dem Saisonende mit der Academy stiess Mike Küng für die Playoffs zum SC Langenthal, wo er nun regelmässig eingesetzt wird. «Ich kannte die Langenthaler Kultur von früher her und wusste, dass die Ambitionen hoch sind.» Entsprechend hoch ist der Rhythmus, «meine Freundin ist zu meinem Glück Physiotherapeutin».

Nico Dünner durchlief die gleichen Stationen wie Küng: HC Luzern, EV Zug, dann SC Langenthal. «Das erste Mal stand ich jedoch in Grindelwald auf dem Eis.» Seine Begeisterung hielt sich in überschaubaren Grenzen. Dennoch bat er seinen Vater, beim HC Luzern anzurufen, «es war Liebe auf den zweiten Blick». Doch diese hat eingeschlagen: Bereits hat der noch junge Stürmer 138 Einsätze in der NLB mit dem SC Langenthal (18 Tore und 52 Assists) sowie 36 in der NLA mit Zug und Biel, wo er zwei Tore und fünf Assists vorzuweisen hat. Erste Priorität habe nun aber Langenthal, wo er viel Vertrauen geniesst und über einen Vertrag bis 2018 mit Option verfügt.

Derzeit verbringt der aufstrebende Stürmer viel Zeit im Auto. Im bernischen Aarwangen mietete er für sich eine kleine Wohnung, des Weiteren wohnt er auch noch gelegentlich bei seinen Eltern in Emmenbrücke. Nico Dünner besucht in Zug die Berufsschule, wo er die Wirtschaftsmatura durchläuft – zudem ist er «seit fünf Jahren glücklich vergeben».

Gleiche Ausgangslage wie 2012

Nun stehen die beiden Luzerner in den Reihen des SC Langenthal vor einem wegweisenden Duell, das an das NLB-Finale 2012 erinnert. Damals stiess Langenthal erstmals ins Finale vor und lag nach zwei Spielen mit 0:2 gegen den haushohen Favoriten Lausanne HC zurück. Doch dann reihte das Berner Team vier Siege aneinander und wurde NLB-Meister.

Der bisherige Verlauf der Serie entspricht durchaus dem Drehbuch von damals.

NLA-Playouts

Fribourg – Ambri-Piotta – Stand: 3:1 (4:0, 6:1, 2:1, 1:7).

NLB-Playoffs

Rapperswil-Jona Lakers – Langenthal – Stand: 2:2 (5:2, 3:2, 2:4, 2:3).

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