EHC Olten

Eric Beaudoin muss sich noch gedulden

Der Kanadier kriegt noch ein paar zusätzliche Tage Zeit, an sich zu arbeiten. Er wird deshalb heute in Martigny noch nicht auflaufen.

Michael Forster
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Beaudoin in Grün: Der Kanadier hat sich beim EHC Olten gut eingelebt.

Beaudoin in Grün: Der Kanadier hat sich beim EHC Olten gut eingelebt.

Andreas Hagmann

Seit Neustem ragt punkto Grösse einer aus dem Oltner Ensemble heraus: Eric Beaudoin. Der 1,95 Meter grosse Kanadier, welcher den EHC Olten bis Saisonende verstärkt und Trainer Heikki Leime in der Offensive damit zusätzliche Möglichkeiten bietet, hat sich in Olten gut eingelebt. Ein Teamwechsel, so Beaudoin, bringe immer viel Neues mit sich. Doch er fühle sich gut, habe sich mit dem System und den neuen Kollegen in Olten angefreundet. Obwohl die Lizenz für Beaudoin, der in den letzten zwei Saisons nur gerade drei Pflichtspiele für Zagreb absolviert hat, in Olten eingetroffen ist, wird er heute in Martigny (noch) Zuschauer sein.

Eric Beaudoin erzielte in 112 Spielen für den EHC Biel 64 Skorerpunkte.

Eric Beaudoin erzielte in 112 Spielen für den EHC Biel 64 Skorerpunkte.

Keystone

Auf der Suche nach dem Timing

«Das gibt mir ein paar Tage mehr», nimmt er den verzögerten Einstieg gelassen, «das ist okay. Obwohl: Bis Dienstag dauert es ja nicht allzu lange.» Die zusätzlichen Tage soll Beaudoin dazu nutzen, sich läuferisch noch näher an die Mannschaft heranzuarbeiten und mit dem System vertrauter zu werden. Er wolle Beaudoin einen guten Ernstkampf-Einstieg ermöglichen, begründet Trainer Heikki Leime seinen Entscheid, mit dem Debüt noch zuzuwarten. «Ich will ihm die Chance aber auf jeden Fall geben, wenn sie da ist.»

Ein erster Playoff- Vorgeschmack

Qualifikationsspiel Nummer 40 führt den EHC Olten heute Abend (Spielbeginn 19 Uhr) nach Martigny. Die jüngsten Vergleiche mit den physisch starken Wallisern waren fast ausschliesslich eine enge Angelegenheit, weshalb das heutige Aufeinandertreffen durchaus im Zeichen einer frühen Playoff-Hauptprobe steht. In Martigny zu spielen, sei nie einfach, bestätigt Heikki Leime, gleichzeitig sei er aber froh um solche Spiele. Durch die neuen Akteure ist es in den letzten Tagen und Wochen nicht immer ganz einfach gewesen, den Fokus auf das Tagesgeschäft und auf die sportlichen Ziele – sprich die Playoffs – zu richten. Deshalb helfe die heutige Partie, den Motor so richtig am Laufen zu halten. Stand heute würde es für die Oltner in den Playoff-Viertelfinals übrigens zum Duell mit dem EHC Visp kommen. (mf)

Leime streicht vor allem die körperlichen Vorzüge des Kanadiers hervor. Und wenn sich der 35-Jährige, der sowohl als Flügel wie auch als Center eingesetzt werden kann, tatsächlich als Alternative zum Duo Feser/Wiebe aufdrängen sollte, so hätte der Trainer drei verschiedene Ausländer-Typen zur Verfügung – was diese Verpflichtung zusätzlich interessant macht.

«Ich brauche sicher ein paar Spiele»

Zwar hielt sich Eric Beaudoin in seiner Heimat mit täglichem Training fit. Doch das sei mit den Einheiten hier in Olten nicht zu vergleichen. «In Kanada hielt ich mich fit. Doch jetzt geht es darum, das Timing vor allem beim Passspiel zu finden, sich richtig zu bewegen. Das ist wohl das Schwierigste.» So richtig ins Spiel zu finden, innerhalb des Teams ein gutes Gefühl zu bekommen, das sollte dann aber schnell gehen. «Ich brauche sicher ein paar Spiele; doch dann geht es Schritt für Schritt vorwärts.»

Luca Homberger (links) muss sich im Team von Heikki Leime zuerst beweisen.

Luca Homberger (links) muss sich im Team von Heikki Leime zuerst beweisen.

Keystone

Unter anderen Vorzeichen steht die Verpflichtung von Luca Homberger. Der 24-Jährige, welcher am Montag in Olten eintreffen wird, trug beim EHC Winterthur lange Zeit das Topskorer-Dress, ehe ihn eine Verletzung bremste. Leime schätzt den Angreifer als guten Spieler ein, der sich in Olten allerdings erst beweisen muss. «Wir sind froh um eine gewisse Breite im Kader, vor allem natürlich dann, wenn sich Spieler verletzen sollten.» Primär führt für Homberger der Weg zu Eiszeit deshalb über die Leistung: Wenn er besser ist als einzelne Oltner Stammspieler, wird er automatisch zu Eiszeit kommen.