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EISHOCKEY: Zwischenbilanz: Jetzt erteilt die EVZ Academy Lehrstunden

Die EVZ Academy ist gereift. In ihrer zweiten Swiss-League-Saison «überfuhr» sie mehrere grosse Teams und füllte die Lücken des National-League-Teams EV Zug.
Der erfolgreichste Academy-Punktejäger: Sven Leuenberger (in Blau). (Bild: Maria Schmid (Zug, 22. Januar 2017))

Der erfolgreichste Academy-Punktejäger: Sven Leuenberger (in Blau). (Bild: Maria Schmid (Zug, 22. Januar 2017))

Mehrere grosse Mannschaften mussten sich in dieser Saison der EVZ Academy beugen, so erhielt beispielsweise der SC Langenthal ebenso eine Lehrstunde (6:2 für die Academy) wie der EHC Visp (3:2 n. V.) oder der HC Ajoie (5:4 n. V.). Oder im Cup musste sich das junge Team gegen Ambri erst in der Verlängerung geschlagen geben.

Einen ersten grossen Beitrag für die Geschichtsbücher lieferte das Team von Trainer Stefan Hedlund aber mit einem Auftritt gegen den HC La Chaux-de-Fonds. 0:4 lagen die jungen Innerschweizer bis zur 47. Minute zurück. Entfesselt aber überrannte die Academy das Team aus dem Neuenburger Jura in den letzten 13 Minuten – um zuletzt mit einem 6:4-Sieg vom Eis zu gehen; dabei hatte La Chaux-de-Fonds bereits einige Spieltage zuvor auf eigenem Eis gegen die junge Truppe verloren. «Das tat gut», bilanziert der derzeit verletzte Verteidiger und Captain Marc Steiner. «Wir sind als Team zusammengestanden. Das Resultat interessiert weniger, wir wollen einfach das Team sein, welches das nächste Tor schiesst.» Gesagt. Und sechsmal getan.

Der besagte Husarenstreich war nicht etwa möglich, weil von der ersten Mannschaft, dem EV Zug, Verstärkungen ausgeliehen worden waren. Im Gegenteil. Am gleichen Abend kämpfte der EVZ gegen die ZSC Lions und benötigte aufgrund etlicher Verletzungen nicht weniger als sechs Academy-Spieler, sodass die Academy eher etwas dezimiert war (der EVZ siegte gegen den ZSC nach Penaltys mit 4:3).

Sven Leuenberger: «Einen Schritt nach vorn getan»

Bei dem in dieser Saison signifikanten Verletzungspech ist die Academy in vielen Runden eine wertvolle Stütze gewesen, sagt EVZ- und Academy-Sportchef Reto Kläy. In der Academy wird das gleiche System gespielt – ein junger Spieler, der es in die erste Mannschaft schafft, ist dadurch leichter integriert als eine Verstärkung von aussen.

«Schon früh sind die Spieler bei uns in einem Gefäss, in dem sie sich weiterentwickeln können», bilanziert Kläy. «Wenn sie nicht oben in der National League eingesetzt werden, können sie unten Erfahrung sammeln. Die Lücke zwischen Elite-Junioren und der höchsten Spielklasse ist damit geschlossen.» Dies helfe auch beim Rekrutieren junger Spieler, da hier jeder eine Chance habe.

Sven Leuenberger mit Jahrgang 1999 ist der erfolgreichste Punktejäger mit Schweizer Pass im Team. «Die EVZ Academy bietet eine grosse Chance. Man kann sich mit Männern messen statt mit Junioren. Das Tempo ist nochmals ganz anders.» Es sei die ideale Zwischenstufe zwischen der Elite-Kategorie und der National League. Auf die zweite Saison hin «hat die Academy noch einmal einen Schritt nach vorn getan, wir konnten etablierte Teams besiegen».

Für junge Spieler sei die EVZ Academy sehr attraktiv, bilanziert Marc Steiner. «Man ist der National League dadurch nochmals einen Schritt näher. Die Stimmung im Team ist gut, wir arbeiten täglich hart und erzielen auch gegen grössere Teams gute Resultate.»

Mit dem Team sei man auf Kurs, die Konstanz dürfe noch etwas grösser sein, so Reto Kläy. «Letzte Saison fielen wir nach Weihnachten nach hinten, damals hatten wir weniger Erfahrung. Optisch spielen wir nun aber besser.» Aktuell liegt das Team auf einem Playoff-Rang.

Die EVZ Academy ist derzeit zwar jenes Team, das am meisten Strafen kassierte, aber auch am meisten Shorthander erzielte. Gemeinsam mit Olten wurden zudem am meisten Penaltyschiessen gewonnen.

Daniel Gerber

sport@luzernerzeitung.ch

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