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Eisschnelllauf: Wengers WM-Fahrplan stimmt

Livio Wenger (26) aus Schenkon ist mit der ersten Saisonhälfte sehr zufrieden. Das verdankt er nicht zuletzt dem Spitzensport-Förderprogramm der Armee.
Stephan Zopfi
Zuversichtlich: Livio Wenger. (Bild: Boris Streubel/Getty (Tomaszow Mazowiecki, 8. Dezember 2018))

Zuversichtlich: Livio Wenger. (Bild: Boris Streubel/Getty (Tomaszow Mazowiecki, 8. Dezember 2018))

«Es war ein sehr schwieriger Sommer, aber jetzt bin ich glücklich, dass ich als Nummer vier der laufenden Weltcup-Saison in der Disziplin Massenstart meinen vierten Olympiarang trotzdem bestätigen konnte», bilanziert der als Sportsoldat bei der Schweizer Armee angestellte Livio Wenger. Zuerst fiel der Zentralschweizer nach den Olympischen Spielen 2018 mental in ein Loch – nach vier Jahren ununterbrochenem Training, ohne Ferien und immer am Existenzminimum, eigentlich fast normal. «Ich war total leer und musste einfach mal einige Wochen pausieren. Das war genau die richtige Entscheidung.» Nach dem Einstieg ins Sommertraining verhinderte dann aber ein Muskelfaserriss das so wichtige Basistraining mehrere Wochen.

Trotzdem feierte er seinen Saisoneinstieg im Weltcup mit einem neuen Schweizerrekord über 3000 Meter. Doch danach machte sich auf den langen Strecken die verpasste Basis bemerkbar. Dank einer weiteren Verbesserung seiner Technik feierte er aber über 1500 m – der wohl schwierigsten Disziplin im Eisschnelllaufen – den Aufstieg in die Top 20 der Weltspitze. «Damit hatte ich nicht gerechnet, aber es ist ein gewaltiger Aufsteller. Im Massenstart, meiner Spezialdisziplin, wollte ich eigentlich Ende Saison wieder gleich weit sein, wie an Olympia, Das es bereits nach der ersten Saisonhälfte soweit ist, stimmt mich zuversichtlich im Hinblick auf die Weltmeisterschaften.»

«Heim-WM» in Inzell

Im deutschen Inzell, dem Trainingsdomizil von Wenger im Winter, werden die 7. bis 10. Februar die Weltmeisterschaften über die Bühne gehen. «Mein Ziel ist es, in die Medaillenränge zu laufen. Denn in den bisherigen Rennen habe ich Podestplätze durch taktische Fehler vergeben und die kann ich ausmerzen.» Zusammen mit seiner Schwester Nadja, die in diesem Winter auch von den Inline-Skates auf die Kufen umgestiegen ist, bewohnt er in Inzell eine Ferienwohnung. Einer WM-Medaille ordnet er alles unter. So lässt Wenger etwa die Europameisterschaften in Italien aus und will im Januar so hart trainieren wie noch selten. Eine Standortbestimmung nimmt er Mitte Januar an den Schweizer Meisterschaften auf dem St. Moritzer See vor sowie beim Weltcup im norwegischen Hamar eine Woche vor den Weltmeisterschaften. Mitte Februar geht’s nach Calgary ins Trainingslager. In der kanadischen Metropole hat er seinen erfolgreichen Olympiaauftritt in diesem Jahr vorbereitet und dort will er Ende Februar auch die Mehrkampf-WM bestreiten. «Eine Platzierung unter den ersten zehn wäre fantastisch», nennt der erfolgreichste Schweizer Eisschnellläufer aller Zeiten seine Zielsetzung. Im März steht dann das Weltcup-Finale in Salt Lake City an. Auf dieser Bahn hat er bereits mehrere Schweizer Rekorde verbessert. Coach Kalon Dobbin traut Wenger nicht nur an der WM einen Spitzenplatz zu, sondern auch im Weltcup.

Seine Erfolge in der letzten Saison und sein grosses Potenzial verhalfen Livio Wenger, in das Spitzensport-Förderprogramm der Armee aufgenommen zu werden. 18 Sportler sind zu 50 Prozent als sogenannte Zeitmilitär-Spitzensportler bei der Armee angestellt. Neben Wenger sind aktuell mit Fechter Max Heinzer, Schützin Nina Christen, Mountainbikerin Linda Indergand, Triathletin Jolanda Annen und Biathletin Lena Häcki fünf weitere Zentralschweizer in diesem Status bei der Armee unter Vertrag. «Das erlaubt mir, meinen Fokus noch konsequenter auf den Spitzensport zu richten», nennt Wenger den grössten Vorteil.

Das heisst, dass er auch mehr Zeit in die Regeneration und Erholung investieren kann. Und dies soll sich in dieser Saison erstmals auszahlen.

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