EM-LIMITE: Ruckstuhl und Stutz erfüllen EM-Limiten

Regionalsport@luzernerzeitung.ch
Drucken
Teilen
Schafft in Uster die EM-Limite über 10 km: Flavia Stutz (Ufhusen). (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 29. April 2017))

Schafft in Uster die EM-Limite über 10 km: Flavia Stutz (Ufhusen). (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 29. April 2017))

Das grosse Saisonziel von Géraldine Ruckstuhl (kleines Bild) sind die U20-Europameisterschaften. Im italienischen Grosseto möchte die 19-Jährige aus Altbüron im Siebenkampf für Furore sorgen. Die Absolventin der Sport-KV-Schule bestreitet am kommenden Wochen­ende erstmals in dieser Saison einen Mehrkampf, genau gesagt am Meeting in Götzis, wo sich das Who’s who der internationalen Mehrkampfszene trifft.

Dass sie in den Einzeldisziplinen grosse Fortschritte erzielt hat, stellte die Altbüronerin 2017 bereits mehrfach unter Beweis, realisierte sie doch im Hürdensprint, mit dem Speer und der Kugel sowie im Hochsprung neue persönliche Bestleistungen. Über 100 Meter Hürden und im Speerwurf übertraf sie zudem auch die Einzellimiten für die U20-Europameisterschaft.

Eigenen U20-Rekord egalisiert

Am Wochenende nahm die amtierende U18-Weltmeisterin im Siebenkampf erfolgreich an den Halleschen Werfertagen teil. Am Samstag blieb die 19-Jährige mit 54,22 m lediglich 9 Zentimeter hinter ihrer Bestleistung (54,31 m) zurück und entschied damit die U20-Konkurrenz mit über 2 Metern Vorsprung für sich. Die für die U20-EM in Grosseto geforderte Limite von 48 m übertraf sie dabei deutlich. Am Sonntag stellte sich Ruckstuhl eine Kategorie höher der Konkurrenz. Wie so oft in der Vergangenheit war ihr letzter Versuch wiederum der beste. Dieser landete nach 54,31 m, womit sie ihre persönliche Bestleistung und den eigenen Schweizer U20-Rekord egalisierte und hinter der drei Jahre älteren Norwegerin Sigrid Borge (60,35 m) auf Rang 2 landete.

Geglückte Premiere von Flavia Stutz

Mit dem Ziel, die Limite für die U23-Europameisterschaften über 10 000 m zu unterbieten, war Flavia Stutz am Freitag nach Uster gereist. Dafür war eine Zeit unter 36:35 Minuten gefordert. Nie zuvor war die 21-Jährige auf der Bahn über 25 Runden angetreten. Auf der Strasse lag die bisherige Bestzeit über 10 km der Ufhuserin mit 35:57 Minuten jedoch bereits klar unter dem geforderten Wert.

Kurz nach dem Start setzten sich die nicht titelberechtigte Aude Salord (FRA), die spätere Siegerin Martina Tresch (GG Bern/33:38,20) sowie Michèle Gantner (LC Vaduz) vom restlichen Teil des Feldes ab. Dahinter bildete sich eine Verfolgergruppe, bestehend aus Yvonne Kägi (LR Gettnau), Flavia Stutz und Nicole Egger (LV Langenthal). Regelmässig drehte das Trio seine Runden und wechselte sich in der Führung stetig ab. Nach 5 Kilometern stieg Kägi, die sich zuvor in den Dienst ihrer Vereinskollegin gestellt hatte, aus.

2 Kilometer vor Schluss gelang es Flavia Stutz, sich von Egger abzusetzen und die vor ihr laufende Gantner einzuholen. Am Ende konnte die Vaduzerin noch einmal zulegen und die Ufhuserin wieder überholen. Dennoch war die Freude bei der 21-Jährigen im Ziel gross. Mit 35:27,52 Minuten unterbot sie die U23-EM-Limite um mehr als 1 Minute und durfte sich gleichzeitig über den Gewinn von SM-Bronze bei den Aktiven freuen.

Stefanie Barmet

regionalsport@luzernerzeitung.ch