Eleke muss wohl beim FCL bleiben – Al Ahly Kairo hat kein Interesse mehr 

Im Vergleich zum Luzerner Trainingsstart am Freitag hat Blessing Eleke am Sonntag in der Übungseinheit mit dem neuen Trainer Fabio Celestini einen motivierten Eindruck hinterlassen.

Daniel Wyrsch
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Bleibt Blessing Eleke dem FC Luzern zumindest bis Ende Sommer treu?

Bleibt Blessing Eleke dem FC Luzern zumindest bis Ende Sommer treu? 

Martin Meienberger/Freshfocus (Kriens, 3..Januar 2020)

Zum Start in die Rückrundenvorbereitung am Freitag hat der FC Luzern mit Fabio Celestini bekanntlich einen neuen Coach bekommen. Doch Blessing Eleke wirkte auch im ersten Training unter der neuen Leitung immer noch unkonzentriert. Am Sonntag präsentierte sich der 23-jährige Stürmer in der Übungseinheit auf dem Kunstrasen im Krienser Kleinfeld jedoch agiler und motivierter. Der kräftige Angreifer schoss auch einige schöne Tore.

Vielleicht hat die Veränderung damit zu tun, dass der ägyptische Topverein Al Ahly Kairo nach wochenlangen Avancen kein Interesse mehr am FCL-Stürmer hat.

Ex-Luzern-Trainer Weiler erklärt die neue Situation

Der ehemalige Luzern-Trainer René Weiler beantwortete am Sonntag in Kairo unsere Anfrage kurz und bündig: «Das Thema Eleke ist erledigt.» Warum Weiler und dessen ägyptischer Arbeitgeber plötzlich nicht mehr an Eleke interessiert sind, war nicht in Erfahrung zu bringen.

Blessing Eleke ist eigentlich ein Schlüsselspieler des FC Luzern. In der vergangenen Saison hatte der 23-jährige Stürmer noch 13 Ligatore für die Innerschweizer geschossen. Doch in der laufenden Spielzeit sind die Leistungen des Nigerianers meist enttäuschend gewesen. Lediglich zwei Treffer erzielte er in der Vorrunde der Meisterschaft, dazu immerhin das wichtige 1:0-Siegtor im Cup-Achtelfinal gegen die Grasshoppers. Eleke wirkte oft unmotiviert.

Der Tiefpunkt war die rote Karte für ein brutales Foul von hinten gegen das 17-jährige FCZ-­Abwehrtalent Becir Omeragic im Spiel in Zürich (0:3-Niederlage) am 23. November. Der FCL-Problemprofi bekam dafür zwei Spielsperren. Als er im letzten Match der Vorrunde zu Hause gegen Basel wieder spielberechtigt war, liess ihn der damalige Trainer Thomas Häberli auf der Bank. Luzern ohne Eleke kämpfte und besiegte Basel 2:1 – notabene nach zuvor sechs Liga-­Pleiten hintereinander.

Celestini nimmt sich einzelnen Spielern an

In der sonntäglichen Übungseinheit ist aufgefallen, dass Celestini von den Spielern im Training eine gleich hohe Konzentration und Intensität wie in den Spielen verlangt. Assistenzcoach Claudio Lustenberger übersetzte diese Aufforderung von Celestini aus dem Französischen ins Deutsche. Der neue Coach nahm sich bei einer längeren Angriffsübung einzelne Spieler zur Brust, um ihnen seine Vorstellungen zu erklären. Am Sonntag trainierten die Offensivleute mit Celestini, und die Defensivspieler mussten einen Laktattest machen, am Samstag war es ­genau umgekehrt gewesen.

FCL testet am kommenden Mittwoch estnischen Meister

Testspiele und Trainingslager in Marbella

Nächsten Mittwoch, 14.00 Uhr, Kleinfeld Kriens: FC Flora Tallinn (Meisterliga Estland).

Samstag, 11. Januar, Zeit noch offen, Marbella: FSV Mainz 05 (Bundesliga).

Freitag, 17. Januar, Zeit noch offen, Marbella: Gaz Metan Medias (Liga 1 Rumänien).

Trainingslager. Freitag, 10. Januar bis Samstag, 18. Januar: Marbella, Puerto Banus (Spanien).

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